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| Guru, e-Zitate & Off Topic Der WCM-Guru auch online, mysteriöse technische Angaben und sonstige 'Verlautbarungen' |
| Umfrageergebnis anzeigen: 10 Jahre € - Jubiläum? | |||
| Und das ist gut so! |
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22 | 53,66% |
| Hätten wir uns auch ersparen können! |
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11 | 26,83% |
| Ist mir eigentlich auch wurscht! |
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7 | 17,07% |
| Was schon so alt? |
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4 | 9,76% |
| Multiple-Choice-Umfrage. Teilnehmer: 41. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen | |||
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#1 | |
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Inventar
![]() Registriert seit: 03.09.2000
Beiträge: 4.010
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Zitat:
klar hat es in dieser zeit auch gewinner und den unselbständig erwerbstätigen gegeben, keine frage. aber bringt die diskussion auf dieser ebene etwas? die frage, die sich stellen sollte, wäre: welche der hier angeführten statistiken lügt? denn dass zumindest eine davon lügt, steht außer zweifel. wenn du das beispiel mit dem internet-zugang bringst: das ist tineff. was ich monatlich nur fürs internet ausgebe, verbraucht meine familie wöchentlich für brot. was nützt es mir, wenn der internet-zugang um den einen oder anderen euro billiger geworden ist, wenn das brot eine konträre richtung eingenommen hat? wo noch dazu die kosten für brot für mich ein vielfaches höher sind als der fürs internet-surfen? dass ich mir heutzutage mehrmals im jahr neue schuhe kaufen muss, weil die alten aus qualitativen gründen zwar billiger, aber auch von der haltbarkeit schlechter geworden sind, macht es auch nicht leichter. sprich: ich muss, trotz dessen, dass der einzelne schuh zwar weniger kostet, in summe heute mehr aufwänden als seinerzeit. deswegen, weil die schuhe nach einer saison so desolat sind, dass sie nicht mehr weiter getragen werden können. alternativ könnte man zu hochpreisigen schuhen greifen, aber dann ist der preisvorteil keiner mehr. anderes beispiel: mein letzter fernseher hat immerhin über 15 jahre durchgehalten und damals ca 3500 schilling gekostet. ich bin gespannt, ob ich mit meinem derzeitigen fernseher (gekauft vor einem halben jahr um knapp 400 euro, also deutlich mehr als anno dazumal) auch noch im jahr 2026 gucken werd können. auf diese weise können wir uns noch monatelang bekriegen, ohne zu einem ergebnis zu kommen. aber wie gesagt: wichtiger wäre, zu klären, welche der statistiken denn offensichtlich falsch ist.
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Für ein friedliches Zusammenleben im Forum werde ich ab sofort keine Trolle mehr füttern, und zwar unabhängig von der Sinnhaftigkeit ihrer Wortmeldungen. |
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#2 |
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Inventar
![]() Registriert seit: 03.09.2000
Beiträge: 4.010
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nochwas (nachdem ich mir dein PDF erneut angeguckt habe):
die auswahl der dortigen produkte ist auch extrem sonderbar. was aber recht gut herauszulesen ist: brot und gebäck (täglicher bedarf) ist teurer als vor 10 jahren, kartoffeln (für mich sinnbildlich für frischobst und -gemüse) ist ebenfalls teurer - und was beinhaltet das produkt "damenkleid"? hier ist doch die preisspanne sowas von extrem, dass der hier angezeigte wert von 7 stunden nur als witz angesehen werden kann. komischerweise sind herrenhemden nur marginal billiger geworden. gibt es denn eine eigene damenkleid-branche und eine herrenhemd-branche, die sich derart massiv unterschiedlich entwickelt haben? und wenn ich da lese "normalbenzin", dann stellen sich mir eh die haare zu berge. normalbenzin ist ja meiner beobachtung kaum mehr zu bekommen, von 4 tankstellen hat das gerade mal 1 im sortiment. aber diesel haben die sich schon nicht mehr anführen getraut. ich finde das schon irgendwie arg selektiv, was hier angeführt worden ist. und von daher messe ich dem einen deutlich geringeren wahrheitgehalt bei, was die gesamtausgaben des österreichers betrifft.
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#3 |
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Inventar
![]() Registriert seit: 03.09.2000
Beiträge: 4.010
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nochwas, toni - nachdem ich dein pdf jetzt wieder und wieder durchgelesen habe: die tabelle sagt doch lediglich aus, wie viele stunden man arbeiten muss, um das angegebene produkt oder die angegebene dienstleistung zu kaufen.
es sagt aber nichts darüber aus, wie viel stunden die mitarbeiter heute überhaupt arbeiten und damit auch nicht, wie hoch das einkommen in relation zu früher ist. vielleicht hatte man seinerzeit mehr überstunden machen können, was naturgemäß das nettoeinkommen verbessert hat. oder vielleicht waren damals die mitarbeiter nicht in teilzeit oder mussten mit kurzarbeit vorlieb nehmen. somit kann es durchaus sein, dass deine statistik zwar stimmt - aber sich die leute trotzdem heute weniger leisten können als vor 10, 20 oder 30 jahren. zudem hatte man in der industrie vor 30 jahren noch 45 oder 48 stunden gearbeitet, heute sind es aber meist unter 40. schon alleine das bedeutet für deine statistik ein kaufkraftgewinn von 20%, real hat es den mitarbeitern aber nur mehr freizeit gebracht ab er keinen cent/groschen mehr geld - und somit auch keinen realen kaufkraftgewinn. all das sind aspekte, demzufolge ich eher den statistiken der AK zugeneigt bin - weil dort das tatsächliche einkommen der mitarbeiter als basis genommen wird und nicht ein fiktiver vergleich "stundenlohn vs ware/dienstleistung".
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#4 |
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Inventar
![]() Registriert seit: 05.01.2000
Beiträge: 3.812
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Muss in Satans Sinne mal ein anderes Beispiel bringen.
Vor ~25 Jahren war man ein "Weltmeister" (komme aus einer Arbeitergegend) wenn man 25000 ATS im Monat verdiente. Große Mietwohnung hat ca 6000-7000 Miete gekostet und ein Haus gab es selbstgebaut um ca 1 Mille, zum Kaufen mit Grundstück war man mit ca 2 Mille dabei. Sonderangebot 1 Woche Urlaub (Griechenland, Türkei, Spanien usw) kostete ca 3500 ATS bis 4500 ATS. Miete: 28% vom Gehalt Haus: 40 Monatsgehälter Urlaub: net ganz a 1/6 vom Gehalt Beim Wirt ein Schnitzerl um ~65 ATS also mit dem obigen Gehalt sind sich 384 Schnitzel und ein paar Brösel ausgegangen. 2012: Gehalt knapp über 1800.- Euro Größere Mietwohnung: sicher über 800.- Euro Miete Haus/Reihenhaus: unter 400000 geht fast gar nichts Urlaub Sonderangebot 1 Woche: mind 500.- Euro Miete: 44% Haus: 222 Monatsgehälter Urlaub: fast 1/4 vom Gehalt Schnitzerlbeispiel: kostet jetzt so um die 8.- Euro beim Wirten um die Ecke, eigentlich mehr. Bekomme ich jetzt 225 Stück oder etwas weniger. Das vorige Brotbeispiel möchte ich aus Selbstschutz nicht ausrechnen, vorher 1 Kg Gstaubtes 6 ATS, jetzt fast 3.- Euro. Ich glaube wir lassen uns alle Blenden von billige Textilien die nach zweimal waschen ins Nirvana wandern und fühlen uns wie die Kaiser wenn wir ein Handy besitzen und 30 Euro oder mehr an Telefonrechnung pro Monat zusammenbringen. Vor 25 Jahren war z.B das Telefonieren billiger, wenn schon manche an der Technik und deren Preisverfall den Wohlstand messen wollen. Sloter P.s: Alle Rechnungen wurden grob gerechnet und etwas ab/aufgerundet. |
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#5 | |
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Gesperrt
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Zitat:
Heute telefoniere ich gratis von Bnet zu Bnet, Kabsi und Upc. Die Handy-Verträge mit 1000 Minuten, 1000 SMS und 1 GB Datenvolumen sind spottbillig, das kostet mich derzeit weniger als 10 Euro. Ein derartiges Volumen hätte damals bei der Telekom ein kleines Vermögen gekostet ! Und wenn du wirklich das Gehalt von 1800 Euro damals mit einem heutigen Gehalt vergleichen wolltest, würdest du z.b. bei 3 % Gehaltserhöhung nach 25 Jahren auf fast 4000 Euro kommen, oder ? Wenn du nur 2% nimmst, dann würdest du immer noch auf fast 3000 Euro. Natürlich ist es klar, daß nicht alle in den Genuß einer kollektivvertraglich garantierten Erhöhung kommen. Aber die Bezieher eines Mindesteinkommens kriegen das schon, egal ob sie viel oder wenig gearbeitet haben, denn die kollektivvertragliche Erhöhung steht allen arbeitenden Menschen zu. Also wenn schon einen Vergleich, dann bitte einen sinnvollen. Es sind ja nicht nur die Preise gestiegen, sondern auch die Mindestgehälter, oder nicht ? |
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#6 |
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Der Unvergleichliche
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Full ack!
![]() Habe 1999 als Verkäufer ca. 860€ netto verdient! Jetzt gibts Jobs zum Kollektivvertrag um 1 350€ brutto-kommst als Alleinverdiener ca. auf 900€ netto. Nau eine irre Steigerung 40€ in 13 Jahren! Nur damals habe ich 150€ Miete bezahlt -jetzt 250€! ![]() Strom Heizung etc.?? Gar net dran denken -er will! ![]() |
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#7 | |
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Inventar
![]() Registriert seit: 30.03.2000
Ort: NÖ
Alter: 64
Beiträge: 1.508
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Zitat:
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#8 |
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Inventar
![]() Registriert seit: 03.09.2000
Beiträge: 4.010
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wie schon oben geschrieben: mir geht es nicht um einzelne schicksale - die können wir uns massenhaft gegenseitig um die ohren schmeißen.
es geht um das kollektive gefühl. und genau dieses scheint mir in der letzten zeit immer stärker in die richtung zu tendieren, dass man sich immer weniger leisten kann um sein gehalt. genau dieses kollektive gefühl wird durch die AK-statistik bestätigt. es muss in meinen augen also mehr als nur ein gefühl dahinter stecken, wenn zusehends mehr und mehr leute ... äh, wie hat der toni das ausgedrückt? achja ... wenn zusehends mehr und mehr leute zum jammern anfangen. und das ist ja nicht nur in österreich so, das ist auch in vielen anderen ländern nicht anders. mag auch sein, dass es sich gerade in den letzten 3 jahren extremst zugespitzt hat; vor allem für jene, die vorher schon knapp am machbaren leben mussten. aber es gibt sie tatsächlich da draußen, die nicht nur frieren, sondern sogar erfrieren, weil sie sich keine warme stube mehr leisten können. die heute veröffentlichte arbeitslosenstatistik ist auch so eine sache. unser sozialsystem bietet eben vermehrt die möglichkeit, dass man teilzeitarbeit und kurzarbeit verrichtet; ein modell, welches andere länder nicht in dem ausmaß anbieten. das hilft auf der einen seite den unternehmern, weil sie damit in schlechteren zeiten kosten minimieren können und drückt auf der anderen seite die arbeitslosenstatistik - aber genau das bringt immer mehr leute in prikäre situationen. in situationen, wo sie ihren lebensstandard eben nicht mehr halten können. aber all das ändert nichts daran, dass es in meinen augen widersinnig ist, wenn lediglich der stundenlohn als basis für den wohlstand herangezogen wird. aber etwas anderes erwarte ich auch nicht von einer organisation, die auf der seite der unternehmer steht. und ich erinnere nochmal daran: in den letzten 15 jahren (den zeitraum der AK-statistik) ist die produktivität der mitarbeiter um mehr als 20% gestiegen. sprich: die ertragslage der unternehmer hat sich kollektiv betrachtet deutlich verbessert, während die mitarbeiter gehaltsmäßig mehr oder weniger am stand getreten haben.
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Für ein friedliches Zusammenleben im Forum werde ich ab sofort keine Trolle mehr füttern, und zwar unabhängig von der Sinnhaftigkeit ihrer Wortmeldungen. |
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#9 |
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Inventar
![]() Registriert seit: 01.11.2002
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#10 |
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blupp, blupp
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sehr interessanter artikel
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mfg ein piepser aus dem ozean |
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