Aldi-PC-Hersteller in USA vor Durchbruch
Seit kurzem verkauft das Unternehmen Personalcomputer über Best Buy, eine der größten amerikanischen Handelsketten für PC, bisher vertrieb Medion seine Computer in den USA über kleinere Ketten.
Analysten halten den Abschluss für bedeutend: Best Buy könne der Durchbruch für Medion in den USA sein. Bei der Best Buy-Bestellung handelt es sich vorerst um einen kleineren Auftrag, mit dem die Handelskette den neuen Lieferanten offenbar testen will.
Der Essener Konzern, der vor allem mit dem Aldi-PC bekannt wurde, strebt die USA als einen wichtigen Markt für künftiges Wachstum an. In den Staaten ist Medion seit 2001 aktiv, in diesem Jahr soll der Umsatz dort von 57 Mio. Euro auf 100 bis 150 Mio. Euro steigen. Ein Vertrag mit Best Buy würde Medion dem angestrebten Ziel näher bringen, dazu müsste jedoch zunächst der Testauftrag erfolgreich überstanden werden. Üblicherweise bekomme Medion nach zwei kleineren Testbestellungen einen größeren Auftrag, so der Analyst bei der Investmentbank WestLB Panmure, Wolfgang Fickus gegenüber der FTD. Daher werde es im Fall von Best Buy noch sechs bis neun Monate dauern, bis sich herausstellt, ob Medion der ganz große Wurf gelungen sei.
Medion liefert preisgünstige PC, TV- und andere Elektronikgeräte in großen Stückzahlen an Handelsketten wie Aldi, Plus oder den französischen Konzern Carrefour. Nach eingegangener Bestellung einer Handelskette lässt Medion die Geräte in Billiglohnländern fertigen und kann somit Lagerkosten einsparen. Dieses Geschäftsmodell ist vor allem im PC-Markt erfolgreich: In den Monaten Januar bis März konnte Medion offenbar 230.000 PC und Notebooks in Deutschland verkaufen.
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