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Alt 21.06.2010, 10:16   #1
Don Manuel
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Der Unterschied zu Kuba oder Saudi Arabien ist doch wirklich derart vielfältig, und die dortige gegenwärtige Situation zudem eng mit globalen Konzernen verwoben. Lou, hier ist Deine Polemik absolut nichtssagend.
Kuba ist allerdings insofern interessant, als die dortige Situation die Antwort auf die zuvor stattfindende Ausbeutung durch Konzerne ist. Wobei eine Revolution meistens kaum Besserungen bringt. Autoritäre Demagogen, die sich kommunistisch nennen, Diktatoren, Massenmörder - es gab schlicht noch nirgends auf der Welt ein einziges Land in dem volldemokratisch auch nur ansatzweise Kommunismus realisiert wurde. Dafür lässt sich der Werdegang der sogenannten kommunistischen Dikatoren wunderbar mit entsprechenden Geldflüssen von Kapitalisten nachweisen.
Wusstest Du z.B., dass Lenin von Deutschen Aristokraten und Industriellen gesponsert wurde, und zwar bis er wirklich seine sogenannte Revolution durchgeführt hatte?
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Alt 21.06.2010, 11:00   #2
LouCypher
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ich will damit nur ausdrücken das es kein alternatives system geschafft hat auch nur annährend einen vergleichbaren lebensstandard aufzubauen (china könnte dies eventuell schaffen wenns nicht auseinanderfällt). Letztendlich zählt wie sich systeme in der praxis bewähren nicht wie sie gedacht sind.

Kapitalismus ist ein system das unserer natur entspricht, jeder will glücklich sein und ist bereit für sachen die ihn glücklicher machen mehr leistung zu erbringen als für sachen die ihn weniger glücklich machen.

Unsere demokratieumsetzung hat ja auch ihre probleme, wenn du dir ansiehst wie politiker eigentlich gegen die interessen der eigenen bevölkerung arbeiten nur um wiedergewählt zu werden. Dennoch geht uns verdammt gut und ich möchte mit keinen anderen REAL existierenden system tauschen.
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LouCypher
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Alt 21.06.2010, 11:05   #3
Don Manuel
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Das stimmt ja alles, nur vergisst Du, auf wieviel Elend andernorts unser schöner Wohlstand aufbaut. Würden unsere Konzerne nur uns ausbeuten, sähe es etwas anders aus. Dann hätten wir zwar diese geldadeligen Feudalstrukturen, nur wären nur mehr wir die Sklaven. Daher muss unser dominierendes und scheinbar so wohltuend erfolgreiches System global betrachtet werden. In Summe leiden darunter mehr als davon profitieren. Sind wohl alle modernen Sklaven selber schuld, oder was?
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Alt 21.06.2010, 14:22   #4
LouCypher
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[quote=Don Manuel;2419233 Sind wohl alle modernen Sklaven selber schuld, oder was?[/quote]

damit legst du mir eine provokante aussage vor auf die ich gerne eingehe aber erst morgen jetzt hab ich einen termin.
____________________________________
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LouCypher
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Alt 22.06.2010, 10:43   #5
Don Manuel
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Du wirst es nicht glauben, aber selbst Dein erster Satz entspricht im wesentlichen meiner Auffassung: auch ich halte die Privatwirtschaft für eine wichtige und gute Sache.
Allerdings sind für mich globale Konzerne nicht mehr in einen Topf zu werfen mit Klein- und Mittelbetrieben.
Die können ganze Staaten kaufen und haben ihren Mitarbeitern gegenüber doch erheblich weniger Verantwortung. Wenn sie aber ganze Staaten kontrollieren können, sind sie wesentlicher Teil des Problems, das Du in Deinem letzten Absatz beschreibst.
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Alt 22.06.2010, 23:12   #6
The_Lord_of_Midnight
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Es ist einfach tragisch, daß alle Politiker dieser Welt offensichtlich mittlerweile mitbekommen haben, daß sie alleine gegen weltweite Konzerne nichts ausrichten können.
Aber aus irgendeinem Grund sind sie nicht bereit dazu, ihr eigenes Ego zurückzustellen, zum Wohle der Leute, die sie eigentlich gewählt haben und sie für den Rest ihres Lebens fast schon unanständig versorgen.
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Alt 23.06.2010, 07:50   #7
Don Manuel
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Solange "Lobbying" sich auch in der EU massiv ausbreitet und in den USA alles dominiert, kann ich mir vorstellen, dass die üppigen Zuwendungen des Amtes gar nicht der Hauptgewinn für unsere "gewählten Häupter" sind. Schon zur Amtszeit fließt manches, aber das Schlaraffenland winkt erst nachher, vorausgesetzt man hat noch im Amt die "richtige" Politik gemacht. Aber nicht einmal das scheint wesentlich, sieht man z.B. die schöne Karriere von Joschka Fischer, dem einstigen Paradegrünen, heute "Berater" von Nabucco und Siemens. Hier bedürfte es sowohl eines Verbotes von Lobbying, also dessen Bloßstellung als völlig undemokratische Konzernherrschaft, sowie eines Berufsverbotes für Politiker nach ihrer Amtszeit in der Industrie (eventuell via der vielgehassten "Politikerpension"?). Aber heute erscheint das realpolitisch leider völlig weltfremd.
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Alt 23.06.2010, 09:35   #8
LouCypher
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Zitat:
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Hier bedürfte es sowohl eines Verbotes von Lobbying, also dessen Bloßstellung als völlig undemokratische Konzernherrschaft, sowie eines Berufsverbotes für Politiker nach ihrer Amtszeit in der Industrie (eventuell via der vielgehassten "Politikerpension"?). Aber heute erscheint das realpolitisch leider völlig weltfremd.
ich denke du schiesst übers ziel hinaus, es ist durchaus im interesse aller wenn konzerne eine schnittstelle zur politik haben. Klar gibts hier auch machtmissbrauch und korruption aber es ist durchaus im nationalen interesse die größten arbeitgeber und steuerzahler im land zu behalten.

Politikergehälter sind imho für den arbeitsaufwand und den vollständigen verlust des privatlebens relativ gering. Sieht man ja wer bereit ist dafür zu arbeiten, ein ministerposten ist ja wirklich nur mehr ein sprungbrett für eine karriere in der privatwirtschaft.
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LouCypher
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Alt 23.06.2010, 08:47   #9
The_Lord_of_Midnight
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Ich kann mir natürlich auch sehr gut vorstellen, daß man da leicht schwach werden kann.
Selbst wenn man beruflich erfolgreich ist.
Wen würde das nicht reizen, wenn er z.b. einen Sitz im Nationalrat angeboten wird.
Man bekommt ein ordentliches Gehalt, praktisch garantiert für einige Jahre.
Wenn man sich nicht zu sehr exponiert und sich auf der Hinterbank ruhig verhält, dann schafft mans wahrscheinlich auch in eine zweite Legislaturperiode.
Und schon hat man lebenslangen Anspruch auf eine Nationalratspension.
Finanzielle Sorgen hat man dann eher nur noch, wenn man unter unkontrollierbarer Verschwendungssucht leidet.
Solche bedauernswerten Menschen gibts ja leider auch sehr viele in der heutigen Zeit.

Wie hoch ist derzeit das Gehalt des Nationalrates ?
Sieht man das irgendwo ?
Ich habe das auf die Schnelle nicht gefunden mit der Suchmaschine.

Wir die Nationalratspension sofort nach Ausscheiden aus dem Nachtionalrat ausbezahlt oder erst nach dem Erreichen des Pensionsalters, also mit 65 Jahren ?
Ich weiß, eine provokative Frage, aber das ist es ja, was sie uns als arbeitenden Steuerzahlen zumuten.

In diesem Lichte erscheint es gar nicht mehr so edel, wenn die "alte Garde" angeblich "den Jungen" Platz machen, weil jetzt eine neue Generation ans Ruder gelassen werden muss.
Ich unterstelle jedenfalls vielen von denen, daß sie freiwillig ausscheiden, weil sie bereits Anspruch auf die Politikerpension haben und gar nichts mehr arbeiten müssen, egal wie alt sie derzeit sind.
The_Lord_of_Midnight ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.06.2010, 09:00   #10
Don Manuel
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Ich habe aber von etwas anderem gesprochen: dem Politiker der nach seiner politischen Amtszeit dann im Konzern erst wirklich abhebt. Dagegen sind die Politikergehälter und -pensionen nur ein süßer Vorgeschmack.
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