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#11 |
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Veteran
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Als einer der beruflich leider mit vielen Kollektivverträgen zu tun hat (arbeite bei einem Steuerberater mit vielen Klein- und Mittelbetrieben in den unterschiedlichsten Branchen) kann ich hier meine persönliche Meinung kundtun:
1. Wie kann ein Verein mit freiwilliger Mitgliedschaft (ÖGB) für Arbeitnehmer verhandeln? 2. Warum sind manche Branchen wichtiger als andere? Nur weil z.B. bei einem Streik der Drucker keine Tageszeitung erscheinen würde, haben die 5 Wochenlöhne als Sonderzahlung, ..... Dafür verdienen Friseure nach dem Auslernen kaum mehr als die Lehrlinge in anderen Branchen. Warum kann in manchen Branchen Arbeiter nach mehr als 20 Jahren Betriebszugehörigkeit mit einer Woche Frist gekündigt werden (Angestellte habe da schon 6 Monate Frist)? Es gibt leider viele Branchen, die nur eine Erhöhung der Mindestlöhne vorsehen, aber seit Jahren keine Ist-Erhöhung. Schlecht für alle die beim Einstieg mit guter Bezahlung gelockt wurden! Und warum bekommt jeder Bauarbeiter Taggeld, wenn er aus der Firma geht und im Nachbarhaus arbeitet? Der Sinn von Taggeld ist es, daß man auf Reisen die Mehrkosten für Verpflegung abdeckt. Aber so ist es ein schönes (steuerfreies) Zugeld. Ich bin für ein einheitlich Regelung der wichtigsten Dinge (Kündigung, Sonderzahlung, Arbeitszeit, Mindestlöhne,...) Und nur die branchen-spezifischen Besonderheiten sollten in einem eigenen Kollektivvertrag geregelt werden. Und zur Kollektivvertragsflucht: nicht einmal der zuständige Sachbearbeiter der Arbeiterkammer konnte meine Frage beanworten, warum manche Firmen eigene Kollektivverträge haben (außer vielleicht um die Rechte der Arbeitnehmer zu kürzen). lg wolfgang
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