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So fliegt man richtig! Fragen, Antworten, Diskussionen zum Fliegen von Jets im FS

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Alt 04.11.2005, 01:44   #11
Marc_H
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@ Mautin,

noch eine etwas andere Frage.

Kannst du mal erklären was es mit der sog. "reclearance" oder PBR/DPP Calculation auf sich hat. Im Netz habe ich dazu *fast* nichts gefunden .
____________________________________
Servus!

By the way, God doesn't bless individual nations.
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Alt 04.11.2005, 02:12   #12
Matutin
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Reden Oh man...

...ich versuchs mal.

Wenn ich ehrlich bin, hab ich das auch noch nicht so ganz geblickt. Aber psst, nicht verraten

Also, Reclearance wird geplant, wenn der Flug vom Gewicht limitiert ist. Das heisst, es müsste Ladung stehen gelassen werden, um fliegen zu können. Wenn es sich hierbei nicht um einen Betrag von 15 t oder so handelt, kann man da mittels Reclearance noch was machen.

Normaler Weise benötigt man ja für nen Flug neben dem Tripfuel auch noch Contingency. Dieser wird aber in der Regel selten benötigt. Daher kann man, um evtl. noch ein par Tönnchen zu schinden, da ein wenig was biegen.
Und das geht so:

Man sucht man sich einen geeigneten Airport (suitable vom Wetter her und für den Flieger) möglichst dicht an der Destination. Das wird der Reclearance Airport. Dann suche man sich einen Punkt auf der Stecke, von dem man im Notfall zum Recl. Ap divertet. Das ist unser Reclearance Point oder besser, Decision Point. An diesem Punkt muss die Crew dann gucken. Hat sie noch genug Sprit an Board, dann wird weiter zur Destination geflogen Wenn nicht, dann zum Reclearance Alternate.
Von DEP bis zum Recl.-Ap. nimmt man 3% Contigency Fuel mit. Nur für die Strecke Recl.-Pt. - DEST werden die vollen 5% geplant. Dadurch bleibt man stets legal, was die erforderlichen Fluelmengen angeht, kann aber ein/zwei Tonnen weniger tanken und somit mehr Fracht mitnehmen.

So, ich hoffe, ich hab das jetzt einigermaßen verständlich ausgedrückt und du kannst mir folgen. Wie gesagt, so richtig hab ich das auch nicht verstanden. Vielleicht kann ja noch jemand hier im Forum was dazu sagen. Wenn du willst, kann ich auch nochmal in meinen Unterlagen schicken, und die demnächst mal ne längere mail schicken.

Gruß

Matu

P.S: Wenn hier grobe Fehler drin sein sollten, bitte ich dies zu entschuldigen. Aber ich bin im Moment doch ein wenig müde (scheiß Nachtarbeit )
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Alt 04.11.2005, 14:59   #13
Krazy Kraut
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Zitat:
Original geschrieben von mike november
Aufgabe der Flugabsicht nach dem Start
Oh man, ich liebe Bundeswehrdeutsch...
____________________________________
Gruß, Andre Koch
GAL2105 und SAG1
Director VACC-SAG
http://vacc-sag.org
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Alt 04.11.2005, 15:44   #14
SamyJay
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Standard Re: Oh man...

Zitat:
Original geschrieben von Matutin
...ich versuchs mal.

Wenn ich ehrlich bin, hab ich das auch noch nicht so ganz geblickt. Aber psst, nicht verraten

Also, Reclearance wird geplant, wenn der Flug vom Gewicht limitiert ist. Das heisst, es müsste Ladung stehen gelassen werden, um fliegen zu können. Wenn es sich hierbei nicht um einen Betrag von 15 t oder so handelt, kann man da mittels Reclearance noch was machen.

Normaler Weise benötigt man ja für nen Flug neben dem Tripfuel auch noch Contingency. Dieser wird aber in der Regel selten benötigt. Daher kann man, um evtl. noch ein par Tönnchen zu schinden, da ein wenig was biegen.
Und das geht so:

Man sucht man sich einen geeigneten Airport (suitable vom Wetter her und für den Flieger) möglichst dicht an der Destination. Das wird der Reclearance Airport. Dann suche man sich einen Punkt auf der Stecke, von dem man im Notfall zum Recl. Ap divertet. Das ist unser Reclearance Point oder besser, Decision Point. An diesem Punkt muss die Crew dann gucken. Hat sie noch genug Sprit an Board, dann wird weiter zur Destination geflogen Wenn nicht, dann zum Reclearance Alternate.
Von DEP bis zum Recl.-Ap. nimmt man 3% Contigency Fuel mit. Nur für die Strecke Recl.-Pt. - DEST werden die vollen 5% geplant. Dadurch bleibt man stets legal, was die erforderlichen Fluelmengen angeht, kann aber ein/zwei Tonnen weniger tanken und somit mehr Fracht mitnehmen.

So, ich hoffe, ich hab das jetzt einigermaßen verständlich ausgedrückt und du kannst mir folgen. Wie gesagt, so richtig hab ich das auch nicht verstanden. Vielleicht kann ja noch jemand hier im Forum was dazu sagen. Wenn du willst, kann ich auch nochmal in meinen Unterlagen schicken, und die demnächst mal ne längere mail schicken.

Gruß

Matu

P.S: Wenn hier grobe Fehler drin sein sollten, bitte ich dies zu entschuldigen. Aber ich bin im Moment doch ein wenig müde (scheiß Nachtarbeit )
Wow, sehr herzlichen Dank für deinen ausführliche Erklärung. Man hört doch immer wieder gerne neue Sachen

Mal nochwas zu deinem Job. Arbeitet ihr bei LHT Cargo für die Briefing auch mit Lido?
____________________________________
Gruß Samy

http://signaturen.tuifly-virtual.com/1002.png

IVAO Flight Operations Advisor 1
www.ivao.aero
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Alt 04.11.2005, 16:53   #15
Marc_H
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Ort: vicinity IRBIR
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Standard Re: Oh man...

Zitat:
Original geschrieben von Matutin
Wenn du willst, kann ich auch nochmal in meinen Unterlagen schicken, und die demnächst mal ne längere mail schicken.
Das wäre toll, meine e-Mail Adresse ist hohenleitner@arcor.de .

Super erklärt, das ganze scheint ja ziemlich komplex zu sein.
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Servus!

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Alt 04.11.2005, 22:29   #16
Urs Wildermuth
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Beiträge: 1.868


Standard Re: Intermediates: Bei Flugplanung auswählen?

Zitat:
Original geschrieben von bvl
Hallo zusammen,
wenn ich meinen Flug plane, dann wähle ich auch gleich mindestens ein Alternate aus: Meist ist das ein Platz der möglichst nahe dran ist, der entsprechend gut (precision approaches etc) ausgestattet ist, der nicht unbedingt für gefährliches wetter bekannt ist etc.

Wie ist das aber mit Intermediates? Werden bei der Flugplanung im Normalfall (d.h. nicht wenn ETOPS ins Spiel kommt) Intermediates geplant? Oder macht man sich darüber Gedanken wenns nötig wird?

Kann man sowas im Internet an einem Beispiel irgendwo sehen?

Bodo
Hallo Bodo,

noch einer in der Nachtschicht Ich versuch's mal, hoffe ich erinnere mich an alles richtig.

die Intermediates hängen von verschiedenen Faktoren ab.So kommt es z.B. schon mal darauf an, ob der Flieger 2 oder 3/4/mehr motorig ist.

Ein Twin braucht nach JAR jede 60 Minuten einen Landeplatz, die grösseren alle 120 Minuten. Dieses Szenario wird als STOPS bezeichnet, im Gegensatz zu EROPS/ETOPS. Das heisst, jeder Flug mit einer Twin, wo Start und Ziel mehr als ca 2 Stunden entfernt sind, braucht man einen oder je nach Flugdauer mehrere STOPS Alternates. Für jeden Flug mit einem 3/4 holer braucht es das selbe für Flüge länger ca 4 Stunden.

ETOPS/EROPS ist nix anderes als eine Ausweitung dieser Limiten für Twins, für die grösseren Flieger gibt's das nicht. Unter bestimmten Bedingungen kann man dann eben länger als 60 Minuten weg vom nächsten Flugplatz, bis 180 Minuten habe ich selber noch geplant, ich glaube aber einige sind bereits an 240 Minuten, so hat mir ein FOC User berichtet, der seine 777 so eingerichtet hat. EROPS Alternates haben aber höhere Anforderungen zu erfüllen als die normalen Intermediates.

Was das Destination Alternate betrifft: Auf dieses kann verzichtet werden, wenn (hoffe ich vergess nix)

Der Destinationsflughafen 2 oder mehr unabhängig voneinander anfliegbare Landebahnen hat, die über unabhängige Anflughilfen verfügen
Das Wetter an der Destination "Open 5" ist (die Definition weiss ich nicht mehr auswendig hier Matutin, weist Du es noch?)
Der Flug nicht länger als 5 Stunden dauert.

Dann wird anstatt Alternate Fuel ein bestimmter Holding Fuel mitgenommen.

ETOPS/EROPS gibt's ja den beschriebenen Link.

Wir rechnen ja solche Dinger regelmässig in den Nachfliegern für FXP unter anderem.
Urs Wildermuth ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.11.2005, 18:30   #17
Leo
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Standard Re: Re: Intermediates: Bei Flugplanung auswählen?

Zitat:
Original geschrieben von Urs Wildermuth
Was das Destination Alternate betrifft: Auf dieses kann verzichtet werden, wenn (hoffe ich vergess nix)

Der Destinationsflughafen 2 oder mehr unabhängig voneinander anfliegbare Landebahnen hat, die über unabhängige Anflughilfen verfügen
Das Wetter an der Destination "Open 5" ist (die Definition weiss ich nicht mehr auswendig hier Matutin, weist Du es noch?)
Der Flug nicht länger als 5 Stunden dauert.

Dann wird anstatt Alternate Fuel ein bestimmter Holding Fuel mitgenommen.
Ich ergänze Urs, also:


OPEN FIVE

-Flug max. 6 Stunden.(hängt so weit ich weiss mit den wetter forecasts zusammen)
-2 verschiedene Landepisten
-ceiling at least 2000ft or minimum circling height + 500ft was immer höher ist und
-die Sicht mindestens 5000m.
-zusätzlicher Treibstoff um 15min in der icao std atmosphäre in 1500ft über den platz halten zu können.
Leo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.11.2005, 20:01   #18
Urs Wildermuth
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Servus Leo,

lange nicht gesehen, wie geht's denn immer?

Danke für die Ergänzung. Wollte gerade mein GB heraussuchen, aber Du hast mir die Arbeit abgenommen! Umso besser.

War mir nicht mehr sicher mit 5 oder 6 Stunden, aber so passt es. Ebenso Open 5 musste ich nachlesen.

Ja, so schnell gehts, wenn man kein Dispatcher sondern nur noch Wetterfrosch ist

Beste Grüsse

Urs
Urs Wildermuth ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2005, 17:54   #19
Leo
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(Hätts auch nicht auswendig gewusst, da es selten notwendig ist..)

Wichtig ist zu wissen, wo man schnell nachschauen kann, wenn man etwas braucht.
Leo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.11.2005, 08:15   #20
Matutin
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Matutin eine Nachricht über ICQ schicken
Standard Lido..

Ja, planen wir. Läuft hier alles über Lido. Find ich eigentlich ganz angenehm das Programm. Sowas bräuchte ich auch für den Flusi
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