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| So fliegt man richtig! Fragen, Antworten, Diskussionen zum Fliegen von Jets im FS |
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#31 |
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Jr. Member
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Beiträge: 76
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Hallo Piloten,
eins vorab: Ich möchte hier nicht spekulieren! Ich stimme dem zu, was Peter Guth und MarkusV schon weiter oben gesagt haben. Menschliches Versagen wird immer gerne als Grund für einen Fehlerfall angenommen, vor allem, wenn die Angeklagten sich nicht mehr verteidigen können. Die Medien sind weniger an der Information interessiert als an der Sensation, die die Auflage steigert. Und wenn dann noch Ausländer aus dem Osten dabei sind ... Noch eine Anmerkung: Ich hatte bisher nur einmal das Vergnügen mit Crossair, ohne Probleme. Von Kollegen, die öfters eine bestimmte Strecke fliegen, habe ich gehört, dass es häufiger Verspätungen und Ausfälle wegen technischer Probleme gab. -Ohne Wertung- Was sagt denn der Flugschreiber dazu? Hat den noch niemand befragt? Dann würde wenigstens die Spekulation aufhören "hat sich um 90° gedreht ... das Ruder nach rechts ... Steuerhorn nach vorn ..." Schon möglich, aber die Flugdaten müßten das doch belegen oder widerlegen können. Im übrigen tut es gut, wenn ein paar Profis das Thema versachlichen, denn der Presse kann man nicht alles glauben (siehe oben). Guten Flug Cliff |
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#32 |
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Master
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Alter: 70
Beiträge: 520
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Hallo Cliff
In einem Beitrag weiter oben habe ich die Internetadresse angegeben, auf welcher Du den ausführlichen AMTLICHEN Zwischenbericht lesen kannst. Flugschreiber-Auswertungen sind sehr ausführlich beschrieben... und kein technischer Defekt feststellbar. Gruss: Hugo |
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#33 |
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Elite
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Beiträge: 1.328
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Hallo!
Der erste Zwischenbericht ist ja unter einer schon genannten Adresse verfügbar. Der enthält sowieso bereits die Auswertung des Schreibers. Das Problem liegt auch darin, dass der Flugschreiber nicht immer 100%igen Aufschluß geben kann. Deshalb kann man auch nicht mehr sagen, das wäre auch wieder Spekulation. Es wäre auch falsch zu denken dass die Verspätungen aufgrund von Wartungsarbeiten irgendwas mit dem techn, Zustand des Flugzeuges zu tun haben. Irgendwann muß die Technik halt ran. Das kann auch zB deshalb sein weil ein Hatrack nicht ordentlich zu geht oder die elektropumpe der Klospülung nicht funktioniert. Solche Probleme können auftreten und müssen so schnell wie möglich gerichtet werden. Auch wenn sie nicht direkt mit der Sicherheit des Flugbetriebes zu tun haben. Also schauen wies weitergeht und hoffen, dass sowas nicht so schnell wieder passiert. Grüße |
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#34 |
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Jr. Member
![]() Registriert seit: 05.12.1999
Beiträge: 76
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danke für den Hinweis, hatte ich glatt übersehen! Also, schaun mer mal ...
Cliff |
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#35 |
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Master
![]() Registriert seit: 16.03.2000
Alter: 70
Beiträge: 520
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Hallo Leo und Cliff
Ich glaube, das mit den ewigen Verspätungen mit den schweizer Fluggesellschaften hat weniger mit technischen Problemen zu tun, als mit der ewigen Überlastung des schweizer Luftraumes, zu engen Korridoren usw. Aber soviel ich gelesen hatte, solls, Dank Neuorganisation des Luftraumes, auf diesen Sommer besser werden. Gruss: Hugo |
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#36 |
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Newbie
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Beiträge: 10
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Hallo Piloten
Nach der Darstellung von Matthias Schmid, dem für Flugsicherheit zuständige Crossair-Mann, spielten sich die Ereignisse auf dem Nachtflug von Kairo nach Basel wie folgt ab: Der Pilot der mit 156 Insassen besetzten MD83 stellte vor dem Start in Kairo mitten in der Nacht zum Sonntag fest, dass eine Frachtrüre nicht richtig verschlossen war. Zweimal liess er das ägyptische Ladepersonal nachsehen, ab die Tür verschlossen iss. Da dieses jeweils versicherte, das die Türverschlossen war, startete er in der Annahme, es handle sich um eine Fehlanzeige. Das Reglement lässt laut Schmid dieses Vorgehen zu. Nach dem Start stellte der Pilot fest, dass er den Druck in der Kabine nicht aufbauen konnte. Eine Rückkehr nach Kairo kam wegen des zu hohen Gewichts nicht in Frage. Deshalb setzte der Pilot seinen Flug in niedriger Höhe von 10'000 Fuss fort und entschloss sich zu eine Landung in Heraklion, Kreta. Nach der Landung konnte man nach mehrmaligem zählen feststellen, dass alle Gepäckstücke noch vorhanden waren. Aus der offenen Tür hing dafür ein Frachtnetz heraus, das ein Loch in die Aussnhaut des Flugzeugs schlug. Wie kann man bloss starten, wenn eine Warnlampe meldet, dass eine Tür nicht richtig verriegelt ist?!? Es hätte viel schlimmer kommen können!! Merkwürdiger Stand der Technik... Züe können auch nicht einfach abfahren, bevor die rote Meldelampe für die Türschliessung erlischt. Die Zürcher S-Bahn-Züge können sich gar nicht in Bewegung setzten, wenn eine der vielen Türen nicht völlig verschlossen ist - eine Fahrsperre verhindert dass. Sogar Stadtbusse haben solche Fahrsperren! MfG Michel Verde |
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#37 |
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Veteran
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Beiträge: 323
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Siehste, da isses wieder, dass der PIC für alles verantwortlich ist. Nämlich nicht nur für die Flugsicherheit, sondern auch für den weiteren Umlauf der Maschine. Fällt sie aus, gibt es Stress. "Muss das denn sein, das Sie wegen solch einer Lappalie den Flug nicht antreten". So oder ähnlich klingen die Fragen der jungen, dynamischen Kaufleute und Manager der Airline, alle im karierten BOSS Designeranzug und alle wissend: das einzige, was hier im Laden stört, ist der Flugbetrieb, die Passagiere und letztendlich die Piloten...
So, und dann erliegt der PIC diesem dumpfen Druck im Unterbewußtsein, es wird schon gehen, es muß gehen, man pfriemelt sich nach Hause... Und was passiert real und auch im Simulator: es geht eben nicht, wenn man Proceduren und Standards nicht einhält. Hier beginnt, zumindest nach meiner "brutalen" Arbeitsauffassung (hat mich schon Abmahnungen gekostet) das Durchsetzungsvermögen des PIC und der Flightcrew: Der Vogel bleibt stehen. Schluß, aus, keine Kompromisse. Und wenn eine Frachtraum-Doorwarninglamp aufleuchtet, obwohl der Lümmel vom Ground flapsig sagt, da ist nichts: der Vogel bleibt stehen. Schluss Aus. Und dann besorgen mir die jungen dynamischen Manager erst zwei (in Worten Zwei) kompentente Flugzweugtechniker, die einen detaillierten Check dieser u.U. lebensgefährlichen Störmeldung durchführen und mir schriftlich bestätigen, dass es danach geht. Solange bleibe ich am Boden. Und wenn die Paxe dadurch pro Kopf für 500DM Kaviar auf Kosten der Airline futtern oder im Hilton nächtigen. Aber ich entscheide als PIC auch, das man den Flug bei einem defektem Klo fortsetzt bzw. durchführt, solange dadurch AUCH FÜR MICH keine Gefahr besteht. Und meine Audwahlkriterien werden immer anspruchsvoller und die meiner FO auch. Kein Blatt vor den Mund, fair aber sicherheitsbewußt sein. Und genau hier setzt oftmals der Faktor Angst ein. Angst vor den dynamischen jungen Herren im Designeranzug, Angst vor dem weiteren Verlauf der Karriere. Und dann pfriemelt man los, oft klappt es, man wiegt sich zunehmend in Sicherheit und einmal liegt man dann mit den Rädern nach oben in der Wiese (in der Holzkiste). Siehe Fallbeispiel... Gruss Peter Guth |
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#38 |
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Veteran
![]() Registriert seit: 11.12.1999
Beiträge: 268
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Peter
<<<. Und wenn eine Frachtraum-Doorwarninglamp aufleuchtet, obwohl der Lümmel vom Ground flapsig sagt, da ist nichts: der Vogel bleibt stehen. Schluss Aus.<<< ich verstehe einfach nicht, warum nicht einer der zwei Piloten aussteigt und selbst nachsieht. Ob ein Abtrenn-Netz heraushängt, würder er dann SEHR rasch sehen..... Peter |
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#39 |
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Veteran
Registriert seit: 10.10.1999
Alter: 67
Beiträge: 287
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Frachtraumtür
Siehe nach bei Stanley Stewarts Buch. Seite 119, DC 10 über Paris. Verlag : Bernd und Graefe |
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