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Alt 05.05.2010, 22:18   #1
Mobiletester
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@Franz
Leistung ist relativ. Ein Elektriker versteht unter Leistung was anderes als ein Nachrichtentechniker. Aber, es wird eine Leistung über das Audio kabel übertragen. Ist nur in Bruchteil einer Stereo Anlage, aber ganz ohne Leistung schweigt auch der empfindlichste Lautsprecher.
Ich weiss nicht, was du für ein Chassis oder auch Lautsprecher du im Kopfhörer vermutetest. Da ist grundsätzlich pro Kanal auch nur ein breitbandiger Lautsprecher drinn.
Zur Audiotechnik: Wenn du dich mit lautsprecher bzw Lautsprecherboxen beschäftigst, wirst du merken, dass die 4 oder 8 Ohm nur eine "Nennimpedanz" bei meist 1 kHz ist. Je schlechter die Box ausgelegt ist, desto weiter weicht es von der Nennimpedanz ab. Und da können bei 4 Ohm Lautsprecher Werte zwischen 1 und 10 Ohm sein. Und ein halbwegs guter Verstärker kann das auch locker verkraften.
Da hast du eine Kurve von einem 50 Ohm Kleinlautsprecher: http://www.visaton.de/bilder/frequen.../k16_50_fs.gif
Auch hier wirst du fündig: http://www.intertechnik.de/Lautsprec...,32,52933.html
____________________________________
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Alt 06.05.2010, 00:27   #2
FranzK
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Zitat:
Zitat von Mobiletester Beitrag anzeigen
@Franz
Leistung ist relativ. Ein Elektriker versteht unter Leistung was anderes als ein Nachrichtentechniker. Aber, es wird eine Leistung über das Audio kabel übertragen.
Wir schreiben aneinander vorbei und du ignorierst einfach das bisher geschriebene. Also noch einmal. Man muss einmal definieren, was man unter einem "Audiokabel" meint. Man versteht darunter i.a. ein Signalkabel, das zwei Audiogeräte miteinander verbindet. Also Signalquelle und Verstärker oder Vorverstärker und Endstufe, etc. Hier wird keine Leistung übertragen, bzw. so minimal, um das Audiosignal von einem Gerät ausreichend verlustfrei am Zielgerät ankommen zu lassen.

Die zweite Kabelart, die du da in einen Topf wirfst, ist das Lautsprecherkabel. Hier läuft das verstärkte Audiosignal zum Schallwandler, zumeist der Lautsprecher. Aber auch der Kopfhörer ist im Prinzip ein Lautsprecher, wenn auch mehr ein Leisesprecher. Und ein Kabel, das am Kopfhörerausgang angeschlossen wird, ist ein Lautsprecherkabel und kein Signalkabel. Das siehst du auch am Aufbau des Kabels, das zumeist drei Adern hat. Linker und rechter Kanal sowie gemeinsame Masse. Bei einem Signalkabel wären die einzelnen Kanäle separat geschirmt.



Zitat:
Ist nur in Bruchteil einer Stereo Anlage, aber ganz ohne Leistung schweigt auch der empfindlichste Lautsprecher. Ich weiss nicht, was du für ein Chassis oder auch Lautsprecher du im Kopfhörer vermutetest. Da ist grundsätzlich pro Kanal auch nur ein breitbandiger Lautsprecher drinn.
Richtig (mit der kleinen Einschränkung, dass ein Kopfhörerchassis in der Regel etwas anderes ist als ein Breitbänder in einem Lautsprecher). Darum ging ja die ganze Diskussion, da an den Audio-Ausgängen von Soundkarten heutzutage eben keine Leistung abgegeben wird, da sie mit einem Verstärker oder eben mit Aktivboxen verbunden werden. Nur ein ausgewiesener Kopfhörerausgang gibt auch entsprechend Leistung her. Das war früher bei Soundkarten anders. Die alten Soundblaster der 90er-Jahre (und ähnliche Konkurrenzprodukte) hatten einen echten Verstärkerchip am Ausgang sitzen, der einige wenige Watt hergab und alles trieb, was man anhängen konnte - inklusive Kopfhörer und wirkungsgradstarke Lautsprecher. Allerdings war die Signalqualität bei Anschluss eines Verstärkers nicht allzu gut.



Zitat:
Zur Audiotechnik: Wenn du dich mit lautsprecher bzw Lautsprecherboxen beschäftigst, wirst du merken, dass die 4 oder 8 Ohm nur eine "Nennimpedanz" bei meist 1 kHz ist. Je schlechter die Box ausgelegt ist, desto weiter weicht es von der Nennimpedanz ab. Und da können bei 4 Ohm Lautsprecher Werte zwischen 1 und 10 Ohm sein. Und ein halbwegs guter Verstärker kann das auch locker verkraften.
Das ist jetzt aber aus dem Märchenbuch! Entsprechende Normen definieren ganz exakt das vorgeschriebene Impedanzverhalten eines Lautsprechers. Ein 8Ω-Lautsprecher darf nirgends weniger als ca. 6Ω haben, ein 4Ω-Lautsprecher darf bei keiner Frequenz weniger als ca. 3Ω haben. Höhere Werte sind unkritisch, aber Werte unter drei Ohm sind sehr wohl kritisch. Ein Lautsprecher, der im unteren Audiobereich irgendwo 1Ω erreicht, ist eine Fehlkonstruktion. 9 von 10 Verstärkern werden daran entweder abrauchen oder zumindest sehr schnell abschalten. Nur sehr wenige, ambitionierte Konstruktionen können so eine Last theoretisch aushalten, obwohl es eigentlich sinnlos ist. In der Vergangenheit gab es ein paar bekannte Lautsprecher, die im Tieftonbereich außergewöhnlich geringe Impedanzen bis etwa 2Ω besaßen. Diese zumeist amerikanischen Konstruktionen mit parallel geschalteten Tieftonchassis (z.B. Infinity) waren auch echte Verstärkerschrecks, wo man nur eine geringe Auswahl an einsetzbaren Endverstärkern hatte. Eine Ausnahme von der Regel sind Lautsprecher mit ausgefallenen Hochtönern wie z.B. Elektrostaten. Hier kommt es des öfteren vor, dass derartige Konstruktionen in Bereichen von ca. 20KHz aufwärts extrem niederohmig werden, ohne dass dies ein Problem ist. Der Grund ist, dass dort die übertragene Leistung derartig gering ist, dass dies keinen Verstärker in Bedrängnis bringt.


Um jetzt wieder auf das Problem mit den Hama-LS zurückzukommen: diese werden am Kopfhörerausgang angeschlossen. Dieser erwartet in der Regel eine Abschlussimpedanz von 25Ohm oder mehr. Kopfhörer für portable Audiogeräte und Computer haben Impedanzen von 25Ω bis ca. 60Ω (echte Hifi- und Studiokopfhörer haben zumeist wesentlich höhere Impedanzen und benötigen wesentlich mehr Spannung als man einem portablen, batteriebetriebenem Gerät zumuten kann). Ein Chip, der 25Ω Abschlusswiderstand erwartet, muss bei 8Ω ein Vielfaches an Strom liefern. Ich weiß nicht, wie robust die entsprechenden Chips in den Notebooks sind. Man kann nur hoffen, dass sie bei Überlastung entsprechend abregeln (wie es der Intel-Chip auf meiner Beispiel-Hauptplatine offenbar macht).

____________________________________
Ciao

Geändert von FranzK (06.05.2010 um 00:30 Uhr).
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