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Alt 25.03.2007, 23:30   #61
The_Lord_of_Midnight
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es gibt auch Autodidakten, die im berufsleben erfolgreich sind.
nicht immer "gewinnen" die leute mit universitärer ausbildung, auch wenn sie natürlich höhere chancen haben.
aber es gibt genug beispiele von leuten die auch anders karriere gemacht haben.

ps:
was du meinst mit "so funktioniert die wirtschaft nun mal und nicht erst seit gestern", das ist der öffentliche dienst
es gibt auch noch eine privatwirtschaft und es gibt auch leute die dadurch karriere machen, indem sie einfach nur gute resultate bringen.

es gibt nämlich auch sowas wie einen "knowing-doing-gap", und das ist ein erhebliches problem, das man in der praxis niemals unterschätzen darf.
sonst hat man schon verloren bevor man überhaupt angefangen hat.

pps:
nein, ich würde niemals einem menschen abraten, eine universitäre ausbildung zu genießen, wenn er die möglichkeit dazu hat.
aber andererseits ist "ohne" bei weitem noch nicht alles verloren.
manager die nicht mehr drauf haben als zu wissen wer welchen mag oder dr. hat, haben mit sicherheit keine lange überlebenschance.
zumindest nicht wenn sie im scharfen wettbewerb stehen.
weil für die beurteilung von menschen, die auswahl der richtigen mitarbeiter und vor allem für die richtige förderung dieser mitarbeiter gehört wesentlich mehr.
The_Lord_of_Midnight ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.03.2007, 00:07   #62
Hubman
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Standard Re: Dipl. HTL-Ing.

Zitat:
Original geschrieben von ost

Ich selbst habe ein ordentliches Studium (Mag.), bin EUR ING, Ing. und Dipl. HTL-Ing. Meine Titel stehen, obwohl ich Österreicher bin, auf keiner Visitenkarte. Es ist nur wichtig, selbst zu wissen, dass man in der Lage ist, Qualifikationen zu erfüllen.
dem stimm ich mal vorbehaltlos zu; trotzdem find ich "Dipl.-HTL-Ing." was typisch österreichisches

ich kann auch dem lom zustimmen, gerade die lehre bietet sehr oft hochqualifizierte und nachhaltige ausbildung; bildung und weiterbildung bleiben auch bei außeruniversitären bildungswegen der schlüssel zum fortkommen, genauso wie sich ein studierter nach absolvierten studium weiterbilden muss

auch ich werde eines tages, nach mittlerer zweistelliger semesterdauer fertig studiert haben und in meinem fachgebiet wird keiner auf den titel schauen, sondern was ich kann/nicht kann

das ich eine disseration später einmal noch anhängen werde, ist sehr wahrscheinlich, nicht wegen der titelgeilheit, sondern um des tieferen befassens eines themas willen

@downhillschrott, ich halte nicht HTL sondern diverseste FHs für hinterfragenswert, dort ist der fachliche vergleich der verschiedenen noch viel schwerer zu hinterfragen, als es bei HTLs, HAKs oder Universitäten ohnehin schwer genug ist
@zed, ich persönlich halte eine Universität für deutlich generalistischer, zumindest ergibts sich aus meiner persönlichen erfahrung; btw. sehens viele als nachteil, ich sehe es als den sehr großen vorteil
____________________________________
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Alt 26.03.2007, 00:25   #63
The_Lord_of_Midnight
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richtig.
wissen und qualifikation ist immer von vorteil.
aber in der heutigen zeit muss man auch die zeit sinnvoll und effizient einsetzen.
heute muss man die richtige qualifikation zur richtigen zeit und am richtigen ort haben.

mich hat zumindest mein vp noch niemals nach einer ausbildung irgendwelcher mitarbeiter gefragt.
bei mir gehts darum ob ich resultate liefere, ob projekte laufen und ob die leute das machen was vereinbart wurde.
wenn jemand keine leadership hat, nützt die ganze ausbildung auch nix.

z.b. habe ich schon genug kollegen gesehen die ihren arbeitsplatz verloren haben.
da hat ihnen die universitäre ausbildung auch nix genützt.
und andere wiederum ohne universität sind sehr erfolgreich.

nochmals:
ich will damit auf keinen fall eine gute ausbildung abwerten.
das wäre völlig falsch.
aber man darf sich nicht zu engstirnig nur auf irgendwelche titel konzentrieren.
das leben fordert wesentlich mehr als irgendwelche prüfungsfragen zu beantworten.

in der wirklichkeit gibt es manchmal sehr harte situationen und damit muss man fertigwerden.
wie man das schafft interessiert eigentlich niemanden.
The_Lord_of_Midnight ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.03.2007, 08:33   #64
Alex1
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Standard Re: Re: Dipl. HTL-Ing.

Zitat:
Original geschrieben von Hubman
...
auch ich werde eines tages, nach mittlerer zweistelliger semesterdauer fertig studiert haben ...
50?
____________________________________
Viele Grüße

Alex

(SUV-Fahrer aus Leidenschaft)
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Alt 26.03.2007, 12:31   #65
ost
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Standard Re: Re: Dipl. HTL-Ing.

Zitat:
Original geschrieben von Hubman
dem stimm ich mal vorbehaltlos zu; trotzdem find ich "Dipl.-HTL-Ing." was typisch österreichisches

Ja. Und ich meine, typisch österreichisch muss per se noch nicht schlecht sein. Es drängt sich die Frage auf, warum es den Dipl. HTL-Ing. überhaupt gibt? Der Ing. würde ja wohl auch ausreichen, um darauf hinzuweisen, dass man eine qualifizierte technische Ausbildung und ein wenig Praxis hat. Dazu muss man sich nur ein wenig das Schulsystem in Europa ansehen. In Deutschland, Frankreich, Benelux usw. erhält man den Ing. (oder eine gleichwertige Standesbezeichnung) nach einer Ausbildung von 4 - 6 Semestern, also in der Hälfte der Zeit, die Österreich dafür erforderlich ist. Die Qualität der Ausbildung an österreichischen HTLs entspricht schon eher jener, die in anderen Ländern an Fachhochschulen geboten wird (unabhängig davon, ob und wie man Allgemeinwissen bewerten möchte). Um eben darzustellen, dass die österreichische Ausbildung substanziell umfangreicher und qualitativ hochwertiger ist, gibt es den Dipl. HTL-Ing., der die Ähnlichkeit mit Diplomstudien an FHs, insbesonders solcher im Ausland, vermittelt.
Allen, die sich mit dem Thema Ausbildung intensiv beschäftigen, wird natürlich klar sein, dass der Wert des erworbenen Wissens von der intellektuellen Fähigkeit der Umsetzung in der Praxis, sowie der Möglichkeit und Bereitschaft der Weiterbildung abhängt. Dass daneben auch noch persönliche Merkmale und Fähigkeiten, wie Engagement und Durchsetzungfähigkeit, Gruppen- und Führungsqualitäten zählen, braucht nicht extra erwähnt zu werden.

ost
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Alt 26.03.2007, 19:16   #66
Hubman
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Standard Re: Re: Re: Dipl. HTL-Ing.

Zitat:
Original geschrieben von Alex1
50?

habs tatsächlich falsch ausgedrückt (meinte in der mitte von 10-20)

@ost, der begründung kann ich absolut folgen;
weißt du zufällig, wie es mit htl-ähnlichen schulen in anderen europäischen ländern aussieht, bei denen man wie hierzulande mit 14/15 jahren anfängt (im gegensatz zu fachhochschulen)
____________________________________
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Hubman ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.03.2007, 22:14   #67
The_Lord_of_Midnight
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Standard Re: Re: Re: Dipl. HTL-Ing.

Zitat:
Original geschrieben von ost
sowie der Möglichkeit und Bereitschaft der Weiterbildung abhängt.
richtig.
das ist heute unanbdingbar um beruflich weiterzukommen.
wer sein ganzes leben lang nichts lernt, sollte auch nicht die anderen dafür verantwortlich machen, wenn er arbeitslos ist.
mir ist schon klar, daß nicht jeder lernen kann und daß das ein problem ist.
und natürlich kann man einfach nur pech haben.
aber zumindest, die leute die in der lage sind zu lernen, sollten auch was tun.
das erhöht dann wenigstens die chancen.
The_Lord_of_Midnight ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.03.2007, 20:07   #68
ost
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@Hubmann: ein Blick in Wikipedia unter Ingenieurschule bringt ein bisschen Licht in die Historie (von Ing. zum Dipl.Ing.(FH).
Weitere Informationen finden sich auf der Seite des VOI zum Thema EUR ING http://www.voi.at/aktuelle/index.php, wo erkärt wird, warum der österreichische Ing. so viel Wert ist.
In Deutschland gibt es heute erst nach dem Gymnasium (ja nach Bundesland untershciedlich lange), die Möglichkeit, eine FH zu besuchen. Als technische(!) Qualifikation kommt in etwa das raus, was man bei uns in der HTL lernt. Die Allgemeinbidlung erfährt man aber davor (eben im Gymnasium oder etwas weniger, in der Realschule).
Eine der HTL vergleichbare Ausbildung ab der 9. Schulstufe gibt es nicht. Ähnlich ist es in Frankreich, wobei hier die Trennung ab der 9 Schulstufe noch drastischer ist. Entweder Lyceum (Gynmasium) oder :-(( Auch hier keine technisch orientierte, vergleichbare Schule. Im Rest Europas ziemlich ähnlich.
Damit erklärt sich, warum in Österreich die Ingenieure so versessen darauf sind, darauf hinzuweisen, dass sie mit FH´s vergleichbar sind (zumindest, was das technische Wissen angeht). Es ist aber auch ganz klar: weder der Ing., noch der Dipl.HTL-Ing sind akademische Grade, sondern lediglich eine Standes- bzw. Berufsbezeichnung.
Hoffe, Deine Frage ist soweit beantwortet.
Grüße, ost
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Alt 28.03.2007, 00:23   #69
maxb
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Standard Re: Dipl. HTL-Ing.

Zitat:
Original geschrieben von ost
Das Ingenieurgesetz ist nun nicht wirklich schwer zu verstehen. Wenn man HTL- oder HFL-Matura gemacht hat und sechs Jahre einschlägige Praxis nachweisen kann, eine Diplomarbeit im Umfang von etwa 40 - 50 Seiten über ein ausreichend komplexes Projekt erstellt hat (wobei eine leitende Funktion in diesem Projekt erwartet wird) und eine ausführliche Prüfung vor einer Komission, bestehend aus drei Mitgliedern, (auf Ansuchen auch öffentlich) in deutscher Sprache abgelegt hat, wird man auf Ansuchen Dipl. HTL-Ing. Eine Maturaarbeit ist natürlich nicht zulässig, weil man in der Regel zum Zeitpunkt der Matura nicht sechs Jahre Praxis nachweisen kann.
Der Titel selbst ist eine Bezeichnung, die ergänzend zur Standesbezeichnung Ingenieur oder alleine geführt und in Dokumenten eingetragen werden darf. Es ist kein akademischer Grad, obwohl laut Ing.Gesetz die Qualifikation mit jener, die in einer FH erworben wird, gleichzusetzen ist.
Den Titel erhält man nicht geschenkt, es ist tatsächlich eine Menge Arbeit damit verbunden und es erhält ihn auch nicht jeder. Man kann keinen Nutzen daraus ziehen (aus welchem Titel kann man das schon?), aber jeder der sich darüber lustig macht, sollte ihn zumindest selbst haben.

Ich selbst habe ein ordentliches Studium (Mag.), bin EUR ING, Ing. und Dipl. HTL-Ing. Meine Titel stehen, obwohl ich Österreicher bin, auf keiner Visitenkarte. Es ist nur wichtig, selbst zu wissen, dass man in der Lage ist, Qualifikationen zu erfüllen.

Liebe Grüße an alle, ost
Da gibt es einige Fragen die ich immer schon gerne beantwortet gewusst hätte:

Was versteht man unter einschlägiger Praxis, wenn man eine "Abteilung für Elektrotechnik" absolviert hat. Elektrotechnik kann ja alles beinhalten, was mit beweglichen Elektronen in Leitern und deren Auswirkungen auf die Umgebung zu tun hat, oder?

Was passiert bei der komissionellen Prüfung? Muss man da nur seine Diplomarbeit verteidigen, oder werden hier sinnlose fachliche Fragen aus dem Schulwissen gestellt? Was ist, wenn die Kommission absolut keine Ahnung über das fachliche Gebiet der Diplomarbeit hat? Wäre dann ja peinlich


Welche Kosten sind damit verbunden?


...und zuletzt, wtf ist ein EUR ING
____________________________________

www.maxb.cc
und www.bikeandbeer.info
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Alt 28.03.2007, 11:01   #70
Hubman
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Zitat:
Original geschrieben von ost

Hoffe, Deine Frage ist soweit beantwortet.
thx, das macht für mich die sachlage schon klarer, wobei ich das (nicht vorhandene) ausmaß solcher schultypenin europa in europa mal als komisch bezeichne
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