Klar, LouCypher ... ich arbeite ja erst seit etwas über 30 Jahren in der IT, da kann ich das ja noch nicht überblicken.
Für mich gilt immer noch: JEDER kann durch jemand anderen ersetzt werden. Aber so lange in den Köpfen derlei unlogischen Überzeugungen herumschwirren wie die Deine, so lange werden die Unternehmer uns leidlich ausnützen. Was macht die Firma, wenn der Netzwerker kündigt? Oder wenn der durch Krankheit oder gar durch Tod ausfällt? Sei mir nicht böse, aber das ist doch wohl das lächerlichste Argument, das es gibt. Keine Firme geht zugrunde, weil plötzlich ein bestimmter IT'ler nimmer zur Verfügung steht.
Ich hoffe, dass die vor kurzem initiierte Aktion der Gewerkschaft etwas nützt, wo sie jetzt reihenweise einschlägig bekannte Firmen beim Arbeitsinspektorat anzeigen und Untersuchungen fordern, ob dort alles gemäß den Arbeitszeitregelungen abläuft. Das kann jetzt für die Unternehmer nämlich ziemlich teuer werden, weil jeder einzelne Fall geahndet wird und nicht die Firma pauschal. Wenn also einzelne Mitarbeiter täglich die maximale Arbeitszeit überschreiten, dann kostet das dem Unternehmer bis zu 23x im Monat Strafe, und zwar je Fall bis zu 1800 Euro (also pro Person könnten das im Monat bis zu 41.400 Euro ausmachen (23x1800 Euro)). Und sollte es sich herausstellen, dass die Unternehmer beispielsweise (was auch branchenüblich ist) keine Überstunden zahlen, dann werden zusätzlich auch die Krankenkassen davon in Kenntnis gesetzt, weil immerhin geht es hier auch um vorenthaltene Sozialversicherungsbeiträge.
Meiner Meinung nach wären die Unternehmer (bzw deren Vertreter in der Wirtschaftskammer) gut beraten, wenn Sie die Blockadeaktion gegen ein gerechtes IST-Lohnmodell endlich aufgeben würden und sich mit der Arbeitnehmerseite zusammen setzen, um darüber ernsthaft zu verhandeln.
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Für ein friedliches Zusammenleben im Forum werde ich ab sofort keine Trolle mehr füttern, und zwar unabhängig von der Sinnhaftigkeit ihrer Wortmeldungen.
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