naja, das WTC mit seinen tausenden Toten war wohl schon ein bisserl mehr als eine "Provokation", oder?
Ich bin sicherlich kein großer Freund der "typischen" Amis, aber man muss auch sehen, dass in diesem Land sehr viele verschiedene Menschen eigentlich recht friedlich miteinander/nebeneinander leben. Ich kann wenn ich dort bin z.B. auch öffentlich massive Kritik am System, an der Regierung oder an Politikern üben - ohne dass ich dafür gleich eingesperrt werde. In Afghanistan reicht es vielleicht schon wenn ich keinen Bart habe, oder einem der "Religionswächter" nicht passe, dass ich geschlagen (oder mehr) werde - über das was mit Frauen dort passiert, brauch ma glaub ich auch nicht diskutieren. Für den Großteil der afghanischen Bevölkerung kann es eigentlich nur besser werden - durch den Krieg wird sicherlich nunmehr auch verstärkt humanitär geholfen (werden).
Dass an den Ursachen für das ganze Dilemma die USA, Russland, wenn wir noch weiter zurückgehen sicherlich auch irgendwie die "großen" europäischen Kolonialmächte schuld sind, ist klar. Aber was jetzt tun? Ein freundliches Gespräch nach den Anschlägen unter dem Motto "geh seid's doch ned so & macht's das bitte nie wieder" wäre wohl auch nicht das Richtige gewesen...
PS: das mit dem Reisen ist sicher lästig. Zerst muss man mal klar machen, dass man kein Ami ist, sondern aus Europa kommt, und dann muss man auch noch klarstellen, dass man kein Deutscher ist, sondern aus Österreich kommt - dann klappt's zumeist auch mit der Gastfreundschaft
