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Alt 06.02.2001, 23:49   #11
enjoy2
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Standard

jede Medaille hat ihre Kehrseite....

mit enormen Arbeitseifer ist überall viel Geld zu verdienen, ob dies ein Lebensziel sein soll muß jeder selbst entscheiden.

Enjoy

PS: auf Bohrinsel in der Nordsee läßt sich sehr viel Geld verdienen, ist aber kein Honiglecken
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Alt 07.02.2001, 00:31   #12
Tarjan
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Ich kann mich da LOM´s Meinung nur anschließen. Ein Arbeitskollege hat die Firma gewechselt und verdiehnt jetzt um einiges mehr. Allerdings wurde er für Februar gleich für 260 Stunden verplant.

@Satan: Die Abwanderung ist schon ein Problem, nur ohne Weiterbildung geht es in der EDV Branche halt nicht mehr. Und viele Firmen haben ja sowiso schon Ausbildungsvereinbarungen, obwohl sehr viel die auch nicht bringen.

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Die Dinge in unserem Universum sind, wie sie sind, weil wir sonst nicht da währen, sie zu bemerken.
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Alt 07.02.2001, 20:34   #13
Satan_666
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@tarjan
Ich geb Dir schon recht; aber solange die Telekommunikationsbranche reine Fantasiepreise zahlt, hast ein Problem. Nur, was halt die wenigsten wissen (siehe Beitrag vom LoM), ist hier eine Üst-Pauschale dabei und Du bekommst keinen Schilling extra für eine Mehrstunde; dafür verpflichtest Du Dich, soviele Stunden zu leisten, damit die Arbeit fertig wird. Und denen fällt ganz schön viel ein....



Trotzdem: es fehlen jede Menge qualifizierte Fachleute! Weil eine Ausbildung alleine noch keinen Fachmann macht....

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Alt 07.02.2001, 23:49   #14
Tarjan
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Tjs die Überstundenpauschalierungen sind wiederum die moderne Art des Lohndumping. Aber dessen muß man sich halt bewußt sein, bevor man in dieser Firma zum arbeiten anfangt.

Und wieviele Fachleute wirklich fehlen? Nun es ist sicher ein Engpass vorhanden, aber vieles finde ich einfach übertrieben. Irgendwo habe ich mal die Zahl 75.000 gelesehn, das ist reine Fantasterei. Meiner Meinung schreihen halt die Firmen etwas lauter, um mehr auf sich aufmerksam zu machen.

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Alt 09.02.2001, 00:01   #15
The_Lord_of_Midnight
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> Tjs die Überstundenpauschalierungen sind wiederum die moderne Art des Lohndumping

Nur daß das in Wahrheit ungesetzlich ist. Denn wenn das Überstundenpauschale der Realität nicht entspricht muß es entweder angehoben werden oder die Überstunden reduziert werden. Jedenfalls müssen Überstunden die langfristig gesehen über dem Pauschale sind sehr wohl bezahlt werden. Gesetzlich in Ordnung ist das ganze nur, wenn es sich ausgleicht.

Aber egal wie es jetzt ist, über längere Zeiträume ist es sicher nicht gut, wenn man sich bis zum letzten selbst ausquetscht oder von anderen ausgebeutet wird. Ich hab überhaupt kein Mitleid mit Firmen, die kein Geld in die Ausbildung der Mitarbeiter investieren. Wenn sie nicht wollen, dann sollen sie es halt bleiben lassen, dann wird ein anderer mit ausreichenden Resourcen und der passenden Qualfikation die Projekte übernehmen.

Aber laut schreien, um möglichst viele billige Arbeitskräfte zu bekommen ist sicher nicht die Lösung. Denn die wirklich qualifizerten Leute in Ländern wie Indien sind längst abgewandert. Ein so großes Potential gibts dort auch wieder nicht, denn der weltweite Bedarf an "mobilen" Mitarbeitern ist sicher nicht klein.

Ich kann nur jedem sagen, der sich über fehlende Qualifikation beklagt: Ausbilden, ausbilden und nochmals ausbilden. Man muß ja nicht alles in bezahlten Kursen machen, man kann sich teilweise auch autodidaktisch fortbilden oder von Kollegen lernen: Sharing Best Practices ist z.B. ein passendes Management-Instrument dafür.


[Dieser Beitrag wurde von The_Lord_of_Midnight am 09. Februar 2001 editiert.]
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Alt 09.02.2001, 20:38   #16
mankra
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Hi
Hab mir gerade eure Beiträge so durchgelesen.
Ich glaub auch, das die Zahl in Wirklichkeit nicht so hoch ist, sonst würde eben mehr bezahlt werden.
Hauptsächlich fehlt es eben an wirklichen Freaks und eben nicht an 0815 Coder.
Nun es stimmt schon, ich wäre auch lieber im geheizten Büro, jeden Tag zuhause. Ich kann es mir aber nicht leisten, ein Studium zu beginnen, um dann in ein paar Jahren weniger als heute zu verdienen.
Ich finde sicher nicht, das ein Anfangsgehalt von 30.000 brutto nach einen Studium angemessen ist.
In der Zeit bis jemand ein Studium abgeschlossen hab, hab ich über 2.000.000 verdient.
Wenn ich früher über div. Geldanlagen bescheidgewußt hätte, dann würde allein die jährlichen Erträge mehr ausmachen als ein Studiumabgänger verdient.
Mich würde ein Berufswechsel in die EDV Branche sehr interressieren, aber mit meinen Qualifikationen, bekommt man ein Bruttogehalt von 16.000 - 18.500 ATS.
Das ist zuwenig. Ich würde sofort wechseln, wenn ich mit ca. 20.000 netto ( dann sind wir wieder bei den 30.000 brutto) beginnen könnte, auch mit einer Bindung an der Fa. in eine Weiterbildung investiert. So eine Fa. findet sich aber nicht so leicht
Wegen den "Spesen":
Ich bekomme Firmenbus, Übernächtigung mit Frühstück gestellt, also bleiben nicht viele Umkosten übrig. Essen muß ich auch zuhause.
Und ich verbrauche auch im Wirtshaus nicht viel, sicher nicht mehr, als wenn ich zuhause wäre. Und ich weiß schon, das nur das zählt was übrig bleibt.
Abschließend will ich sagen:
Ich will niemand angreifen, und jeder muß wissen was er tut, aber für mich ist die Bezahlung zuwenig, das sich eine Ausbildung und Umstieg auszahlen würde. Und ich bin da nicht allein, die so denken.
Meine Grundaussage war einfach, wenn ich zuwenig Personal finde, dann muß ich eben mehr bezahlen, dann findet sich auch jemand.
Natürlich muß es sich für die Fa. rechnen.
Oder sie wollen soviele Spezies, das das Lohnniveu noch weiter fällt?
cu

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Alt 09.02.2001, 21:00   #17
Satan_666
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Scheinbar kann ich mich glücklich schätzen, in einer Firma zu arbeiten, die sehr wohl auf die Ausbildung ihrer Mitarbeiter großen Wert legt. So ist es bei uns absolut keine Ausnahme, wenn jemand durchgehend wochenweise geschult wird und man so weit gebrachgt wird, dass man in manchen Gebieten die diversesten Zertifizierungen ablegt (was sich dann wiederum positiv auf's Gehalt auswirkt), nur um am aktuellen Stand der Dinge zu sein.

Und? Was hilft's?? Sobald diese Mitarbeiter auch nur ein halbes Jahr in irgend einem Projekt Erfahrung gesammelt haben, sind sie weg! Eh klar, der Abwerber braucht ja die Kurskosten nicht zu zahlen. Und die Ausbildungsvereinbarung, die man als Mitarbeiter unterschreibt, decken ja auch nur die reinen Kosten des Kurses ab; dass das Gehalt weiterläuft (auch während der Zeit, wo auf ein Projekt gewartet wird), ist nämlich nicht einforderbar! Ist auch eine Sache der Ehrlichkeit, finde ich; nur beim Geld hört scheinbar die Ehrlichkeit auf.....



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Alt 10.02.2001, 00:21   #18
The_Lord_of_Midnight
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Prinzipiell widerspreche ich dir nicht mankra, da ist schon viel wahres dran. Nur das Problem ist, daß die hohen Gehälter für einfache Angestellte nicht drin sind. Das hat sicher auch Gründe beim Kunden, denn wenn man massenweise hohe Gehälter zahlen würde, wären die Preise auch entsprechend, was die Konkurrenzfähigkeit gefährdet. Wenn man wirklich absahnen will, muss man schon Personalverantwortung tragen, meine ich.

Meinst du wirklich, daß du nach einem Studium plötzlich alles niederreissen kannst und die anderen nur noch Spielbälle deiner Macht sind ?

Vom Gehalt her: Du kannst eine statische Zahl nicht mit jahrelanger praktischer Erfahrung vergleichen, das ist doch sinnlos. Oder möchtest du sofort beim ersten Monatsgehalt 2 Millionen Schilling abcashen ? Wenn du aber das Gesamteinkommen des Berufslebens vergleichst, zahlt es sich schon aus, eine Universität zu besuchen. Ganz falsch ist es aber anzunehmen, daß unbedingt alle Studenten mehr als alle nicht-studierten verdienen müssen. Da machst du dir die ganze Sache zu einfach, finde ich. Da musst du schauen, ob du noch ein kommunistisches Land findest, wenn du nur die Papierform bewerten willst und nicht die wahre Leistung !


[Dieser Beitrag wurde von The_Lord_of_Midnight am 10. Februar 2001 editiert.]
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Alt 10.02.2001, 00:23   #19
Tarjan
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@LOM: In meiner Firma fließt gottseidank Mehrleistungen auch bei Überstundenpauschalierung in den Zeitausgleichsplustopf hinein (obwohl bei uns nur sehr wenige eine Pauschalierung haben). Doch bei vielen Firmen sieht die Lage leider anders aus. Mir erscheint die Pauschale sowiso kontraproduktiv, da viele natürlich versuchen, wenn möglich natürlich weniger Stunden zu machen.

@mankra: Bei dem Anfangsgehalt bleibt es ja bei entsprechender Leistung nicht. Gerade in der Softwareentwicklung sind da durchaus höhere Gehaltserhöhungen drinnen. Verständlich ist natürlich auch dein einwand jetzt nicht mehr umzulernen. Ich würde das erlichgesagt auch nicht.

@Satan_666: Nun, auch ich bin in der glücklichen Lage mich über die Firma weiterbilden zu können (komme gerade von einen dreitägigen Seminar ). Aber auch bei uns ist die Fluktuation sehr groß. Scheint auch eine Nebenwirkung der Technikernachfrage zu sein. Dabei ist natürlich klar, dass kleiner Firmen höhre Gehälter zahlen können als größere, da dort der Verwaltungsaufwand nicht so groß ist.
Das Gehalt bei den Ausbildungsvereinbarungen hinzuzurechnen ist aber in Österreich nicht erlaubt. Die Ausbildungsvereinbarung dient ja nur der Abdeckung der Kurskosten. Und für Standzeiten zwischen Projekten können die Mitarbeiter (in den meisten Fällen) ja nichts, also hier Gehalt nachzufordern währe nicht gerade die feine Art (ist ja auch nicht möglich).

[Dieser Beitrag wurde von Tarjan am 10. Februar 2001 editiert.]
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Alt 10.02.2001, 05:01   #20
fran
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Hallo

Wenn man Universalgenies sucht, wird man sie nicht oder sehr selten unter den Uni-Absolventen finden. Bedingt durch die derzeitige Situation gehen daraus bestenfalls Fachleute hervor, die sich auf einem sehr schmalen Grat wirklich auskennen. Ich habe selbst studiert und kenne die Gesinnung vieler Studenten, denen es lediglich um ein rasches Durchziehen aller Prüfungen geht, um danach mit einem Abschluss, der nicht mehr als sein Papier wert ist, zu glänzen. Dies soll nun kein Vorwurf an die Studenten sein - denn krank ist das System; und wenn der Staat schon nicht bereit ist, in bessere Ausbildungsbedingungen zu investieren, wer dann? Firmen als Sponsoren finden sich dagegen nur, wenn sie sich einen unmittelbaren Nutzen davon versprechen (bezahlte Diplomarbeiten), was auch verständlich ist - nur darf man nicht erwarten, Früchte ernten zu können, wenn man auf die Aussaat vergisst. Die Situation wird sich wahrscheinlich noch verschlimmern. Denn wenn man jetzt fast panikartig versucht, schnell sehr viele IT-Experten heranzuzüchten, wird man in einigen Jahren zwar ernten können, aber die Anforderungen werden dann wieder andere sein, und viele werden diese Richtung nur einschlagen, weil Bedarf herrscht, aber nicht, weil sie sich auch wirklich dafür interessieren.

Oft sind es aber gerade ambitionierte Anwender und Autodidakte, die auch das nötige Interesse mitbringen würden, denen man aber kaum die Chance gibt,
auch einzusteigen (siehe finanzielle Situation von @mankra). Hier könnten Firmen durchaus aktiv werden - denn über die Förderung von "Nichtexperten" könnte man in manchen Fällen rascher zur beiderseitigen Befriedigung finden - als wenn man auf Absolventen wartet, wo man sich dann eben die "Rosinen" herauspiken möchte.

Bildung hat - oft im Unterschied zur Ausbildung - in erster Linie mit Interesse zu tun. Finanzielle Gründe dürften niemals die Ursache sein, um einen Bildungsweg nicht gehen zu können. Aber das scheint Theorie - eine Lösung für die Praxis - gibt es sie?

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-- eof --
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