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| Fotografie & Bildbearbeitung Alles zum Thema digitale Fotografie und Nachbearbeitung |
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#10 | |
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Inventar
![]() Registriert seit: 03.09.2000
Beiträge: 4.010
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Zitat:
Es ist nun mal ein physikalisches Gesetz - und da kann auch Olympus nichts dagegen machen - dass die Schärfentiefe von mehreren Faktoren abhängig ist. Und zwar spielen ausschließlich die Brennweite und die verwendete Blende eine Rolle, wenn es darum geht, festzulegen, von wo bis wohin der Schärfebereich verläuft. Dabei gilt: je kürzer die Brennweite, umso größer die Schärfentiefe und je kleiner die Blende, umso größer die Schärfentiefe - und in beiden Fällen gilt: vice versa. Das Sensorformat - oder besser: der Crop-Faktor - spielt hier, rein technisch betrachtet, KEINE Rolle. Es gilt immer die Brennweite UND die Blende. Nur ....: Der Crop-Faktor zwingt nun mal dazu, die Brennweite zu verkürzen, um auf den selben Bildausschnitt zu kommen. Und wie wir jetzt wissen, steigt die Schärfentiefe mit der Verkürzung der Brennweite an. Was so viel bedeutet, als dass beim selben Ausschnitt und gleicher Blende (!) das selbe Bild auf einer Vollformat-Kamera mit einer längeren Brennweite aufgenommen werden kann, wodurch die Schärfentiefe eben sinkt (das Motiv wird besser freigestellt) als bei einer Crop-Kamera. Und der Effekt der zunehmenden Schärfentiefe ist umso größer (weil die Brennweite eben umso kürzer ist), je größer der Crop-Faktor ist. Da Olympus nun mal einen Crop-Faktor von 2 hat (Canon 1.6 bzw 1.3, Nikon 1.5), ist die Schärfentiefe bei Olympus naturgemäß am Größten (oder anders gesagt: das Freistellen ist dort am Schwierigsten). Dagegensteuern kann man dadurch, dass man die Lichtstärke erhöht - weil (siehe oben) eine größere Blende nun mal die Schärfentiefe verringert. Aber wie sieht es jetzt aus, wenn ich ein Objektiv habe, das eine Lichtstärke von 1.2 hat? Wie müsste jetzt ein Objektiv von Olympus für den 2-fachen Crop-Faktor gebaut sein, um die selbe Schärfentiefe zu erreichen wie beim besagten 1.2er Objektiv an einer 1.5-fachen Crop-Kamera. Oder gar an einer Vollformat-Kamera? Ich bezweifle, dass Olympus derartig lichtstarke Objektive im Programm hat, um den Nachteil der erhöhten Schärfentiefe auszugleichen! ![]() PS: Natürlich gibt es auch Situationen, wo man die erhöhte Schärfentiefe für sich nutzen kann - beispielsweise bei Makroaufnahmen. Es ist dahere ein Abwägen, was man häufiger benötigt oder was einem weniger stört.
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Für ein friedliches Zusammenleben im Forum werde ich ab sofort keine Trolle mehr füttern, und zwar unabhängig von der Sinnhaftigkeit ihrer Wortmeldungen. |
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