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| Guru, e-Zitate & Off Topic Der WCM-Guru auch online, mysteriöse technische Angaben und sonstige 'Verlautbarungen' |
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#1 |
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Inventar
![]() Registriert seit: 03.09.2000
Beiträge: 4.010
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Ich habe jetzt keine rechte Ahnung, was ich mir unter einem "Minimalstaat" vorstellen soll. Deswegen kann ich dazu noch nix sagen.
Ich sehe aber das Problem auf einer anderen Seite: Den Firmen ist es eindrucksvoll gelungen, sich weltweit zu vernetzen und mehr oder weniger an einem Strang zu ziehen. Davon ist sowohl die Politik als auch die Arbeitnehmerschaft meilenweit entfernt. Würde es uns gelingen, eine globale Politik ins Leben zu rufen und globale Arbeitnehmer-Vertretungen, dann hätten wir auch das Instrument, der Globalisierung Paroli zu bieten. |
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#2 |
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Jr. Member
Registriert seit: 27.03.2000
Beiträge: 44
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Der Grundgedanke des Minimalstaates ist die Beschränkung der staatlichen Aufgaben und daraus resultierenden Einflussnahme auf ein Minimum. Da gibt es wieder unterschiedliche Richtungen. Grundsätzlich sollte aber ein Minimalstaat sich auf die innere und äußere Sicherheit beschränken und dem mündigen Bürger, Entscheidungsfreiheit und Selbstbestimmung begünstigen. Gegenüber den Zwangssystemen, meist sozialistische, steht die Freiwilligkeit im Vordergrund und nicht der Zwang. Also Zwangsmitgliedschaften, Zwangsversicherungen und was man sich noch alles unter staatlichem Zwang vorstellen kann, ist in einem Minimalstaat nicht vorgesehen. Natürlich gibt es auch im Minimalstaat weiterhin Regeln und Gesetze, sonst wäre es Anarchie, streng genommen gibt es aber sogar in der Anarchie Regeln. Das ist natürlich nur ein sehr grober lückenhafter Überriss des Minimalstaates.
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#3 | |
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Inventar
![]() Registriert seit: 03.09.2000
Beiträge: 4.010
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Zitat:
Aber das Zauberwort heißt: mündiger Bürger. Denn genau den gibt es in unserer Gesellschaft nicht. Dazu ist einerseits der Bürger zu wenig interessiert (ist ja bequemn, wenn andere für einem denken) - und andererseits hält man uns auch sehr viele Informationen vor, die notwendig wären, um wirklich mündig zu sein. Was es braucht: Mehr Ehrlichkeit! Mehr Ehrlichkeit in der Politik! Mehr Ehrlichkeit in der Wirtschaft! Mehr Ehrlichkeit im Finanzwesen! So lange das nicht gewährleistet ist, so lange möchte ich keinen Minimalstaat haben. |
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#4 |
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Jr. Member
Registriert seit: 27.03.2000
Beiträge: 44
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Nobel, aber unrealistisch. Wie oft ein durchschnittlicher Mensch pro Tag lügt, ist je nach Studie unterschiedlich. Allerdings dürfte es sehr oft sein. Angesicht dessen, dass Menschen fern jeder Perfektion sind, ist es also recht unrealistisch, wenn auch idealistisch, hier Besserung ein zu fordern. Nach meiner Lebenserfahrung sind vor allem jene, die von sich behaupten die Guten zu sein, doch eher jene, vor denen man sich am meisten vorsehen sollte.
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#5 | |
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Inventar
![]() Registriert seit: 03.09.2000
Beiträge: 4.010
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Zitat:
2. Mein Ansinnen ist ganz genauso unrealistisch wie Deine Forderung nach einem Minimalstaat. |
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#6 | ||
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Jr. Member
Registriert seit: 27.03.2000
Beiträge: 44
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Zitat:
Die Frage was abgeschafft gehören würde, halte ich aber falsch gestellt. Auch wenn nach einer Neu- bzw. Umgestaltung einige Institutionen und Posten nicht mehr vorhanden sein werden, ist es doch kein Abschaffen im eigentlichen Sinn. Liest man doch nur all zu oft, wer nicht wieder etwas einsparen oder abschaffen will und sogleich sind die Stillstandsfunktionäre auf der Bühne, damit ihnen ja nichts weggenommen und ihre Macht nicht beschnitten wird. Es leben einfach sehr viele Menschen recht gut von unserem System, das aber leider im Sterben liegt. Gewisse Teile unseres Apparat liegen in einem Wachkoma und niemand traut sich die Sterbehilfe zu. Schon gar nicht die etablierten Parteien, denn dort sind gerade diese Patienten stark verkabelt. Zitat:
Das mit dem Minimalstaat ist ganz sicher unrealistisch. Wie schon erwähnt, haben sehr viele "wichtige" Menschen etwas dadurch zu verlieren, einige alles. Eine fundamentale Neugestaltung kann eigentlich nur nach einem totalen Zusammenbruch des Systems entstehen. Dann wahrscheinlich zwangsläufig mit einem Minimalstaat, weil alles immer klein anfängt. Der Kreislauf des Aufbaues und des Zusammenbruches ist aber offenbar endlos, so wird auch dieses System irgendwann zu Grabe getragen und wieder etwas Neues entstehen. |
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