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Guru, e-Zitate & Off Topic Der WCM-Guru auch online, mysteriöse technische Angaben und sonstige 'Verlautbarungen'

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Alt 20.02.2009, 09:09   #1
Don Manuel
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Ich habe auch was gegen Entmündigung, aber den Besitz einer Tötungswaffe als Mündigkeit zu bezeichnen ist eigentlich nur eine Erfindung der NRA, der amerikanischen National Riffle Association. Erst wenn einem Menschen klar ist, wie wenig er seinem Bewußtsein in Extremsituationen vertrauen kann, entsteht für mich langsam Mündigkeit. Und ich bin überzeugt, für Mündigkeit gibt es so viele Interpretationen, wie weit der einzelne fähig ist, seine wahre tierische Natur zu reflektieren. Die moderne Gehirnforschung findet aber gerade heute immer mehr Hinweise, dass unser sogenannter freier Wille zumindest oft eine recht trügerische Illusion ist.
Waffen alleine sind allerdings keine hinreichende Begründung für Gewalt, natürlich ist das Maß der Gewalttätigkeit in einer Bevölkerung von sozialen Faktoren abhängig. Nur wenn schon das schief gegangen ist, sind freie Waffen erst recht eine Katastrophe.
Interessanter finde ich da den Zusammenhang zwischen Bildung und Waffenbefürwortung in Amistan. Selbstverständlich sind die Dümmsten am ehesten geneigt, für freie Waffen auf die Straße zu gehen.
Auch die Anti-Regierungs-Propaganda ist 1:1 die der NRA. Diese Leute verteidigen den Waffenbesitz des einzelnen als Schutz des Bürgers vor dem Staat und ziehen Vergleiche mit Diktaturen a la Hitler, Stalin oder Mao, wo freie Waffen auch verboten waren. Ein erbärmliches Denken: völliger Unsinn einerseits, weil nie wird sich der einzelne auch mit noch so viel Waffen gegen eine Diktatur wehren können, vor allem, weil sich keine Bevölkerung so ohne weiteres sinnvoll zu einer Armee formen lässt. Aber auch alle gewaltsamen Revolutionen gegen Diktaturen haben nichts als in der nächsten Form von Unterdrückung geendet.
Andererseits spiegelt jeder Staat das Gesamtbewußtsein seiner Bevölkerung wider, wie ANOther schon meinte: entweder Du kannst damit, oder Du musst woanders Dein Glück suchen. Dagegen die Waffe zu erheben ist Schwachsinn.
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Alt 20.02.2009, 15:21   #2
Schuttwegraeumer
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Zitat:
Zitat von Don Manuel Beitrag anzeigen
Ich habe auch was gegen Entmündigung, aber den Besitz einer Tötungswaffe als Mündigkeit zu bezeichnen ist eigentlich nur eine Erfindung der NRA, der amerikanischen National Riffle Association. Erst wenn einem Menschen klar ist, wie wenig er seinem Bewußtsein in Extremsituationen vertrauen kann, entsteht für mich langsam Mündigkeit. Und ich bin überzeugt, für Mündigkeit gibt es so viele Interpretationen, wie weit der einzelne fähig ist, seine wahre tierische Natur zu reflektieren. Die moderne Gehirnforschung findet aber gerade heute immer mehr Hinweise, dass unser sogenannter freier Wille zumindest oft eine recht trügerische Illusion ist.
Waffen alleine sind allerdings keine hinreichende Begründung für Gewalt, natürlich ist das Maß der Gewalttätigkeit in einer Bevölkerung von sozialen Faktoren abhängig. Nur wenn schon das schief gegangen ist, sind freie Waffen erst recht eine Katastrophe.
Interessanter finde ich da den Zusammenhang zwischen Bildung und Waffenbefürwortung in Amistan. Selbstverständlich sind die Dümmsten am ehesten geneigt, für freie Waffen auf die Straße zu gehen.
Auch die Anti-Regierungs-Propaganda ist 1:1 die der NRA. Diese Leute verteidigen den Waffenbesitz des einzelnen als Schutz des Bürgers vor dem Staat und ziehen Vergleiche mit Diktaturen a la Hitler, Stalin oder Mao, wo freie Waffen auch verboten waren. Ein erbärmliches Denken: völliger Unsinn einerseits, weil nie wird sich der einzelne auch mit noch so viel Waffen gegen eine Diktatur wehren können, vor allem, weil sich keine Bevölkerung so ohne weiteres sinnvoll zu einer Armee formen lässt. Aber auch alle gewaltsamen Revolutionen gegen Diktaturen haben nichts als in der nächsten Form von Unterdrückung geendet.
Andererseits spiegelt jeder Staat das Gesamtbewußtsein seiner Bevölkerung wider, wie ANOther schon meinte: entweder Du kannst damit, oder Du musst woanders Dein Glück suchen. Dagegen die Waffe zu erheben ist Schwachsinn.
Die Basis der Einstellung der Amis ist ein gewisses Misstrauen der Bürger einer Zentralregierung gegenüber.
Daher auch die Verfassungszusätze die ein Recht auf Waffen zustehen.
Der Amerikaner hat auch ein paar Rechte mehr wie uns zugestanden wird.
Ich würde mir wünschen dass das IWÖ etwas erfolgreicher wäre, die NRA hat in den USA doch halbwegs Einfluss.
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Alt 20.02.2009, 15:25   #3
Don Manuel
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Natürlich liegt es an der Gesellschaft und zwar ganz simpel an der Bildung. Vergleiche Schweiz, Finnland und die USA und es ist sonnenklar, wem man noch am ehesten eine Waffe in die Hand geben will. Ähnlich sehe ich es in den Armenvierteln von Großbritannien.
Es werden sich immer selektive Blickwinkel finden, aus denen die Waffe plötzlich zum Werkzeug von Frieden und Sicherheit wird, man kann aber dann immer mit Sicherheit davon ausgehen, dass wesentliches unter den Tisch gefallen ist.
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Alt 20.02.2009, 18:26   #4
Schuttwegraeumer
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Zitat:
Zitat von Don Manuel Beitrag anzeigen
Natürlich liegt es an der Gesellschaft und zwar ganz simpel an der Bildung. Vergleiche Schweiz, Finnland und die USA und es ist sonnenklar, wem man noch am ehesten eine Waffe in die Hand geben will. Ähnlich sehe ich es in den Armenvierteln von Großbritannien.
Es werden sich immer selektive Blickwinkel finden, aus denen die Waffe plötzlich zum Werkzeug von Frieden und Sicherheit wird, man kann aber dann immer mit Sicherheit davon ausgehen, dass wesentliches unter den Tisch gefallen ist.
Genau diese Unterscheidung wird selten gemacht.
Wenn die Waffendiskussion in der Öffentlichkeit wieder auftaucht geht es meist um die einfache Formel weniger Waffen == weniger Verbrechen.
Die geht aber selten auf.
Und warum werden gesetzestreuen Waffenbesitzern die Waffen enteignet?
Die meisten Fälle wo legal erworbene Waffen missbraucht wurden war schon vorher was, die Behörde hat dann meist versagt.

Es gibt aus rein kriminalitätsrelevanten Gründen keinen Grund für eine Verschärfung des Waffengesetz.
Man könne den Leuten im Gegenteil etwas mehr Möglichkeiten lassen sich zu schützen, die Bedingungen für den Waffenpass könnte man etwas abändern.
Statt einem BEdürfnisnachweis (welcher ein Witz ist denn wer nicht Prominent ist bekommt kaum was) eher eine verpflichtende Schulung und Prüfung.
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Alt 20.02.2009, 18:26   #5
Don Manuel
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Da kann ich Dir in dieser Frage nur Recht geben, Großbrittanien ist da wirklich ein schlechtes Beispiel
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Alt 20.02.2009, 18:34   #6
Don Manuel
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Du hast Recht, mit wenigen Ausnahmen (einige Bundesstaaten der USA) gibt es keinen Grund für eine Verschärfung der Waffengesetze. Ich bin persönlich gar kein Freund, diesen Wahnsinn über Gesetze zu regeln.
Nein, es gehört schon in den Kindergarten, dass Leute, die für ihr Sicherheitsgefühl eine Waffe benötigen, selbst die größere Gefahr für andere sind, als die Auslöser ihrer Parannoia. Ein grundsätzlicher Bewußtseinswandel im Bezug zur Gewalt ist da nötig, aber zu weit werden wir im geregelteren Teil der Welt bewußtseinsmäßig auch nicht kommen, wenn die anderen nicht mitziehen. So etwas funktioniert im Prinzip nur global, ist also eine Frage dutzender Generationen. Aber in einer dicht besiedelten Welt haben Waffen genauso wenig verloren wie neujährliche Explosionsspielereien. Das ist was für die dünn besiedelte Pampa
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Alt 20.02.2009, 19:08   #7
Schuttwegraeumer
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Zitat:
Zitat von Don Manuel Beitrag anzeigen
Du hast Recht, mit wenigen Ausnahmen (einige Bundesstaaten der USA) gibt es keinen Grund für eine Verschärfung der Waffengesetze. Ich bin persönlich gar kein Freund, diesen Wahnsinn über Gesetze zu regeln.
Nein, es gehört schon in den Kindergarten, dass Leute, die für ihr Sicherheitsgefühl eine Waffe benötigen, selbst die größere Gefahr für andere sind, als die Auslöser ihrer Parannoia. Ein grundsätzlicher Bewußtseinswandel im Bezug zur Gewalt ist da nötig, aber zu weit werden wir im geregelteren Teil der Welt bewußtseinsmäßig auch nicht kommen, wenn die anderen nicht mitziehen. So etwas funktioniert im Prinzip nur global, ist also eine Frage dutzender Generationen. Aber in einer dicht besiedelten Welt haben Waffen genauso wenig verloren wie neujährliche Explosionsspielereien. Das ist was für die dünn besiedelte Pampa
Jene Bundesstaaten die ein massives Gewaltproblem haben haben meist eh schon ein strenges Gesetz.
Ein Kiosk Besitzer in New York bekommt viel schwerer eine Karte wie bei uns ein Traffikant.
Und in den ländlichen Gegenden ist es weniger ein Problem, dort wird es meist rehct liberal gehandhabt.
Zumidnest solange man im Rahmen bleibt, Jagdgewehr oder Pistolen zur Verteidigung zum Beispiel.
Dass man in manchen Bundesstaaten auch vollautomatische Waffen bekommt stimmt zwar aber die gesetzlichen Bestimmungen sind da extrem streng.
Es ist nicht so wie in manchen Filem gezeigt dass man da ins Geschäft spaziert und mit ein paar MPs wieder raus.
Teilweise darf man monatelang warten auf die Entscheidung und man ist meist auf inländische Waffen beschränkt.
Geld kostet das alles natürlich auch.
Also ein Schweizer bekommt eine selche Lizenz durchschnittlich leichter wie ein Ami.
Es sind nur wenige Bundesstaaten die da liberal sind, meist nicht die dichtbefölkerten und es spiegelt sich die Art des Gebietes meist darin, in Alaska sind Jagdwaffen recht einfach zu haben.

Wo die Amis etwas Nachholbedarf haben ist die sorgsame Aufbewahrung der Waffen, da steht schnell mal eine Pumpgun hinter dem Bett oder so.
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Alt 12.03.2009, 11:21   #8
Don Manuel
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Werners POSCHtings: Die lebensgefährliche FPÖ-Waffen-Politik: Amoklaufen als politisches Kalkül?
Die Partei ist mir dabei völlig egal, herausstreichen will ich aus dem Artikel nur folgenden imho sehr bemerkenswerten Ansatz, basierend auf jüngsten Zoo-Beobachtungen:
Zitat:
Waffen wie die Affen? Den leichten Zugang für Waffen für eine zivilisatorische Freiheitsleistung zu halten, ist ohnedies verrückt. So kennt man auch bei Affen die Strategie sich zu bewaffnen. Wie unlängst Radio BBC meldete, haben drei Tierpfleger im Zoo von Furuvik in Schweden dort über zehn Jahre ein Schimpansenmännchen beobachtet, das zunächst begann gelegentlich die Besucher mit Steinen zu bewerfen. Die Steinwürfe nahmen jedoch mit der Zeit zu und bei der Reinigung des Geheges entdeckten die Pfleger schließlich Verstecke, in denen das Schimpansenmännchen seine Munition aufbewahrte. Die Pfleger begannen, den Affen zu überwachen und beobachteten, wie er Betonblöcke nach brüchigen Stellen absuchte, Stücke herausschlug und bearbeitete, bis sie als Wurfgeschoße taugten. Waffen sind also evolutionshistorisch keine Freiheit des Menschen sondern eine Strategie vor Erringung des aufrechten Ganges. Dorthin wollen wir nicht zurück
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Alt 21.03.2009, 03:41   #9
The_Lord_of_Midnight
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Also was ich nicht richtig finde ist eine einfache Formel wie:
Waffenbefürworter = Dummkopf oder Gewaltverbrecher oder paranoider Mensch
Waffengegner = gebildeter, sanftmütiger und geistig gesunder Mensch

Warum kann man das ganze nicht vernünftig betrachten ?
Warum kann man nicht einfach sehen, daß völlig freier Waffenzugang genauso falsch ist wie völliges Verbot ?
Warum kann man nicht sehen, daß so wie überall eben auch Kontrollen und Strafen dazugehören, weil viele Menschen leider nicht in der Lage sind Verantwortung zu tragen ?
Weil sie z.b. jemanden brauchen, der ihnen sagt, daß offen herumstehende Waffen eine große Gefahr sind ?
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Alt 21.03.2009, 09:57   #10
Don Manuel
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...
Waffenbefürworter = Dummkopf oder Gewaltverbrecher oder paranoider Mensch
Waffengegner = gebildeter, sanftmütiger und geistig gesunder Mensch...
Warum kann man nicht einfach sehen, daß völlig freier Waffenzugang genauso falsch ist wie völliges Verbot ?...
Ersteres ist im Grunde eine Frage der wissenschaftlichen Beweisführung von Psychologie und Soziologie, natürlich nicht erschöpfend von Laien in diesen Disziplinen diskutierbar.
Zweiteres kann schon gar nicht gelten, nur gegen Waffen zu sein, heilt noch keinen anderen Hieb.
Feuerwaffen sind grundsätzlich zum Töten geschaffen, beim Mord ist ein Totalverbot heute in vielen Kulturen völlig akzeptiert, das kann auch für das beste entsprechende Werkzeug eines Tages gelten.
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