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| So fliegt man richtig! Fragen, Antworten, Diskussionen zum Fliegen von Jets im FS |
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#1 |
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Veteran
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HI Peter Hi auch an alle anderen
Ab wieviele Knoten IAS kann man eigentlich die Radbremse benutzen ohne das sie heiß wird ,da die Piste z.B. zimlich kurz ist und ich schon früh die Radbremsen betätigen musste um nich über die Piste hinaus zu rasen MfG Peter |
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#2 |
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Inventar
![]() Registriert seit: 23.11.1999
Alter: 66
Beiträge: 2.083
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Hallo Peter (Junior
)!Bist du mit einem Jet unterwegs und dir ist bekannt, dass die Runway nicht die längste ist, solltest du, wenn alle Räder Bodenkontakt haben, in jedem Fall erst einmal die Thrust Reverser (Umkehrschub) betätigen bis die Geschwindigkeit auf 60Kts reduziert ist. Zusätzlich kannst du noch die Spoiler auf den Tragflächen ausfahren, die eine zusätzliche Bremswirkung haben. Ab 60kts, wenn der Umkehrschub deaktiviert wird, kannst du dann die Fußbremsen einsetzen. Die Bremsen dürften aber wahrscheinlich in jedem Fall "warm" werden! ![]() Vielleicht war aber auch die Wahl der Runway nicht die richtige, wenn du so in die "Eisen" gehen musstest!? Also, Obacht! Gruß, Achim Of The North |
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#3 |
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Veteran
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HI Achim
Danke für den tipp also ich hab nach dem Bericht in dem jemand mit dem Anflug auf madeira probleme hatte ,den gleichen Anflug probiert und habe festgestellt das es trotz Spoiler und Umkehrschub verdammt eng wurde MfG Peter |
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#4 |
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Veteran
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Hi Peter!!!
Du musst natürlich auch darauf achten ,wo du landest. Landest du weit hinter der Touch Down Zone, hast du natürlich weniger Bahn um abzubremsen und bei einem Airport wie Madeira ist das natürlich schlecht! Gruß Benedikt |
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#5 |
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Veteran
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Beiträge: 323
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Noch etwas zur Realität, die aber auch im FS sehr gut dargestellt wird:
wer auf Madeira, FUNCHAL, landen will, muss wissen, das die dort zur Verfügung stehende effektive Runwaylänge nur 1550 Meter beträgt. Grundsätzlich darf ein Airliner davon nur 2/3 für Standardlandungen nutzen. Der Rest der Landebahn, zzgl. des Extension (Overrun) steht ausschließlich für Notfälle zur Verfügung. Aus diesem Grund können dort nur Jets landen, die auf Grund ihres Landegewichtes mit einer Stoppway von ca 1000 Meter auskommen. Solch eine Strecke ist EXTREM kurz. Da darf kein Meter verschenkt werden. Da kommt die 737 und natürlich die 757 rasch an das mögliche Limit. (wer mein Demovideo gesehen hat, versteht nun, warum ich personlich ziemlich tief angeflogen bin und "früh", möglichst noch vor der touch down Zone aufsetze. Sicherheit geht vor...) Bei der Landung auf Funchal schreibt das "airport briefing" folgende "Special Procedures and Operating Limitations" zum Bremsvorgang vor: Landung nur für Flugzeuge mit drei (tricycle) Landinggears, Autobreak Assistent muß auf maximale Bremsleistung geschaltet werden, Antiskid (ABS) auf höchste Bremsleistung stellen, mimimale Landing Speed, Touch Down allerspätestens am Ende der Balken Markierung... Also bedeutet dass: höchste mögliche Bremsleistung. In solch einem Fall setzt die automatische Bremsung bereits parallel zum Reverser ein, also weit vor den üblichen 60 kts Speed. Desweiteren sind (getrennt von den extremen Windlimitierungen), Landungen bei nasser Runway verboten... Für PC Piloten bedeutet es, direkt nach dem Moment, wo alle Räder Bodenkontakt haben, bremsen was das Zeug hält... Sonst geht das im Simulator und Real in Hose... Ich betone nochmals, dass FUNCHAL zu den schwierigsten Airports der Welt gehört, noch Lichtjahre vor dem alten Airport Hong Kong. Zum Thema Bremsungen allgemein: Man kann eine gewisse Bremsgesam-Wirkung abrufen. Entweder eine brutale Vollbremsung oder lange, lange leiche Bremsungen, die beides gemeinsam haben: Nämlich stärkste Aufheizung der Bremsscheiben. Im Interesse des immer im Vorrang stehenden Passagierkomforts sind also lange leichte Bremsungen eigentlich zu bevorzugen. So oder so heizt sich die Anlage enorm auf, was mit Fading und letztenendes Reifenschäden geahndet wird... Man muß als Pilot also einen fairen Mittelweg finden. Die hier von Joachim beschriebenen Verfahren entsprechen korrekt der Regelanwendung. Aber Ihr seht, Ausnahmen bestätigen diese Regel. Und es zeigt immer wieder, wie wichtig für einen engagierten PC Piloten auch die Flugvorbereitung bleibt, nämlich das einholen von Infos über den Zielflughafen und dessen Landebedingungen. Und da gibt es auf FUNSCHAL keine Alternativen: Wir sagen dazu: "hau rein,-in die Bremse- is tango" Gruss Peter Guth [Diese Nachricht wurde von Peter Guth am 23-02-2000 editiert.] |
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#6 |
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Veteran
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Beiträge: 323
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Noch ein Nachtrag:
schau bitte mal unter der Rubrik "das ist mir passiert" - Landung auf Funchal - nach, da habe ich mal ein paar Insidertricks für eine passable Landung geschrieben. Gruss Peter Guth |
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#7 |
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Senior Member
![]() Registriert seit: 23.04.2000
Beiträge: 145
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Hallo Peter Guth
Wie ist es mit 2/3 der Pistenlänge-zum-landen Regel?? Ich habe schon mehrmals beobachtet, bzw. erlebt, dass die Piloten bei der Landung sehr sanft bremsen und erst am Ende der RW (auch bei langen RW's) auf Rollgeschwindigkeit bremsen, dafür ziemlich brüsk! MfG Michel Verde |
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#8 |
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Jr. Member
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Alter: 57
Beiträge: 23
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Hallo Michel, hallo Piloten
Es ist – wie Peter gesagt hat – richtig, dass man für eine Landung nur mit 60 % (nicht 2/3) der offiziell publizierten Landebahnlänge kalkulieren darf. Ist zum Beispiel für eine bestimmte Piste eine verfügbare Landebahnlänge von 2500 m angegeben, musst Du mit Deinem Flugzeug eine Landung in 1500 m vollendet haben; oder umgekehrt gesagt: brauchst Du für eine Landung 1500 m, muss die verfügbare Landedistanz mindestens 1.67 x grösser sein, also 2500 m. Für die Berechnung der Landedistanz muss ausserdem von einer Höhe über der Schwelle (Height at threshold) von 50 ft ausgegangen werden. Dies, wie auch die 60%-Regel, sind von der ICAO vorgeschrieben und bei der Planung zu berücksichtigen. Weiter ist zu bemerken, dass die verfügbare Landedistanz (LDA) wegen einer versetzten Pistenschwelle (displaced threshold) durchaus kürzer sein kann, als die Piste wirklich ist, deshalb immer die Charts konsultieren und die LDA – Landing distance available - herauslesen. Ein allfällig vorhandener Stopway oder Clearway sind Einrichtungen, die für die Planung der Landung nicht berücksichtigt werden dürfen, sondern beim Start zum Zuge kommen, genauer gesagt bei einem unbalanced take-off (bei Bedarf werde ich erklären, was das ist). Zum Bremsen ist zu sagen, dass es absolut das Schlechteste ist, wenn man nur leicht, dafür aber ständig auf den Bremsen steht. So hast Du die Garantie, dass sie sich am stärksten aufheizen und mit Fading quittieren. Entweder man steht kräftig drauf, lässt dann aber wieder los, und wiederholt diesen Vorgang mehrmals oder man bremst einmal kräftig und zwar solange, bis die gewünschte Speed erreicht ist. Das ist technisch das Beste, der Passenger comfort ist ein anderes Thema ... Grüsse Silver wing |
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#9 |
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Veteran
![]() Registriert seit: 05.12.1999
Beiträge: 406
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Hallo Silver wing,
unbalanced take-off? Noch nie gehört! Für eine kurze Erläuterung wäre wahrscheinlich nicht nur ich dankbar. Viele Grüße! Hans |
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#10 |
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Inventar
![]() Registriert seit: 23.11.1999
Alter: 66
Beiträge: 2.083
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Hallo Peter G. bzw. Silver Wing!
...übrigens nett, einen weiter Berufspiloten hier unter uns zu haben! Unter FADING versteht man sicherlich das unter zu großer Wärmezufuhr Aushärten der Bremsbeläge, die demzufolge keine Reibeigenschaften mehr besitzen - ergo zur Abbremsung in diesem Falle NULL Wirkung mehr erzielen, oder!? Grüße, Achim Of The North |
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