William E. Weinman, Mitglied in der Network Working Group der Internet Engineering Task Force (IETF) hat einen Entwurf für das Authenticated Mail Transfer Protocol (AMTP) als Internet Draft veröffentlicht. AMTP könnte das heute verwendete Simple Mail Transfer Protocol (SMTP) ablösen und mit seinen Authentifizierungsmechanismen unerwünschten Werbe-E-Mail einen Riegel vorschieben.
Im Gegensatz zur SMTP-Erweiterung SMTP Auth, die Nutzer anhand eine Passworts authentifizieren kann, nutzt AMTP TLS, um eine vertrauenswürdige Verbindung zwischen Mail Transfer Agents (MTAs) herzustellen. Darüber hinaus bietet AMTP Mechanismen, um präzise Regelwerke zu veröffentlichen. Damit soll es den beteiligen Parteien möglich sein, den Kommunikationspartner innerhalb dieser vereinbarten Regeln verantwortlich zu machen.
AMTP setzt dabei auf SMTP auf, um existierende SMTP-Erweiterungen und Code zu nutzen und den Wechsel von SMTP auf AMTP für Administratoren und Autoren entsprechender Software möglichst problemlos zu gestalten. Dabei soll AMTP auf einem anderen Port laufen als SMTP, so dass bestehende Server problemlos beide Protokolle parallel bedienen können.
Mit Hilfe der Authentifizierung soll Spam-Versendern dabei das Leben möglichst schwer gemacht werden, da sich der Ursprung einer E-Mail anhand der Zertifikate nachvollziehen lässt.
AMTP liegt seit dem 19. August 2003 als Internet-Draft der IETF vor, der nur eine Gültigkeit von 6 Monaten besitzt. Weinman plant in den kommenden Wochen entsprechende Referenz-Bibliotheken in Perl und C als Open Source zu implementieren.
http://www.golem.de/0309/27220.html