15.03.2006, 16:42
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Frankreich will Kopierschutz umgehen
Wie einer Meldung der Telekom-Presse, http://www.telekom-presse.at/channel...ews_22865.html , zu entnehmen ist:
Zitat:
Frankreich will Kopierschutz umgehen
Frankreichs Abgeordnete wollen das Umgehen von Kopierschutzmaßnahmen legalisieren, wenn es sich dabei um das Konvertieren legal heruntergeladener Inhalte handelt.
(Paris, 15.3.2006) Frankreichs Abgeordnete scheinen eher auf der Seite der Konsumenten als auf der Seite der Industrie zu stehen. Zwar wurde die geplante Legalisierung von Tauschbörsen in letzter Sekunde wieder abgeblasen, in einer neuen Novelle soll es nun aber den Kopierschutzmechanismen (DRM - Digital Rights Management) an den Kragen gehen. Wer sich Musik aus dem Internet herunterlädt und dafür bezahlt, soll auch die Freiheit haben, Kopien anzufertigen. "Man muss Inhalte herunterladen und auf jedem Gerät abspielen können", so der französische Abgeordnete Christian Vanneste. Vanneste zufolge wäre das Umgehen des Kopierschutzes nach dem derzeitigen Stand der Novelle rechtskonform, wenn es dazu diene, legal gekaufte Inhalte in ein anderes Format zu konvertieren.
Legales Knacken des iTunes-Kopierschutzes?
Dies hätte etwa Folgen für Apples iTunes-Shop. Apple schützt online gekaufte Songs mit "Fairplay" vor einer unrechtmäßigen Verbreitung und gibt bestimmte Nutzungsbedingungen, wie z.B. die Anzahl der Kopien an. Legal gekaufte und mit Fairplay geschützte Songs können nur auf iPods abgespielt werden, außer die Kopierschutzmechanismen werden geknackt. Wirtschaftsexperten warnen, dass der französische iTunes-Store schließen könnte, falls das Gesetz durchkommt.
Bedenken von Urheberrechtsverbänden
Urheberrechtsverbände fürchten, dass konvertierte Songs sich auch außerhalb von Frankreich verbreiten könnten. "Die Person, die konvertierte iTunes-Songs hat, kann sie überall zugänglich machen", sagte Marc Guez, Chef der französischen Verwertungsgesellschaft Societe Civile des Producteurs Phonographiques (SCPP), im Wall Street Journal.
Stärkung des Online-Musikmarktes
In der letzten Version des Gesetzes drohen Herstellern und Anbietern von Software für den unrechtmäßigen Dateitausch Strafen von maximal 300.000 Euro und bis zu drei Jahren Gefängnis. Privatkopien legal heruntergeladener Musik werden geschützt, allerdings könnte die Zahl der Kopien limitiert werden. DVDs sollen von dem Gesetz nicht betroffen sein. Vanneste glaubt, dass die Novelle durch die Stärkung der Privatkopie Urheberrechtsverletzungen bekämpfen und den legalen französischen Online-Musikmarkt stärken. Am Donnerstag, 16.3., wird in der Nationalversammlung erneut über Änderungen des französischen Urheberrechts debattiert.
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Super Jungs, die Politiker in Frankreich! Da fehlt halt unseren Schüsselchens & Co die Zivilcourage dafür...
Guru
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