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#1 |
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Inventar
![]() Registriert seit: 08.02.2001
Beiträge: 9.977
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Ich finde Kipo im Web naturgemäß entsetzlich. Was mir aber nicht einleuchtet: Warum werden Anbieter und Konsumenten nicht genau über ihre Aktivitäten im Web aufgespürt und danach "konventionell" verfolgt? Wenn man sich gegen das von diesen Würmern verwendete Werkzeug wendet, also die Aktivitäten in einen konsequent neu geschaffenen Untergrund verdrängt, wird die Strafverfolgung bzw. daraus resultierende Zwangstherapierung ja nur erheblich erschwert.
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#2 |
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Der Unvergleichliche
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Das, Don, unterstützt deine Argumentation -der ich mich anschließe deutlich:
Internetsperren gegen Kinderpornographie Die Vermutung liegt nahe, dass es sich bei dem öffentlichkeitswirksamen Auftreten der Familienministerin um ein sorgsam inszeniertes politisches Theater handelt. Mittlerweile ist bekannt dass die beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung von Kinderpornographie im Netz nichts weiter sind als ein Vorhang, der vor die Bilder misshandelter Kinder gezogen werden soll, ein Feigenblatt, das nichts verhüllt. Die Vorgehensweise eines Internetproviders, der illegales Material, also etwa Kinderpornografie, auf den eigenen Servern entdeckt, ist dergestalt, dass zunächst die Strafverfolgungsbehörden informiert werden. Deren Job ist es dann, die Besitzer dieses Materials dingfest zu machen. Der Provider wird in aller Regel dieses Material entfernen, sprich: von den Servern nehmen, so dass es für niemanden mehr erreichbar ist. Ist diese Gesetzesänderung purer Aktionismus? Genau das muss das Ziel sein: Kinderpornographie darf für niemanden mehr im Internet erreichbar sein. Und das funktioniert nur, wenn das Material aus dem Internet verschwindet. Eine Gesetzesänderung wäre also nicht notwendig: mit den bestehenden Gesetzen kann Kinderpornographie bereits wirkungsvoll bekämpft werden. Einmal mehr stellt sich die Frage, wozu diese Debatte – und die Gesetze, die aufgrund dieser Debatte geschaffen werden - dienen soll bzw. sollen. Die geplanten Sperren jedenfalls sind kein Hindernis. Jemandem beizubringen wie man einen neuen DNS einträgt ist ein Werk von Sekunden. Wieso beschließt man Gesetze für Maßnahmen die weit weniger wirksam sind als bestehendes Recht? Neben vielen IT Experten, Internetnetzwerken und Gruppen wie zum Beispiel dem Chaos Computer Club meldet sich noch jemand mit lauter Stimme zu Wort. Christian Bahls ist selbst Missbrauchsopfer und fühlt sich in der Kampagne der Ministerin für ihre politischen Zwecke instrumentalisiert. Und auch er glaubt nicht daran, dass Netzsperren Kinderpornographie wirkungsvoll verhindern. Am 22.04. wurde nun der Gesetzentwurf für ein Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornografie in Kommunikationsnetzen beschlossen und verkündet. Es bleibt eine offene Frage, warum die Bundesregierung auf diesem Gesetzesvorhaben beharrt. Doch vielleicht geht es ja auch gar nicht um Kinderpornographie. Vielleicht wurde das Thema Kinderpornographie einfach nur als Aufhänger gewählt. Kein denkender Mensch ist dafür dass so etwas passiert und im Internet zu sehen ist. Und wer etwas gegen Kinderpornographie im Netz tun will muss folglich für die Ministerin und ihre Pläne sein. Möglicherweise geht es einfach darum, die Freiheit des Einzelnen im Internet mehr und mehr einzuschränken und Inhalte zu kontrollieren. Und scheibchenweise wird die verfassungsrechtlich garantierte Bewegungsfreiheit im Internet eingeschränkt. Solange bis jeder einzelne Seitenaufruf protokolliert und gespeichert wird. Gründe dafür lassen sich dann schon finden, siehe Vorratsdatenspeicherung. Inhalte können dann nach Belieben gesperrt werden: Dass der ein oder andere Lobbyverband, in diesem Fall die Musikindustrie, schon in den Startlöchern steht um gegen Urheberrechtsverletzungen vorzugehen zeigt wie dünn das Eis ist, auf dem sich die Bundesregierung bewegt. Und wo sind wir dann? Link:http://www.3sat.de/neues/ Interview zu den "Wirksamkeiten" der Sperre:http://blog.zdf.de/3sat.neues/ |
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#3 |
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Inventar
![]() Registriert seit: 08.02.2001
Beiträge: 9.977
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Danke Baron, und vielleicht noch etwas härter formuliert:
Ein Minister, der so etwas befürwortet, kann auf sachlich logischer Ebene eigentlich nur dadurch motiviert sein, dass er/sie die Strafverfolgungsbehörden für extrem von Kipo-Verbrechern unterwandert sieht - denen also nicht mehr zuzutrauen ist, tatsächlich etwas dagegen zu unternehmen; also muss auf die Provider abgeschoben werden, denen offenbar mehr getraut wird. Gewiss spielen dabei auch die vielen perversen Pfaffen eine Rolle, bei denen ist wahrscheinlich wirklich nicht so sicher, ob die Bullen ihre Arbeit machen. Jedenfalls gehört einmal eines in diesem Zusammenhang leider immer wieder auch ins Bewußtsein gerufen: die meisten Täter waren selber Opfer in ihrer Kindheit! Daher ist es so wichtig, gegen künftige Opfer intensiv vorzugehen, nur so kann langfristig wirklich dieser "Verbreitungsweg" gestoppt werden und es bleiben dann nur wenige kranke Degenerierte übrig, die man nie ganz verhindern wird können. Aus meiner Sicht gab es dazu nie bessere Gelegenheiten als gerade in einem Web mit Kipo-Seiten. |
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#4 |
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Der Unvergleichliche
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Ich glaube die habens sich -zurecht- gedacht jetzt verstecken wir die Zensurvorhaben hinter der KIPO weil da traut sich dann keiner was sagen weil er Angst hat das ihn selber für eine "Konsumenten" oder gar Kinderschänder halten! Und die Rechnung schein ja teilweise aufzugehen....leider!
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#5 |
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Inventar
![]() Registriert seit: 08.02.2001
Beiträge: 9.977
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Genau. Ich merk ja selber, wie sehr ich mich immer genötigt fühle, mich auch immer klar gegen Kipo auszusprechen, wenn ich zum Thema etwas schreibe. Und ich gehöre nicht unbedingt zu den ängstlichen schüchternen Postern
![]() Der Großteil denkt wahrscheinlich überhaupt nicht nach, geschweige denn diskutiert darüber, und vom Rest nehme ich an, ist es wieder der Mehrheit peinlich, in einem Thread zu posten, in dem von Kipo die Rede ist. |
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#6 |
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Der Unvergleichliche
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Und übrigens:
Surf-Sperre für Kinderporno-Seiten verzögert sich Die von der Bundesregierung initiierte Sperrung kinderpornografischer Internet-Seiten wird sich um etliche Monate verzögern. Die Deutsche Telekom machte im Nachrichtenmagazin Focus technische Hürden dafür verantwortlich. Telekom-Sprecher Ralf Sauerzapf sagte: "Wir müssen eine Software entwickeln, die es bis dato noch gar nicht gibt, und diese auf einigen hundert Servern testen und installieren." Die Entwicklung und Umsetzung dieses vollautomatischen Verfahrens koste mehr Zeit als gedacht. "Die Sperre kann daher voraussichtlich erst in einem halben Jahr aktiviert werden", so Sauerzapf. (dpa)/ Link: http://www.heise.de/newsticker/Surf-...meldung/136792 |
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#7 |
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Jr. Member
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Alter: 52
Beiträge: 72
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Und Rapidshare soll auch auf die Sperrliste:
http://www.gulli.com/news/deutsche-n...en-2009-04-27/ Hoffentlich wachen jetzt mal all die Leecher auf die sich bisher von den Maßnahmen nicht betroffen gewähnt haben. |
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#8 |
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Der Unvergleichliche
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Und was sollen die dann machen? Die Vereinigung illegaler Raubkopien Benutzer gründen die von einem -kostenpflichtigen -Hehler/Dealer saugen? So nach dem Motto "hallo ich will weiter stehlen dürfen?"
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#9 |
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Der Unvergleichliche
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Und die "liebe EU" legt schon ein Schäuferl nach:
Einführung von Internetsperren bei Copyright-Verstößen auf EU-Ebene erleichtert Der Kompromiss zum geplanten EU-weiten Telecom-Paket, auf den sich zwei Berichterstatter des EU-Parlaments mit dem EU-Rat Anfang der Woche geeinigt haben, verwässert das bisherige Signal der Volksvertreter gegen "abgestufte Erwiderungen" auf Urheberrechtsverletzungen bis hin zu Internetsperren deutlich. Ein zwischen beiden Seiten vereinbarter neuer Artikel in der Rahmenrichtlinie zur Telecom-Regulierung, die auf Parlamentsseite der französischen Sozialistin Catherine Trautmann....... federführend verhandelt wird, liest sich – oberflächlich betrachtet – zwar nach wie vor als vergleichsweise verbraucherfreundlich. So sollen Maßnahmen zur Einschränkung des Zugangs der Endnutzer zum Netz oder zu einzelnen Diensten und Applikationen "die Grundrechte" etwa hinsichtlich Datenschutz, Meinungs- und Informationsfreiheit achten. Doch die bisherige klare Vorgabe, dass entsprechende Maßnahmen von einer Justizbehörde angeordnet werden müssten, fehlt in der neuen Fassung. LinK: http://www.heise.de/newsticker/Einfu...meldung/137087 Nach dem guten alten Motto:wir werden schon kan Richter brauchen -uns schmiert die LOBBY! ![]() ![]() |
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#10 |
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Inventar
![]() Registriert seit: 03.09.2000
Beiträge: 4.010
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Ich kann nur mehr lachen über Eure Versuche, das vermeintlich rechtsraumfreie Internet zu beschützen.
Nur mal so zur Erinnerung - lest Euch diesen Thread hier durch: http://www.wcm.at/forum/showthread.php?t=230508 Wer von Euch, die dort immer und immer wieder den gutgemeinten Tipp gegeben haben, nicht zu bezahlen, war der Meinung, dass sowas generell auf Dauer haltbar sein wird? Da kann ich Euch eine interessante Neuigkeit offenbaren: Dieses Spiel wird bald aus sein und Ihr werdet hier mit Sicherheit nicht zu den Gewinnern zählen. Ihr habt ganz einfach das System übertrapaziert und jetzt seid Ihr für die Folgen verantwortlich! Jedem denkenden Menschen muss(te) es klar sein, dass sich eine Industrie sowas nicht auf Dauer gefallen lassen wird. Würde es die Technik aus den Startrek-Serien tatsächlich geben, Ihr würdet keine Skrupel haben, auch allerlei Hardware zu kopieren, so wie Ihr jetzt Musik, Filme und Software kopierts. Und vermutlich auf der anderen Seite die Chinesen als die Bösen der Welt darstellen, die tatsächlich im großen Stil alles Mögliche kopieren. Echt ätzend, sowas! Anstatt jetzt hier zum großen Heulen aufzurufen, würde ich von Euch "G'scheiten" gerne wissen, wie Ihr dieses Problem lösen würdet? Für mich ist das eine absolut logische Konsequenz daraus, all diese Probleme zu beheben, indem man von gesetzlicher Seite her bestimmte Websites vom Netz nimmt. Nur wie, wenn ich keine Macht habe, die Seiten außerhalb meines Hoheitsgebietes zu entfernen? Na, indem ich einfach die Provider damit beauftrage, bestimmte Seiten nicht mehr zum Surfer durchzulassen. Und indem ich ihm saftige Geldstrafen androhe, sollte er es doch tun. Ja klar, das macht für viele Leute das Internet deutlich weniger attraktiv - allen voran jenen, die hier immer wieder bei diversen Umfragen damit prahlen, wie viele zig bis hunderte Gigabyte Datentransfer pro Monat sie erreichen. Klar wird es auch jene treffen, die sich massenweise mit KiPo-Material versorgen. Keine Frage, da habt Ihr schon recht, das ist pfui-gack! Und noch eine Neuigkeit: es wird auch Gewinner aus diesen Maßnahmen geben - nämlich all jene, die bislang das Internet so benutzen, wie es sich die Wirtschaft erwartet: man begeht, wie im realen Leben, einfach keine Straftat und zahlt entweder für die Angebote, die man nutzt oder man nutzt legal kostenfreie Dienste. Genau diese, vermutlich überwiegende, Gruppe der Internet-Nutzer werden durch die vehement zurückgehende Belastung der Internet-Infrastruktur schneller im Netz unterwegs sein - und darauf freue ich mich schon. Ist es tatsächlich die Aufgabe der Politik, jene zu schützen, die gegen Gesetze verstoßen? Meine Antwort darauf ist ein deutliches "Nein"! Daher nochmals: heults net wie die Schoßhunde über künftige Einschränkungen beim Surfen, sondern bedankts Euch bei all jenen, die das System zu schamlos ausgenützt haben! Und freut Euch, dass es bislang ohne großartiger Konsequenzen gut funktioniert hat, mal die eine oder andere Gesetzesübertretung zu begehen.
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Für ein friedliches Zusammenleben im Forum werde ich ab sofort keine Trolle mehr füttern, und zwar unabhängig von der Sinnhaftigkeit ihrer Wortmeldungen. |
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