Hallo zusammen!
Da wir uns in diesem Ordner über Jets unterhalten, können wir uns wohl auch auf solche Triebwerke beschränken. Ich würde folgende Unterteilung vorschlagen: alt und neu

.
Alt soll heißen, mit einer hydraulischen bzw. elektrisch-hydraulischen Triebwerksregelung. Hierbei ist der Kraftstoff selbst die Hydraulikflüssigkeit.
Neu soll heißen, mit elektronischer Regelung. Die z.Zt. modernste Bauweise nennt sich FADEC = Full Authority Digital Engine Control. Hierbei laufen keine mechanische Verbindungen (wie z.B. Seilzüge oder Hebel) von den Schubhebeln zu den Triebwerken, sondern es werden nur noch elektronische Signale an die Triebwerksregler/-computer weitergegeben.
Bei den althergebrachten Steuerungen (auch z.B. noch für die Rolls Royce der B-757 in einer älteren Ausführung) kann man durch vollständiges Vorschieben der Schubhebel die Triebwerke überlasten. In niedrigen Flughöhen führt das zu überhohen Drücken im Kompressor, Brennkammer und Turbine. In großen Höhen führt das zu Überdrehzahlen. Letzteres wird aber auch bei älteren Triebwerken schon durch "simple" Drehzahlbegrenzer verhindert. Je nach den Umständen kommt noch eine zu hohe Abgastemperatur hinzu.
Die FADEC Triebwerke verhindern, dass zu hohe Drücke, Drehzahlen und Temperaturen auftreten. Fliegt man einen der digitalen Airbusse (mit dem A-300 und A-310 kenne ich mich nicht aus) mit eingeschaltetem Autothrustsystem, so stehen die Schubhebel immer in einer Raste. Auch die Position für max. Schub, allgemein für den Start oder Go-Around (TOGA genannt) ist eine Raste, weiter nach vorn kann man die Schubhebel nicht bewegen. Auch nicht, wenn Autothrust einmal ausgeschaltet sein sollte.
Ich hoffe, das gibt in kurzen Worten einen Eindruck.
Happy landings!
HP