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Guru, e-Zitate & Off Topic Der WCM-Guru auch online, mysteriöse technische Angaben und sonstige 'Verlautbarungen'

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Alt 21.04.2013, 15:26   #1
Boticelli
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Die Serie läuft auf sky und ich muss sagen, was mir dran gefällt ist wie unterschiedlich die Leute sich da vorbereiten, es gibt welche die meinen eine riesige Magnetwelle vernichtet alle Geräte und PCs und dergleichen und andere sehen eher Krieg om Vordergrund stehen und die Gefahr aus der Bevölkerung nebenan, denn was wird knapp werden - Wasser! Da bin ich auf jeden Fall mal eurer Meinung! Und wenn man sich mal ansieht was die Amis als nächstes bunkern - Waffen!
Was mich aber wirklich fasziniert hat, fast ein jeder bunkert auch Alkohol, soll dann DIE neue Tauschwährung werden! XD
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Alt 23.04.2013, 08:58   #2
Don Manuel
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Soso, man sollte Angst haben, und hat man keine, ist man dumm oder verantwortungslos. Ich denke, es ist ganz umgekehrt. Wer immer dumm und verantwortungslos gelebt hat (sehr normales Phänomen in jungen Jahren) kommt eventuell irgendwann auf die Vergänglichkeit und Zerbrechlichkeit von allem drauf und bekommt erst mal höllisch Angst, was ganz wichtiges bisher übersehen zu haben. Der Weltuntergang, vor dem sich manche regelrecht lustvoll fürchten, ist imho nichts anderes als die Verdrängung des ganz persönlichen Unterganges, des Todes.

Ich habe genau deswegen vor nicht allzu langer Zeit einen Freund aus Studienzeiten ein zweites Mal verloren, nachdem wir uns kurz nach langer Kontaktlosigkeit wieder genähert hatten. Früher betrieb er Bogenschießen als Zen-Meditation, heute hat er ein geheimes Waffenarsenal, rezitiert gewaltige Verschwörungstheorien und seine Vorstellungen zu Europa und den kommenden gesellschaftlichen Katastrophen ähneln weitgehend der Propaganda der Angst-Spezialisten, der Rechten. Ist übrigens alleinstehend und hat niemanden, der sich im Alter um ihn kümmern wird. Auch mit Pension schaut's sehr schlecht aus. Wer wird da eher elend verrecken, er oder die ganze Gesellschaft? An dieser Frage trennten wir uns ein zweites Mal, denn wer hört schon gerne, dass ihn der andere für einen paranoiden Verdränger hält...
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Alt 25.04.2013, 11:10   #3
TMG_deleted
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Zitat:
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Soso, man sollte Angst haben, und hat man keine, ist man dumm oder verantwortungslos.
Also entweder habe ich mich nicht deutlich genug ausgedrückt oder du verstehst mich einfach falsch. Ich bin sicher keiner der Angst verbreiten will oder irgend welcher Propaganda folgend sein Leben ausrichtet und jeder soll sein Leben führen, wie er es für richtig hält. Ich gehöre auch nicht zu der heute weit verbreiteten Angstgesellschaft. In Deutschland ist diese sogar noch viel weiter ausgeprägt als in Österreich. Die Deutschen haben wirklich vor allem Angst. Bei uns wird auch viel Politik mit Angst gemacht und zwar von jeder Partei! Wir sind also eine verweiblichte Gesellschaft geworden, die sich mit Angst ganz gut steuern lässt. Nur finde ich es persönlich fahrlässig sich immer auf andere und auf ein mangelhaftes und im Ernstfall vielleicht nicht mehr funktionierendes System zu verlassen. Dieses Denken, es wird schon irgend wer kommen und mir helfen, halte ich für verantwortungslos. Wir haben alle Eigenverantwortung und sollten dementsprechend auch handeln. Das gilt selbstverständlich nicht nur bei der Krisenvorsorge, sondern auch im täglichen Leben. Denn in erster Linie sind wir für uns selbst verantwortlich. Das betrifft alle Lebenslagen, von der Gesundheit bis hin zu unserer persönlichen Sicherheit. Fettes Essen, Alkohol, kein Sport und das Gesundheitssystem wird es schon richten. Unvorsichtiges bzw. nicht vorausschauendes Verhalten und die Polizei wird schon kommen, wenn uns jemand bedroht bzw. überfällt. Aber all diese Menschen merken dann letzendlich doch, dass sie in ihrer Eigenverantwortung versagt haben. Denn der beste Arzt kann einen fetten Alkoholiker nicht in ein 18. jähriges Supermodel verwandeln und die Polizei kann ein totes Opfer auch nicht mehr zurück ins Leben holen.

Zum Thema Systemzusammenbruch ein Video mit dem bereits verstorbenen Roland Baader: http://www.youtube.com/watch?v=i8tcq...tailpage#t=56s - dessen Vorhersagen (wenn du so willst) alle eingetroffen sind. Nur muss man eigentlich kein Prophet sein, wenn man sich beruflich mit diesem Thema beschäftigt und über sein Uni-Wissen etwas hinaus denken kann bzw. nicht nur eine Arbeitskraft ist, die einfach täglich funktioniert.

Zitat:
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Ich habe genau deswegen vor nicht allzu langer Zeit einen Freund aus Studienzeiten ein zweites Mal verloren, nachdem wir uns kurz nach langer Kontaktlosigkeit wieder genähert hatten. Früher betrieb er Bogenschießen als Zen-Meditation, heute hat er ein geheimes Waffenarsenal, rezitiert gewaltige Verschwörungstheorien und seine Vorstellungen zu Europa und den kommenden gesellschaftlichen Katastrophen ähneln weitgehend der Propaganda der Angst-Spezialisten, der Rechten. Ist übrigens alleinstehend und hat niemanden, der sich im Alter um ihn kümmern wird. Auch mit Pension schaut's sehr schlecht aus. Wer wird da eher elend verrecken, er oder die ganze Gesellschaft? An dieser Frage trennten wir uns ein zweites Mal, denn wer hört schon gerne, dass ihn der andere für einen paranoiden Verdränger hält...
Die Rechten-Angstmacher sind aber nur Propaganda der Linken! Wie bereits erwähnt verwenden alle Parteien ihren fairen Anteil an Angst, damit sie ihr Wählerpotenzial bei der Stange halten. Am 1. Mai kannst du das live in Wien erleben, wie die SPÖ ihre sinnlosen Sprüche klopft und Angst verbreitet. Aber als sozialistischer "Kopfnicker" wird man das sicherlich erst erkennen, wenn es zu spät ist. Übrigens bekommt dein Freund dann eine Mindestsicherung, wenn er keinen Pensionsanspruch hat, sind im Moment so etwa um die 750 Euro + Wohnbeihilfe, kommt also sicher auf das Niveau einer Mindestpension. Warum er ein geheimes Waffenarsenal hat, frage ich mich auch, denn jeder Österreicher ab 18 ohne Vorstrafen kann zum nächsten Waffenhändler gehen und so viele Waffen und Munition erwerben, wie sein Geldbörserl hergibt. Ganz legal und gar nicht geheim.

Zum Thema Wasservorsorge gibt es viele Möglichkeiten. Wie man sich mit dem kostbaren Nass versorgen kann, hängt stark davon ab, wo man lebt. Wer oft in der Natur unterwegs ist und vielleicht viel wandern geht, wird bestimmt schon einen haben, aber ich kann jedem einen Wasserfilter empfehlen: http://www.amazon.de/dp/B0073C9R8O - damit kann man wirklich fast aus jeder Quelle Wasser filtern. Auch aus einem öffentlichen Brunnen z.B. in der Wiener Innenstadt oder auch aus einer Pfütze. Den möglicherweise schlechten Geschmack bekommt man damit allerdings nicht rausgefiltert, aber das Wasser ist dann sauber und trinkbar.
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Alt 23.04.2013, 21:39   #4
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Wenn die Welt untergeht, dann gibt es sie nicht mehr. Damit fehlt auch die Grundlage für jegliches Leben mehrzelliger Wesen. Damit ist der Trinkwasservorrat oder was du auch immer bunkerst nutzlos.
____________________________________
Gott hat nicht den Menschen erschaffen,
der Mensch hat Gott erschaffen.
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Alt 25.04.2013, 11:48   #5
Don Manuel
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Ist mir jetzt zu viel, auf alles einzugehen, daher nur dies:
Zitat:
Bei uns wird auch viel Politik mit Angst gemacht und zwar von jeder Partei!
Na welche großen Ängste werden denn geschürt, wenn man als links stehende Werte, wie Demokratie, Gleichberechtigung, Toleranz oder Verantwortung gegenüber dem Schwächeren bis hin zum Tier und der ganzen Natur realisieren will?
Zitat:
Dieses Denken, es wird schon irgend wer kommen und mir helfen
Wir leben nicht alleine, es kann wer kommen und helfen und es kann wer kommen und schaden. Das weiß jeder Trottel. Lass diese völlig unsinnige Ebene der Konversation doch einfach bleiben. Das führt zu keiner sinnvollen Erkenntnis.
Zitat:
Warum er ein geheimes Waffenarsenal hat, frage ich mich auch
Wenn Du Deine Ängste konsequent weiterdenkst, dann fürchtest Du Dich natürlich, dass Dir der tyrannische Staat eines Tages - nämlich dann wenn es ernst wird - wieder alles abnimmt.
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Alt 25.04.2013, 12:20   #6
TMG_deleted
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Was hat das Thema eigentlich mit Politik zutun? Wenn du nichts (mehr) zum essen oder trinken hasst, war es am Ende egal, wen du gewählt hast. Warum du hier immer mit Ängsten anfängst ist mir rätselhaft. Logisches Denken und Vorsorge haben nichts mit Ängsten im eigentlichen Sinn zutun. Sonst würde nach deiner Definition jeder der eine Versicherung abschließt in Angstzuständen leben. Gut, Spinner gibt es immer...

Abgesehen davon hast du wohl nur oberflächliches Wissen was linke Werte betrifft oder du stellst sie absichtlich nicht ganz richtig dar. Demokratie und Gleichberechtigung sind keine linken Werte. Zumindest soll dem sozialistischem Gedankengut die Demokratie im Sozialismus enden bzw. ist nur das Mittel dazu und Gleichberechtigung gibt es gar nicht, du meinst sicherlich die Gleichheit. Zwischen verordneter Gleichheit und Gleichberechtigung gibt einen feinen Unterschied. Und ... ach lassen wir das Politisieren ...

Ich kann deine Frage aber auch mit einer Gegenfrage beantworten: Welche großen Ängste werden denn geschürt, wenn liberale rechte Werte wie Freiheit, Demokratie, Gleichberechtigung, Selbstbestimmung, Verantwortung, um nur einige zu nennen, realisieren will?
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Alt 25.04.2013, 13:05   #7
Don Manuel
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Zitat:
Abgesehen davon hast du wohl nur oberflächliches Wissen was linke Werte betrifft
Nein, mir ist wohlbekannt, das die Rechte sich diese Werte in die PR schreibt, während sie die starke Autorität einzelner in Wirtschaft und Politik verfolgt.

Was immer sich als links bezeichnet hat und in einer Diktatur mündete, seien es die Braunen Nationalsozialisten oder die Roten mit ihrer Diktatur des Proletariats hatte nur zum Ziel, das mangelnde Demokratiebewußtsein der Mehrheit zugunsten von Eliten auszunutzen.

Theoretisch betrachtet ist Sozialismus Demokratie und alles was dazu gehört. Marx war primär Ökonom und seine Theorien haben sich bis heute eigentlich nirgends als falsch erwiesen. Seine Ideen zur Umgestaltung der Gesellschaft zeigen hingegen den sehr unentwickelten Stand der Soziologie/Psychologie seiner Zeit. Ökonomie ist ja, wissenschaftlich betrachtet, nur ein kleines Teilgebiet der Soziologie.

Praktisch ist die Mehrheit noch immer autoritätsorientiert und steht daher rechts. Selbst linke Bewegungen können sich dieser Grundhaltung bis heute oft nicht gänzlich entziehen und mutieren unwillentlich zu undemokratischen Autoritätsstrukturen (z.B. die Grünen in Wien). So gibt es also im Prinzip bis auf wenige klitzekleine Ausnahmen (Zapatisten, diverse Kibuzze und Kommunen) überhaupt keine praktischen Beispiele für erfolgreiche links gerichtete Zivilisation, und zwar ganz ohne Verschwörung von oben, sondern weil im Prinzip die Mehrheit irrational davon träumt, eines Tages selbst (oder die Nachkommen) einmal viel Macht (immer nur auf Kosten Ohnmächtiger möglich) zu besitzen. Schon die Eigenart der bestehenden monotheistischen Religionen hat da sehr viel damit zu tun.
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Alt 25.04.2013, 17:33   #8
TMG_deleted
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Zitat:
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Nein, mir ist wohlbekannt, das die Rechte sich diese Werte in die PR schreibt, während sie die starke Autorität einzelner in Wirtschaft und Politik verfolgt.
Zu behaupten die Rechten machen nur PR und die Linken sind die Guten, halte ich nicht nur für unfair, sondern für eine äußerst kurzsichtiges Weltbild.

Kennst du nicht den Häupl-Witz? Zusammenfassung: Häupl stirbt und wird vor die Wahl gestellt, ob er in den Himmel oder die Hölle möchte. Bevor er sich entscheidet, möchte er sich aber beides ansehen. In der Hölle gibt es eine wilde Party, nackte schöne Frauen, gute Musik und viel Wein. Im Himmel langweiliges liegen auf Wolken und Harfenmusik. Häupl entscheidet sich freilich für die Hölle. Beim Teufel angekommen herrscht in der Hölle nur noch Leid und Qual, keine Spur von der geilen Party. Verwundert beschwert sich Häupl beim Teufel. Der Teufel informiert Häupl belehrend: Vor der Wahl ist nicht nach der Wahl!

Zitat:
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Was immer sich als links bezeichnet hat und in einer Diktatur mündete, seien es die Braunen Nationalsozialisten oder die Roten mit ihrer Diktatur des Proletariats hatte nur zum Ziel, das mangelnde Demokratiebewußtsein der Mehrheit zugunsten von Eliten auszunutzen.
Die Nationalsozialisten sind bekanntlich verboten, die internationalen Sozialisten dürfen sogar den Bundeskanzler stellen. Mir fällt auch kein einziges positives Beispiel für einen sozialistisch geprägten Staat ein. Die Theorie weicht einfach immer sehr stark von der Praxis ab. Nun ist es aber auch offensichtlich, warum Sozialismus in der Praxis nicht funktioniert. Der Grund ist einfach, es ist gegen die menschliche Natur und kann daher nicht funktionieren. Jetzt kann man natürlich weltverbesserisch fordern, die Menschen mögen sich ändern. Unsere Gesetzgebung geht teilweise in diese Richtung. Nur kein Gesetz und keine Forderungen der Welt wird uns Menschen ändern. Und ob diese Änderungen überhaupt letztendlich wünschenswert wären oder vielleicht der Untergang unserer menschlichen Rasse wäre, kann man ebenfalls abendfüllend philosophieren.

Diese Diskussion zeigt aber schon über deutlich, wie gespalten unsere Gesellschaft ist. Kommt nun ein radikales Element hinzu, ist es vielleicht nicht ganz so dumm, etwas Vorsorge zu treffen. Wenn man für jede im Haushalt lebende Person pro Tag zwei Mineralwasserflaschen (1,5L) rechnet und sich hier bei jedem Einkauf paar extra in den Keller stellt, schadet man weder seinem Geldbeutel, noch gilt man als Spinner. Man kann schließlich immer paar Falschen wegtrinken und dann durch frische ersetzen. So hat man einen Kreislauf und immer frisches Wasser.

Hier noch ein guter Link mit Informationen: http://www.ready.gov/water (englisch).

In den USA gibt es hinreichend Erfahrung mit Naturkatastrophen. Vor Hochwasser, Erdbeben usw. kann man sich schwer schützen. Auch mit den Menschen, wie sie sich nach so einem Ereignis verhalten. Denkt nur an die Irren im Straßenverkehr, die einem lieber den Mittelfinger zeigen, als Platz in der Spur zu machen. Dann muss man sich nur noch vorstellen, wie diese Menschen drauf sind, wenn sie durstig sind und Hunger haben. Freundlicher werden sie dann ganz bestimmt nicht.
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Alt 25.04.2013, 18:51   #9
Don Manuel
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Zitat:
Zu behaupten die Rechten machen nur PR und die Linken sind die Guten
Habe ich das? Ich spreche nirgends von Linken persönlich, die ich für gut halte und erläutere selbst in der deklarierten politischen Linken starke rechte Tendenzen. Du verwendest diese Begriffe zu oberflächlich, gemäß Deinen Denkschemen. Aber genau um die Deutung dieser Begriffe geht es ja, will man den Standpunkt des anderen wenigstens verstehen. Billigen braucht man ihn ja nicht.

Zitat:
Nun ist es aber auch offensichtlich, warum Sozialismus in der Praxis nicht funktioniert. Der Grund ist einfach, es ist gegen die menschliche Natur und kann daher nicht funktionieren.
Auch autoritäre Systeme sind gegen die menschliche Natur, denn wenn es nach der geht, gibt es im Prinzip keine Hochzivilisation. Religionen haben die erste autoritäre Grundlage geschaffen, stammesübergreifende Gemeinschaften herauszubilden bis hin zu überregionalen genetisch schon ziemlich verschiedenen Gruppierungen. Nahtlos fügt sich das aristokratische (rechte) Prinzip ins religiös führerhafte und die beiden haben sich immer bestens verstanden. (Rechts sitzen im englischen Parlament die Adeligen, links die Bürgerlichen, von genau dort kommen diese zwei Lagerdefinitionen)

Was man Sozialismus nennen kann ist aber interessanterweise schon im Christentum weitgehend angelegt, abgesehen vom Gottesbegriff an sich und dem ganzen Zeug um Jesus und Heilige, also die moralische Quintessenz ist im Urchristentum völlig basisdemokratisch, der Reiche gibt den Armen, der Starke hilft dem Schwachen etc. Ich behaupte, gerade diese Ähnlichkeit hat den alten Hass zwischen Kommunismus und Christentum begründet. Ob es funktioniert, naja, den Beweis sind mir sowohl Kommunismus als auch Christentum schuldig geblieben.

Zitat:
Denkt nur an die Irren im Straßenverkehr, die einem lieber den Mittelfinger zeigen, als Platz in der Spur zu machen. Dann muss man sich nur noch vorstellen, wie diese Menschen drauf sind, wenn sie durstig sind und Hunger haben.
So stellst Du Dir das halt persönlich vor, ich sehe das wieder einmal gegenteilig: solange alles paletti ist, so wie eben heute, nimmst Du dieses Verhalten wahr. Wenn aber der Hut brennt, gibt es überwiegend ein sehr starkes Sozialverhalten. So hat die Gesellschaft seit der Sintflut immer überlebt, auch wenn viele einzelne drauf gingen.

PS: Etwas mehr zum Essen und Trinken zu Hause zu haben, als man die nächsten paar Wochen braucht, ist für mich aus ganz anderen Gründen normal: Faulheit
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Alt 25.04.2013, 20:50   #10
TMG_deleted
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Zitat:
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So stellst Du Dir das halt persönlich vor, ich sehe das wieder einmal gegenteilig: solange alles paletti ist, so wie eben heute, nimmst Du dieses Verhalten wahr. Wenn aber der Hut brennt, gibt es überwiegend ein sehr starkes Sozialverhalten. So hat die Gesellschaft seit der Sintflut immer überlebt, auch wenn viele einzelne drauf gingen.
Wie genau definierst du "starkes Sozialverhalten"?

Ich kann dir sagen welches Sozialverhalten Menschen aufweisen, die stark an Hunger leiden: Wenn du dich mit denen an ein Lagerfeuer setzt, um ein fröhliches Lied zu singen, werden sie dich knusprig braten und dann gierig aufessen.

In solchen Ausnahmesituationen, wie wir sie hier besprechen, sich gegenseitig zu helfen, funktioniert bestenfalls im kleinen Rahmen. Wenn es einfach keine ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln und anderen wichtigen Dingen wie z.B. Medikamente gibt, dann sterben Menschen einfach. Und wenn Menschen andere Menschen sterben sehen und genau wissen, wenn sie nichts zu Essen bekommen, sind sie die nächsten, dann bist du besser Wehrhaft oder genau wie alle anderen am Verhungern. Da wird geraubt, geplündert, vergewaltigt und ermordet - nicht zwangsläufig in dieser Reihenfolge.

Selbst der soziale Friede wird bei uns mit enorm viel Geld / Schulden erkauft. Eine dauerhafte Ausnahmesituation verbessert sicher nicht die Gemeinschaft. Aber ich hoffe sehr, dass wir nicht solche Zustände haben werden. Als Realist glaube ich aber nicht an den dauerhaften Frieden und an das Paradies auf Erden.
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