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Guru, e-Zitate & Off Topic Der WCM-Guru auch online, mysteriöse technische Angaben und sonstige 'Verlautbarungen'

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Alt 08.09.2003, 09:13   #271
Guru
 
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Zitat:
Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight


also du meinst, als beamter hätte ich WENIGER als 6500 netto bekommen ? nochmals: du kannst nicht das gehalt eines qualifizierten mitarbeiters in der privatwirtschaft mit dem eines unqualifizierten schulabgängers vergleichen, der im öffentlichen dienst zu arbeiten beginnt. in diesem lichte gesehen könnte vielleicht sogar der öffentlich bedienstete überbezahlt sein ?

ich habe gesucht, aber ich habe eben nichts im öffentlichen dienst bekommen. ich habe aber in der privatwirtschaft in kürzester zeit jobs bekommen. warum hätte ich nein sagen sollen ? damit ich mich von irgendwem aushalten lasse, bis ich irgendwann einmal doch beim staat unterkomme ? und was wenn es nicht funktioniert hätte ? wie lange ist die "toleranzzeit" die man warten soll ?
Guru geht immer von gleichen Qualifikationen aus... Zu Deinem Warten: es hat Dich ja niemand daran gehindert, Dich an mehreren Stellen zu bewerben - ob Bundesdienst, Landesdienst oder Gemeinde. Polizei, Gendarmerie, Bundesheer etc. Guru findet es nur nicht richtig, zuerst die Kohle einzustecken und dann auf den Bundesdienst herdreschen, weil die dort für weniger Geld halt ein paar andere Benefits haben.

Guru
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Alt 08.09.2003, 09:15   #272
Guru
 
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Zitat:
Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
ein beispiel für alle die meinen, die öffentlich bediensteten verdienen so schlecht.

ich kenne jemanden bei der ubahn. der hat mir erzählt, daß die neueinsteiger der letzten jahren nicht mehr so viel verdienen wie er. und er versteht auch nicht warum die trotzdem neue leute bekommen.

die antwort die er von einer neuen kollegin z.b. bekommen hat war:
für mich ist das viel, denn früher als verkäuferin beim billa habe ich um 5.000 schilling weniger verdient.

was ich damit sagen will:
viele leute die beim staat anfangen, sind ungelernte arbeitskräfte, die erst eingeschult werden. für die ist das trotzdem viel geld, weil sie ohne ausbildung in der privatwirtschaft viel weniger verdienen würden.

soviel zu dem sehr schwammigen vergleich: bei gleicher qualifikation. das kann man so oder so auslegen. da kann man alles herauslesen, wenn man sich nur bemüht.

ps: nein, jetzt nicht den umkehrschluss ziehen, das die öffentliche hand keine gutbezahlten jobs anbietet.
Dann macht sie jetzt ja einen qualifizierten Job, oder? Und was verdient ein U-Bahnfahrer in der Privatwirtschaft?

Guru
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Alt 08.09.2003, 09:18   #273
Guru
 
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Zitat:
Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight


wieso kündigungsschutz verlieren ? ich war der meinung, beamte sind auf lebenszeit unkündbar ?

wieso abfertigung verlieren ? ich war der meinung, beamte bekommen keine abfertigung ?

ich war der meinung, neue beamte werden nur noch in begründeten fällen aufgenommen, z.b. bei den richtern ? gibts da noch immer ausnahmen ?

programmierer möchte ich eigentlich nicht werden. das habe ich 5 jahre lang gemacht und mein jetziger job gefällt mir wesentlich besser. wenn ich allerdings einmal meinen arbeitsplatz verliere, schaut die sache natürlich anders aus. dann wäre ich sehr interessiert. denn ich habe eigentlich nicht vor, auf kosten des staates zu leben, wenn ich irgendeinen ausweg sehe.

ein großes problem für umsteiger entsteht allerdings dann schon noch später. denn wenn man nicht sofort nach dem schulabgang in den öffentlichen dienst geht und auch für immer dort bleibt, hat man eine "versorgungslücke". irgendwie dürften die verschiedenen pensionssysteme asvg und "öffentlich bedienstete" nicht wirklich kompatibel sein, habe ich mir sagen lassen. was passiert dann mit den 15 beitragsjahren, für die ich bis jetzt ordentlich gelöhnt habe ?
Auskunft der Pensionsversicherungsanstalt: Wenn Du in den Bundesdienst übernommen wirst, wird Dein ASVG-"Guthaben" in den Bundesdienst übernommen - Du darfst aber die Differenz (Beamte zahlen mehr Pensionsbeiträge) nachzahlen. Damit entsteht keine Versorgungslücke, wie Du das so nennst.

Guru
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Alt 08.09.2003, 09:25   #274
utakurt
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Zitat:
Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight


ich sehe da keinen vorteil, wenn man in der privatwirtschaft arbeitet. eher einen nachteil. denn ich kenne keinen einzigen privatbetrieb in österreich, der genauso wie der staat hunderttausende mitarbeiter hat. was meinst du, wo man sich leichter auf einen anderen dienstort versetzen lassen kann ? beim staat oder bei einem privatbetrieb, der nur eine einzige niederlassung in wien hat ?
:

Unzulässiger und vor allemn sinnloser, an den haaren herbeigezogener Vergleich - Du nimmst den Staat allgemein - Du mußt aber schon in der Sparte bleiben (zB: Lehrer, Kiwerer etc.) - ich kann Zb jetzt nicht auf Lehrer machen !

Weiters wünsche ich Dir viel Glück, wennst zB als Beamter bei der Nationalbibliothek bist.

Wie gesagt, wenn man Sparten vergleicht, gibt es dann vergleichbares Bild: zB.: Lebensmittelketten
[/b][/quote]



Zitat:
Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight

ja, aber ein unheilvolles privileg. sag mir welchen vorteil wir alle daraus haben, wenn du unkündbar bist ? ist schon klar, daß man das positiv sehen muss, wenn man selbst nutznießer ist. wer wird da schon nein sagen ?

Bei Richtern bin ich froh drüber - ob es bei anderen Sparten unbedingt notwendig ist, kann ich nicht sagen, die Defintivstellung ist ja eh kaum mehr vorhanden!

Tatsache ist, dass in unserem Betrieb in der Managementebene die Nichtbeamten mehr verdienen als die Beamten! Lange Zeit (vor allem in der weiteren Vergangenheit), war dies halt ein Anreiz beom Bund anzufangfen. Ein alter Zusteller hat mir mal erzählt, dass es sogar Prämien gab, wenn man Leute zum Bund brachte (das muß aber in den 60er oder 70er gewesen sein) - weil man keine Leute gefunden hat!
utakurt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.09.2003, 09:32   #275
utakurt
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Zitat:
Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight


entschuldige, ich habe mich immer bemüht, etwas für meine zukunft zu tun. vielleicht war ich gerade deswegen noch nie abeitslos ? nur bringt es das auch mit sich, daß man nicht zeit hat, permanent nach anderen jobs zu suchen. warum sollte ich auch, wenn ich mit meinem job zufrieden bin und ihn gerne machen ? wenn es irgendwann einmal anders ausschaut, werde ich mich sicher wieder bemühen. denn praktisch jeder job ist besser als arbeitslos zu sein.

Das glaube ich Dir gerne, aber genau das bringt es mit sich, dass man sich ständig auf dem Markt umsieht - nur weil man zufrieden ist, heißt das nicht, dass alles so bleibt - hier gilt es oft vorausschauend zu agieren!

Zitat:
Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
nur was hat das damit zu tun, daß ein irrsinniger wildwuchs an beamtenposten der falsche weg ist ? und was hat das damit zu tun, daß selbstverständlich jeder gerne ein privileg annimmt, besonders so etwas wie lebenslange unkündbarkeit, ein wahnsinn in der heutigen zeit ? ist es damit weniger falsch ? meine kritik richtet sich an diejenigen leute, die so lange auf unsere kosten "zuckerl" ausgeteilt haben, die wir uns vielleicht irgendwann nicht mehr leisten können. bzw. nur noch dann leisten können, wenn ein paar millionen leute dafür bluten müssen. das ist selbstverständlich keine persönliche kritik an den beamten. natürlich würde ich dieses privileg selbst auch annehmen. aber das ändert nichts daran, daß das betrug an allen anderen ist, die dafür ihr leben lang geradestehen müssen. weil ihnen selbstverständlich nichts versprochen wurde. daher kann man dort auch sehr leicht "wegzwicken".
Hmm - ja - jein - einerseits bringt das die EU mit sich, andererseits wegzwicken - wo fängt das an & wo hört es auf - das ganze geht dann sehr in eine anlaßbezogene Gesetzgebung!
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Alt 08.09.2003, 09:57   #276
Guru
 
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Standard Unkündbarkeit

Guru hat dieses Wochenende genützt und sich ein wenig über die Unkündbarkeit schlau gemacht.

"Hoheitliche" Beamte sind aus Gründen der politischen Willkürabwehr unkündbar und haben Versetzungsschutz. Man stelle sich vor, irgendeinem Politiker ist zB irgendein Richter nicht genehm - einfach kündigen, im Zweifelsfall "nur" versetzen.

Guru möchte nur das Beispiel Berlusconi in Italien aufführen - der wildgewordene Politiker würde am liebsten alle Staatsanwälte und Richter in die italienischen Kolonien versetzen, nur damit er tun kann, was er will. Und genau dafür ist die Unkündbarkeit und der Versetzungsschutz gedacht.

Wer sich an den Proksch-Prozeß erinnert: genau da hat eine politische Partei versucht, jahrelang Druck auf die Justiz auszuüben, damit es zu keiner Anklage kommt - da wurden Richter und Staatsanwälte "wegbefördert", weil exekutieren konnte man sie schlecht - das geschieht nur hin und wieder in Italien und den USA...

Diese Unkündbarkeit gibt es übrigens auch in der Privatwirtschaft - zB. Banken, Versicherungen. Dort ist es ein Benefit, weil man damit Mitarbeiter an das Unternehmen binden möchte (und alle Kunden zahlen das mit... ).


Guru
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Alt 08.09.2003, 12:41   #277
jak
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Lustigerweise sind allerdings die Staatsanwälte weisungsgebunden.

Jak
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Alt 08.09.2003, 14:40   #278
pc.net
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Zitat:
Original geschrieben von jak
Lustigerweise sind allerdings die Staatsanwälte weisungsgebunden.

Jak
was hat das damit zu tun? staatsanwälte sind (genauso wie polizei und gendarmerie) exekutivorgane (=verwaltungsorgane) und nicht unabhängige richter ...

guckst du ...

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Praktizierender Eristiker

No hace falta ser un genio para saber quién dijo eso.
Der wirklich faule Mensch ist oft extrem fleißig, denn er will möglichst schnell wieder faul sein.
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Alt 08.09.2003, 17:37   #279
jak
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Das hat damit zu tun, daß man verhindern kann das bestimmte Straftaten überhaupt erst zu einem Richter kommen. Frei nach dem alten Sprichwort "Wo kein Kläger(=Staatsanwalt) da kein Richter".

<edit>
Da Staatsanmwälte weisungsgebunden sind sollten zumindest die Pflicht eingeführt werden die Weisungen zu veröffentlichen.
</edit>

Jak
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Alt 08.09.2003, 18:31   #280
The_Lord_of_Midnight
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Zitat:
Original geschrieben von Netsuya

Soso, ein HAK-Maturant mit Abschluss in Rechnungswesen, Betriebswirtschaftslehre und zwei Fremdsprachen, der nebenbei auch noch perfekt tippen kann und weiß, wie man einen Brief richtig formuliert und gestaltet, ist für dich also ein unqualifizierter Schulabgänger?
Was bitte macht DICH eigentlich so qualifiziert?
eben das ich auch so ein hak-maturant bin und was bringt dir das in der täglichen berufspraxis ? genau gar nix. ja, es ist ein guter anfang. aber jemanden, der von einer hak kommt, als qualifiziert zu bezeichnen, ist schon stark. ja, vielleicht nach ein paar jahren berufspraxis. aber vorher sicher nicht.

ok, wenn man ein zeugnis sieht und gleich in ohnmacht fällt, dann könnte man meinen das ist was. wenn dir aber der eisige wind der marktwirschaftlichen konkurrenz ins gesicht bläst, kannst du dir eine solche vereinfachung der tatsachen nicht erlauben. ein tötlicher fehler, da kannst du das unternehmen gleich zusperren, bevor du angefangen hast. bei uns gibts auch hochschulabsolventen, nur ich würde mich nicht zu behaupten getrauen, daß die unter allen umständen erfolgreicher sein müssen. sehr schwach, wenn die schulbildung das einzige kriterium für die beurteilung der qualifikation eines menschen ist.
The_Lord_of_Midnight ist offline   Mit Zitat antworten
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