Zitat:
Zitat von The_Lord_of_Midnight
Letztendlich muss uns klar werden, daß es sich bei dem ganzen nur um eine Erhöhungen der Mindestgehälter handelt.
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Begründung?
Zitat:
Zitat von The_Lord_of_Midnight
Das einzige Land auf der Welt, wo es kollektivvertragliche Istlohn-Erhöhungen gibt, ist meines Wissens Finnland.
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Diese Aussage ist Unsinn.
Ist-Gehaltserhöhungen gibt es auch bei uns, und zwar mehrheitlich. Es gibt sie in Frankreich, es gibt sie in Deutschland und was weiß ich noch wo überall. Es sieht dort halt anders aus als bei uns. In Frankreich ist es angeblich so, dass man über mehrere Jahre gar keine Erhöhung bekommt, und dann eben eine kräftige für ALLE!
Zitat:
Zitat von The_Lord_of_Midnight
Die Gesetze macht immer noch die Regierung, und die muss eben vieles abwägen und kann nicht nur eine einzige Seite sehen.
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Ich glaube, schön langsam lasse ich die Diskussion mit Dir bleiben. Mag sein, dass Du Dich in Computerfragen gut auskennst, im Arbeitsrecht scheinst Du absolut uninformiert zu sein.
Gesetze machen die Regierungen, das stimmt - aber Kollektivverträge handeln die Sozialpartner unter sich aus. Auf der Arbeitsgeberseite eben die Wirtschaftskammer (die ihre Vertreter für die Verhandlungen von den Unternehmer rekrutiert), auf der Arbeitnehmerseite eben die Gewerkschaft* (die eben ihrerseits die Vertreter der Arbeitnehmer wählt - wovon sowohl Mitarbeiter der Gewerkschaft mit am Tisch sitzen, aber hauptsächlich von den Betriebsräten der Branche gewählte Vertreter aus ihren Reigen). Das Ergebnis (= der Kollektivvertrag) ist kein Gesetz, sondern eben ein Vertrag zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer und kann von beiden Seiten sogar gekündigt werden. Einzige Bedingung ist, dass im Kollektivvertrag keine Verschlechterungen enthalten sein dürfen gegenüber den Gesetzen. Nur: in den Gesetzen ist ziemlich wenig wirklich definiert.
Aufgrund Deines fehlenden Backgrounds beende ich hiermit die Diskussion mit Dir, weil sie eh zu nix führt (außer dass ich ständig am Berichtigen und Erklären bin).
* Die Verhandlungen führen deswegen die Gewerkschaften, weil die Arbeiterkammer sich weigert, die Kollektivvertragsverhandlungen zu führen; vermutlich deswegen, weil man seinerzeit den Gewerkschaften mehr Mandat zugesprochen hat, da es sich hierbei um keine Zwangsmitgliedschaft handelt, sondern um eine freiwillige Zugehörigkeit. Logischer wäre auch für mich die Verhandlungen zwischen Wirtschafts- und Arbeiterkammer.