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Guru, e-Zitate & Off Topic Der WCM-Guru auch online, mysteriöse technische Angaben und sonstige 'Verlautbarungen'

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Alt 23.04.2008, 09:41   #11
Don Manuel
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Ich schließe mich der Kritik an diesem Staatsunternehmen vollinhaltlich an. Was ich allerdings dabei auch häufig höre und nicht verstehe, ist der Punkt, warum viele glauben, in privaten Händen wäre das besser aufgehoben. € 850.000 hören sich ja viel an, aber ich denke kaum, dass man mit einem derartigen Betrag (dann z.B. als Netto-Jahresgehalt) einen CEO einer Privatfirma dieser Größenordnung befriedigen könnte.
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Alt 23.04.2008, 10:01   #12
Telcontar
Da BoJo
 
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Der Private CEO Lacht dich dabei ja nichtmal aus.
____________________________________
Homines sumus non dei
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Alt 23.04.2008, 10:03   #13
holzi
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das ist ja der trick, ohne ceo wären die paar hundert millionen nicht futsch *ggg*
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Wenn die Bierwirtin ein minderwertiges, dem Getreidepreis nicht entsprechendes Bier verkauft, soll sie überführt und alsdann im Flusse ertränkt werden.
Hamurabi, 1768-1686 v. Chr.
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Alt 23.04.2008, 10:06   #14
FearoftheDark
Böhser Onkel
 
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oft braucht man nunmal einen ceo bzw. wirds je nach rechtsform auch verlangt

allerdings kann ichs verstehn wenn man sich aufregt bei solch hohen managerngehältern.. find da ist japan ein gutes beispiel - dort werden erst die gehälter der top-manager gekürzt bevors bei den kleinen arbeitern mim abbaun anfangen..
____________________________________
Ein leerer Bauch
ein wilder Blick
das Herz verhärtet
den Kopf im Strick
ein Tag wie jeder andere
ohne Liebe ohne Glück
ein Schritt nach vorne
zwei zurück


Die Angst vor Schlimmerem
treibt dich voran
denn alles was du sahst
von Anfang an - waren
kleine Tragödien
von Liebe und Tod
von Armut und Elend
von Sehnsucht und Not
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Alt 23.04.2008, 10:09   #15
Don Manuel
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Man könnte auch sagen: Gut, dass wir uns aufregen können, wär's eine private AG, würden wir das meiste gar nicht erfahren.
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Alt 23.04.2008, 14:46   #16
garfield36
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Es geht ja auch mehr um die sogenannten Spitzenmanager.
Obwohl, auch einige Zugbegleiter (Schaffner) sollten sich mal über die Tarife der ÖBB kundig machen. Vor allem wenn ein Reisender bei einer Haltestelle ohne Fahrkarten-Schalter und -Automaten einsteigt.
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Commander Jameson
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Alt 23.04.2008, 16:11   #17
jayjay
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mir ging es mit der öbb kürzlich ähnlich bzw geht es ähnlich. im jänner erhielt ich einen erlagschein in höhe von EUR 19,90 für die verlängerung der vorteilscard. ich fahr zwar praktisch selten bis nie mehr zug trotzdem hab ichs mal eingezahlt, falls ich doch mal wohin möchte. eine woche später erhielt ich von der öbb ein schreiben, dass die vorteilscard nunmehr EUR 99,90 koste, weil ich mittlerweile über 26J sei, ich müsse also EUR 80 aufpreis bezahlen. das mache ich natürlich nicht, schreibe der öbb ein mail, erhalte zuerst eine "sinnlose" antwort, nach einem weiteren mail dann der hinweis, dass ich mir das geld bei jedem schalter auszahlen lassen könne. gehe ich zum schalter, kein geld - formular ausfüllen. ok, formular ausgefüllt, abgeschickt - nichts passiert, bis heute. mittlerweile habe ich die öbb zweimal gemahnt, zahlen sie nicht geht im mai eine mahnklage raus. da gehts einfach ums prinzip.

auch fühle ich mich als mann von der öbb so richtig genderkorrekt völlig veräppelt: erstens musste ich ein jahr aufgrund des zivildienstes mit dem studium pausieren, folglich fahren frauen ein jahr günstiger mit vorteilscard (kostet so wohl viele männliche studierende EUR 80,- mehr). das pensionistenticket erhält frau mit 60 jahren, mann erst mit 65 jahren - wohlgemerkt in einem staatlichen (defacto)monopolbetrieb. komisch, dass dies wieder einmal niemanden der gender-*** interessiert.

warum die öbb privatisieren?
http://www.gewerbeverein.at/modules....rticle&sid=191

Der Bundeszuschuss an die ÖBB liegt bereits bei 4,438 Milliarden EUR jährlich. Der Beitrag, den der Bund an die Universitäten überweist, nimmt sich da mit 1,5 Mrd. jämmerlich niedrig aus. "Unsere ÖBB" ist somit jedem Steuerzahler jährlich - ob er will oder nicht, ob er Eisenbahn fährt, oder nicht - 540 EUR wert!

bei beinahe 4,5 mrd euro macht die öbb dann natürlich einen tollen gewinn.

wenn private aktionäre gerne abfertigungen in millionenhöhe zahlen, dann bitte, sollen sie - hier geht es um öffentliche steuergelder (hier erhält eine person, die offensichtlich nichts auf die reihe bekommen hat das LEBENSsteueraufkommen eines durchschnittlichen handwerkers -ja hallo!?!?), gesunde frühpensionisten mit 50, ...

und wenn durch eine privatisierte bahn ein paar strecken geschlossen werden - mit 4,5 mrd euro einsparung fahren die benutzer dieser strecken gratis bus und der staat (steuerzahler) hat immer noch massivst gespart.

zumindest das zulassen von wettbewerb (liberalisierung) wär schon mal ein enorm wichtiger schritt ...
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"Geschichte sind die Lügen auf die man sich geeinigt hat." Napoleon Bonaparte.

jayjay ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.04.2008, 22:05   #18
Christoph
Mod, bin gerne da
 
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Was mich an der ganzen Sache mit den Abfertigungen von Staats(nahen)managern stört ist, daß immer die Manager als die Bösen hingestellt werden.
Wer hat denn die Verträge ausverhandelt resp. bewilligt?
Ich kann auch FearoftheDark nur zustimmen, die kleinen hackeln, die Großen kassieren, es gab/gibt, siehe BAWAG, Prämien bei schlechten Ergebnissen. So nach dem Motto: es ist ein Erfolg wenn wir noch leben.
Siehe auch jayjays letztes Posting, spricht mir aus dem Herzen. Wieviele defizitäre Strecken werden erhalten, ein Busdienst wäre billiger, und oft auch kundenfreundlicher.
Das sind unsere ÖBB und etliche andere staatsnahe Betriebe; zur Erinnerung die VÖEST, solange sie Staatsbetrieb war - hohe Defizite, nach Privatisierung - hoch aktiv.
____________________________________
Liebe Grüße
Christoph

Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles seine Bemerkungen.
(Heinrich Heine)
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Alt 24.04.2008, 08:14   #19
Don Manuel
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Was aus einer privatisierten Infrastruktur wird, kann man sehr schön in vielen Ländern beobachten, z.B. Brittanistan.
Was der private Markt mit Preisen macht, kann man sehr schön an gegenwärtigen Treibstoffpreisen beobachten: Lager sind voll, Preise wegen Spekulation in lichten Höhen.
Don Manuel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.04.2008, 12:26   #20
jayjay
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das britische bahnsystem wurde damals genau deswegen privatisiert, weil es bereits völlig marode (inbesondere veraltet) war. diese strecken wurden übrigens in GB einst von privaten investoren errichtet, funktionierten hervorragend, um dann verstaatlicht zu werden. wen wunderts, dass ein bahnsystem heruntergewirtschaftet wurde, wenn in GB eine gewerkschaft (bei der nunmehr staatlichen bahn) durchsetzte, dass in jedem elektro-zug ein kohlenschaufler mitfahren musste, damit die nicht aufgrund der modernisierung des bahnwesens arbeitslos werden.

bei den treibstoffpreisen/fahrtkosten sind primär die einzelnen reGIERungen die preistreiber - siehe etwa: http://www.oeamtc.at/netautor/pages/...g/1124366.html
Zitat:
Jahr für Jahr zahlen wir mehr an Steuern, Abgaben, Gebühren und Mauten. Im Jahr 2000 haben wir noch 8,4 Milliarden Euro in das Bundesbudget und an die Asfinag geleistet, 2008 werden es schon 12 Milliarden sein – rund 43 Prozent Steigerung in wenigen Jahren!
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"Geschichte sind die Lügen auf die man sich geeinigt hat." Napoleon Bonaparte.

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