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![]() Registriert seit: 15.10.2001
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Zitat:
die juden des mittelalters kamen primär im 8.jhdt. nach mitteleuropa. sie kamen als händler, hatten also gar kein handwerk gelernt. in ihrer geschichte blieben sie ihrem händlerdasein treu und bildeten in europa handelsstützpunke wo sie waren aus dem nahen osten mit jenen aus unseren breitengraden (ua. natürlich auch monetär) tauschten. die juden europas waren also keine handwerker waren folglich auch gar nicht interessiert in irgendwelche zünfte einzutreten, da sie nicht dem produziernden gewerbe angehörten. juden durften sehr wohl mit den zünften handeln, sie duften nur nicht selbst produzieren, was sie in den meisten fällen auch nicht wirklich störte, da die wenigsten händler selbst produzieren ... das thema rechtlicher schutz hat primär wenig mit den zünften zu tun, sondern vielmehr mit dem thema religion: kaiserlicher (somit rechtlicher) schutz stand nur christen zu (ein modernes bürgerliches gesetz gibt es in österreich seit 1804). es wäre jedem juden freigestanden den gauben zu wechseln. dass dies in einer welt die von glaubensfreiheit noch nichts gehört hatte vielleicht die bessere alternative als jene trotzhaltung gewesen wäre liegt eigentlich auf der hand (im übrigen wäre es auch jedem konvertierten juden freigestanden einer zunft beizutreten). man kann jetzt natürlich über die intolerante kath. kirche herziehen und, dass also eigentlich primär diese hinter einschränkungen und verfolgungen der juden im mittelalter steckt, sollte dabei aber folgendes bedenken: wer sich einmal mit der jüdischen religion auseinandergesetzt hat weiss, dass diese genau gleich intolerant war und heute noch ist! das judentum hielt damals genau gleich wenig von religionsfreiheit und ähnlichen modernen ideen und tut es zum grossteil heute noch. es ist auch zb. einem gläubigen juden nicht gestattet eine andersgläubige zu heiraten usw. intoleranz und feindseligkeiten bestanden definitiv beiderseitig, mit dem einzigen unterschied, dass die kath. kirche in mitteleuropa eben potenter agierten konnte. das problem der juden im mittelalter war sicher, dass sie sich permanent weigerten, sich in die bestehende christlich-abendländische kultur zu integrieren. da sie sich selbst als das volk gottes (also etwas besseres als die anderen) sahen, und der erstarkenden kath. kirche des mittelalters somit trotzen, hatten sie sich einen starken feind geschaffen. die fugger und die medici begründeten ihren reichtum auch auf handel (jakob fugger wurde nicht durch die weberzunft reich!), was in deinem kommentar so vielleicht nicht herauszulesen ist. dass banken nicht gerade beliebt sind erfuhren auch die fugger in ihrem ständigen zwist mit der kirche ("zinsen sind unchristlich", im übrigen heute noch in einigen islamischen staaten üblich: "zinsen sind unislamisch"). ähnlich erging es den juden, die auch früh erste banken-zusammenschlüsse gründeten. thema zwangsarbeit: ist frontdienst oder russisches arbeitslager kein zwangsdienst?
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"Geschichte sind die Lügen auf die man sich geeinigt hat." Napoleon Bonaparte. |
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