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| Arbeiten & Geld verdienen in der IT-Branche Angebote und Fragen zu IT-Jobs |
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#1 |
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Gesperrt
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Was bei dem ganzen immer wieder übersehen wird ist, daß niemand freiwillig zum Privatarzt geht.
Das hat doch Gründe, und man muss ich fragen, warum das so ist ? Und warum niemand das System der Sozialversicherung verbessert, wenns offensichtlich so viele Lücken gibt, daß selbst Leute, die besseres mit ihrem Geld anfangen könnten, auch noch ein vielfaches für die private medizinische Versorung bezahlen (müssen). Leute, die so vor Geld stinken, daß es ihnen völlig egal ist, ob sie im Jahr ein paar Tausender für private Behanldungen ausgeben, werden wohl die absolute Minderzahl sein. Mal abgesehen davon, daß es grundsätzlich schon mal nichts mit einer "Elite" zu tun hat, wenn jemand chronisch krank ist, und sich von unserem öffentlichen "Gesundheitssystem" nicht zufriedenstellend versorgt sieht. Dann stellt sich auch noch die Frage, wie das mit der bevorzugten Behandlung von Privatpatienten wirklich ist. Man kennt das ja. Da gibts zb. den Arzt, der nebenbei noch "Metabolic Balance" macht, und sich natürlich ein schönes Nebeneinkommen damit erwirtschaftet. Aber wird dabei wirklich jemand aufgehalten ? Und macht das nicht vielleicht nebenbei die Sprechstundenhilfe, und die eigentliche Arbeit des Arztes passiert dann am Abend ? Oder zu Zeiten, wo die offizielle Sprechstunde schon längst beendet wäre, und man eigentlich die Patienten längst heimschicken müsste ? Das es sich um Korruption handelt, wenn ein Privatpatient während der regulären Ordinationszeiten ohne ersichtlichen Grund vorgereiht wird, ist sowieso klar. Nur muss man da über ernsthafte Korruptionsbekämpfung nachdenken. In Griechenland, einem der korruptesten Länder überhaupt, ist es wie gesagt notwendig zu schmieren, wen man nicht in allen Dingen des öffentlichen Lebens sehr lange warten möchte. Wenn wir dieselben Zustände nicht auch bei uns wollen, dann dürfen derartige Dinge nicht toleriert werden. Aber wie gesagt: Vorsicht mit Vorwürfen in konkreten Fällen, es sieht aus Sicht des Patienten oft ungerecht aus. Aber aus Gründen der Arbeitsteilung ist es oft nicht anders möglich. Oder z.b. müssen oft Blutabnahmen zu bestimmten Zeiten erledigt sein, damit das Blut noch ins Labor geht. Ich will hier niemand verteidigen, ich würde nur sehr aufpassen, bevor ich im Wartezimmer einen Aufstand mache, ohne wirklich genau über die Arbeitsabläufe bescheid zu wissen. Bezüglich der Begrenzung der Kassenärzte: Mir hat das mein praktischer Arzt mal erklärt, das ist ganz einfach. Im Kassenvertrag gibt es eine Staffelung. Bei der ersten Behandlung eines bestimmten Patienten im Quartal gibt es einen festgelegten Betrag. Der wird dann laufend immer weniger, je öfter der Patient kommt. Daher wirst du auch von jedem Arzt nach Hause geschickt, wenn du im selben Quartal schon mal bei einem anderen gleichartigen Arzt (also Hausarzt, HNO etc) warst. Die Krankenkasse zahlt nämlich immer nur einem Arzt was, der zweite würde leer ausgehen. Und wenn du mal etwas auf die Termine aufpasst, das ist auch genau der Grund, warum man nach Möglichkeit vom Arzt immer erst nach dem Beginn des nächsten Quartals wiederbestellt wird. Der nächste Aspekt bei dem ganzen ist, daß natürlich aufgrund der Begrenzung des Angebotes auch bestimmte Wartezeiten bewusst in Kauf genommen werden. Und manche Leute gehen aufgrund der oft sehr langen Wartezeiten gar nicht mehr zum Arzt. Erst dann, wenns wirklich nicht mehr anders geht. Der Endeffekt ist: Je weniger Ärzte, desto geringere Kosten für die Krankenkasse. So einfach und so schlecht ist das. |
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#2 | ||||||
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Inventar
![]() Registriert seit: 30.03.2000
Ort: NÖ
Alter: 64
Beiträge: 1.508
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Medizinstudenten gibt es genug. |
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#3 |
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Der Unvergleichliche
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#4 | ||||
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Gesperrt
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Wenn man dringend eine Behandlung braucht, aber die Wartezeit beträgt 1 Jahr, dann kann ich es schon verstehen, daß jemand gezwungen ist, ein vielfaches zu bezahlen. Es stellt sich die Frage, was man dagegen unternimmt ? Der lapidare Kommentar "ist aber so" ist zu wenig, denn das bewirkt genau gar nichts und alles bleibt so wie es ist. Zitat:
![]() Die Frage ist, was unternimmst du gegen die "Zweiklassenmedizin". Schimpfst du nur auf "die Kapitalisten" ? Das ändert genau gar nichts. Oder arbeitet man an der Verbesserung der Gesundheitsversorgung, wenn man meint, daß die Sozialversicherung nicht gut genug ist ? Zitat:
Es ist gestaffelt. Angeblich kriegt der Arzt ab einer gewissen Anzahl an Besuchen nichts mehr. Übrigens, zahlst du auch die 5 Euro Rezeptgebühr pro Medikamentenpackung, oder ist das dann gratis ? Und sind diese 20% betragsmäßig begrenzt ? Und zahlt man zb. als chronisch Kranker nichts ? Zitat:
Wenn man sich nach den Minimalstandards richtet, ist vieles gut genug. Es gibt aber Situationen, wo man wirklich einen Experten benötigt, weil keiner mehr helfen kann. Wenn du mal in so einer Situation bist, dann wirst du vielleicht anders denken. Marktwirtschaft heisst nicht, daß alles immer gleich billig ist. Sondern auch, daß außergewöhnliche Leistungen und Qualität auch mehr kostet. Wenn man das nicht bezahlt, führt das eben zu einer Abwanderung hoch qualifizierter Kräfte. Marktwirtschaft hat manchmal auch Vorteile für den Mitarbeiter, nicht immer nur fürs Unternehmen. Wieder eine bewußte Auslassung? Ein zwangsmäßig und zu 100% verstaatlichtes Gesundheitssystem wird die Lösung nicht sein. Die private Komponente gehört einfach auch dazu. Radikale Lösungen haben "Seiteneffekte", die man vorher vielleicht nicht bedacht hat. |
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#5 | |||
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Inventar
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Ort: NÖ
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Beiträge: 1.508
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Nochmals meine Lösungsansätze: 20% Selbstbehalt für alle Kassen, keine Höchstbeitragsgrundlage, wesentlich mehr Kassenverträge, selbstverständlich auch Einsparungen (zB. durch Zusammenlegung von Kassen). |
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