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Microsoft KARRIERECAMPUS

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Alt 09.02.2003, 21:54   #21
Satan_666
Inventar
 
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Beiträge: 4.010


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Zitat:
Original geschrieben von enjoy2:
Und wer sagt mir, dass nicht in Zukunft Versicherungen Daten von Supermärkten kaufen, z.B. wieviel Bier ich trinke, oder wie ungesund, oder gesund ich esse, um dementsprechend die Gebühren meiner Lebensversicherung "angepasst" werden?
Wie ich bereits geschrieben habe: DU denkst schlecht darüber, ICH eher gut!

Warum?

Nun, ICH trinke kein Bier - und wenn deswegen meine Krankenversicherung BILLIGER wird, hat es für mich einen Sinn, wenn die das auswerten. Damit wäre ein notwendiger Schritt in Richtung Kostenwahrheit getan!

Wie gesagt: jedes Argument ist korrekt, da braucht man nicht diskutieren; aber es kann bei entsprechendem Willen auch in's Positive umgedreht werden (siehe oben).

Zur IP-Adresse: Ich würde Dir zustimmen, wenn Folgendes zutreffen würde (Und-Verknüpfungen):

1. Die IP-Adresse muss mit dem PC fix verdrahtet sein
2. Die IP-Adresse muss IMMER ohne Probleme sichtbar sein (wie ein KFZ-Kennzeichen)
3. Der zugehörige PC muss behördlich angemeldet werden (wie das KFZ)

Denn nur dann hätten wir die gleichen Zustände wie beim KFZ. Somit könnte ich sofort Anzeige erstatten, wenn mir jemand etwas Negatives per PC angedeihen läßt (Abbuchung mittels meiner Kreditkarte, Versand von Viren, Beleidigungen in Foren, etc) - nur wäre dann kein Unterschied zu einer ID-Nummer in der CPU....


@ALL

Darum geht es mir aber gar nicht! Es geht mir um die einseitige Berichterstattung, die da - nicht nur im WCM - immer wieder stattfindet.

Diese Diskussion läuft jetzt irgendwie in die falsche Richtung. Ich propagiere hier nicht ein Leben à la Big Brother - ich meine nur, dass ein Produzent aufgrund der Vorkommnisse sehr wohl das Recht hat, seine Produkte zu schützen.

Wem genau DAS nicht klar ist, der möge mir erklären, warum das seiner Meinung nach nicht legitim sein soll! Überhöhte Preise können es doch nicht sein!

Und noch ein hinkendes Beispiel: In der Schule fliegt ein Papierflieger am Lehrer vorbei, der gerade auf der Tafel schreibt. Er dreht sich um und versucht herauszufinden, wer den Flieger geschossen hat. Stilles Schweigen! Ergebnis: die gesamte Klasse muss nachsitzen. Legitim? Oder ist der Lehrer jetzt der Böse?
Und genau das macht gerade die Musikindustrie: sie läßt uns quasi "Nachsitzen".

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Für ein friedliches Zusammenleben im Forum werde ich ab sofort keine Trolle mehr füttern, und zwar unabhängig von der Sinnhaftigkeit ihrer Wortmeldungen.
Satan_666 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.02.2003, 21:57   #22
Lotussteve
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Beiträge: 2.321


Idee

Hallo!

Bitte an alle die sich für das Thema interessieren:

http://freie-software.bpb.de/

lesen und versuchen zu verstehen, v.a. die Sektion über das Immaterialrecht.

Es geht nicht um die Rechte der armen Contenanbieter, es geht um ein "Claimsetzen", denn die Währung des Informationszeitalters ist ebendiese, und die neuen Grenzen sind Patente, Copyrights und entsprechende Gesetze.
Hier wird eine neue Oligarchie aufgebaut, wie weiland der Edle mit seinen Leibeigenen wird jetzt der Graben geschaffen zwischen Besitzer von Information (sic!) und den rechtlosen Verbrauchs"bauern".

Zitat Lawrence Lessig vor dem Gerichtsurteil in Eldred vs. Ashcroft, wo durch das oberste US-Gericht das Copyright in den USA mehr oder weniger auf "Unendlichkeit minus einer Sekunde" erweitert wurde ( http://writ.news.findlaw.com/comment..._sprigman.html )

"Disney don`t wants you to do upon Disney as Disney has done upon the brothers Grimm".

Und das ist genau der Punkt, die Herrschaft der neuen Generation wird nicht mehr mit Land oder (an sich wertlosem Papier-Fiat-)Geld bemessen, sondern wieviel Wissen und Kunst der einzelne der Allgemeinheit, der globalen Wissensallmende entzogen hat.

Diese rechtelose Zukunft, dieses Fanal des "Friss oder Stirb" gilt es zu verhindern, und nicht auch noch Verständnis entgegenzubringen.

Die Megacorporations sind die Piraten unserer Zeit, nur tragen sie keine Augenklappen,Papageien und Holzfüsse und sind für manche scheints schwerer zu erkennen.


NON SERVIAM,

Ciao,

Steve
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Lotussteve ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.02.2003, 22:22   #23
mike
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Zitat:
Original geschrieben von Satan_666


...
Und genau das macht gerade die Musikindustrie: sie läßt uns quasi "Nachsitzen".

Entschuldige, dieses Beispiel hinkt aber gewaltig. Denn schlußendlich ist "die" Musikindustrie ein Anbieter, der "uns" Konsumenten etwas verkaufen will. Und dann muss das Angebot gut sein, damit wir es auch zum angegeben Preis kaufen. Ist es das nicht, dann könnens zusperren wie jeder kleine Laden ums Eck.

Nach deinem Beispiel klingt das für mich ganz offen gesagt so: Die Großen wissen schon was sie tun. Das is schon in Ordnung. Also nehmen wirs einfach so hin.

Mag jetzt ganz banal vereinfacht sein von mir, aber der Vergleich mit dem Lehrer, der uns nachsitzen lässt klingt mir schon sehr danach.
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Alt 09.02.2003, 22:53   #24
Satan_666
Inventar
 
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Beiträge: 4.010


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@Mike

Ich denke, dass genau dazwischen die Wahrheit liegt: den ersten Teil des geringeren Umsatzes machen die Preise, den zweiten das nicht passende Angebot und den dritten die illegalen Transaktionen via Internet!

Dem Beitrag im WCM entnehme ich jedoch nur, dass die Musikindustrie böswillig agiert und Euch (Dich) ärgern will. Ich sehe das eben anders...

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Satan_666 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.02.2003, 23:05   #25
schichtleiter
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Zitat:
Original geschrieben von Satan_666

btw... kannst du dir nicht mal einen anderen smilie einfallen lassen ?
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Alt 09.02.2003, 23:10   #26
mike
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Das gundsätzliche Problem sehe ich darin, dass überall abkassiert wird. Und zwar unverschämt.

1. Ich zahle für CDs, DVDs usw. doch recht stolze Preise.

2. Ich zahle für Rohlinge Abgaben, gleichgültig, ob ich damit EIGENE Daten brenne, oder von meinem Recht eine Privatkopie zu erstellen gebrauch mache.

3. Bald zahlen wir mehr für Brenner, wieder, gleichgültig, ob ich damit EIGENE Daten brenne, oder von meinem Recht eine Privatkopie zu erstellen gebrauch mache.

4. Bald kosten Rechner mehr, weil damit ja Audio- und Videodaten wiedergegeben werden.

5. Ich zahle Rundfunkgebühr, wo ja wieder ein Teil davon an die Verwertungsgesellschaften abgeführt wird.

6. Ich zahle "Künstlersozialversicherung" wenn ich mir einen SAT-Receiver kaufe.

...

Und so weiter. Sorry, aber das sind Zustände, die gibt es sogar bei der Mafia nicht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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Alt 10.02.2003, 00:01   #27
Moose
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Würdest Du es gut finden Deinen Namen offen Preis zu geben bei WCM (da Du ja immerhin beim Forum angemeldet bist), WCM hat Deine fixe IP (Computerkennzeichen), schickt eine kurze Mail an die Kirche, da Du Dich ja Satan_666 nennst und diese leutet am nächsten Tag an Deiner Tür und fragt was los ist und versucht Dich zu bekehren?
Dadurch werden Deine Konten gesperrt (weil Du ja mit Satan_666 eigentlich zur Achse des Bösen gehörst) und Du wirst, mitsamt Deiner Familie eingeknastet.
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Alt 10.02.2003, 00:08   #28
allwissende Müllhalde
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Beiträge: 1.693


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Zitat:
Original geschrieben von mike


4. Bald kosten Rechner mehr, weil damit ja Audio- und Videodaten wiedergegeben werden.
Schon jetzt kosten Rechner mehr als notwendig
Ein großer Teil der PCs ist ohnehin
High-Tech-Spielzeug mit 1-2 jähriger Nutzungsdauer während der nicht nur Daten gesaugt werden sondern auch unnötig viel Strom aus der Steckdose und Geld aus der Brieftasche.
Als PC für die notwendige Büroarbeit würde sehr oft ein 3-4 jähriger "Oldie" reichen, oder gar nur ein Bleistift Papier und Taschenrechner - etwas überspitzt ausgedrückt.
____________________________________
Nordick-Wogging
Dumm-ness boomt
Ihr Fengshui Berater
Eurofighter abfangen !
allwissende Müllhalde ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2003, 02:45   #29
Marc
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Hallo Leute,

zunächst einmal freut mich, dass der Artikel etwas Lob und insbesondere kontroverse Diskussionen auslöst. So sollte das ja auch sein

Ja, sicher ist der Artikel einseitig. Der Artikel ist wohl in etwa so einseitig, wie hier seinseitig Rechte beschnitten werden. Ich denke, praktisch alle WCM Leser sind als Konsumenten der geplanten Änderungen betroffen. Aber nur sehr wenige Leser sitzen wohl bei den großen Musikkonzernen mit in einem Boot. Deshalb kritisiert der Artikel im Interesse der Leser.

Noch ein paar lose Ideen zu den hier geäußerten Argumenten:

Sicher ist das, was du, Satan_666, als Definitionsproblem darstellst, im Kern durchaus richtig. Zwar muss eine Kopie wohl nicht näher definiert werden, und ein Klon ist vom natürlichen Sprachgebrauch her sicher dasselbe. Aber ein Problem zeichnest du sicher auf: Seit Einführung der Privatkopie haben sich die Kopiemöglichkeiten ganz erheblich verändert: Mit der digitalen Kopie kann verlustfrei beliebig häufig und wesentlich effektiver kopiert werden. Unrechtmäßige Kopien können so größeren Schaden anrichten. Das ist es, was die Industrie antreibt.

Dazu fallen mir Einschränkungen ein: Das Problem trifft zunächst das „Unrechtmäßige“. Wie Mike schon schreibt, ändern die technischen Möglichkeiten nichts am legalen Interesse der Konsumenten. Wenn ich die gekaufte CD im Auto und im Wohnzimmer hören will, habe ich nun einmal das Interesse, mein Recht richtig nutzen zu können. Nur weil der technische Stand der Dinge jetzt bessere Kopien erlaubt, will ich als Konsument nicht im Interesse der Industrie auf mein bisheriges Recht verzichten.
Besondere Ironie: Gerade die Industrie ist es ja auch, die den technischen Fortschritt unmittelbar leistet. Einerseits will die Industrie also neue Techniken schmackhaft an den Kunden bringen. Und andererseits wollen sie dann mit Hinweis auf die neuen Möglichkeiten des Kunden dessen Rechte beschneiden…

Der Vergleich „Klon / Kopie“ ist aber auch etwas krumm, denn er verkennt das wahre Wesen des Urheberrechtes. Es geht nicht um den sich in der materiellen Qualität niederschlagenden Wert einer Reproduktion. Sondern es geht um den Schutz der geistigen Schöpfung. Ein schäbig abgeschriebenes Gedicht beinhaltet aber immer noch den genau gleichen geistigen Schöpfungswert wie ein im feinsten Kunstdruck veröffentlichter Gedichtband. Eine auf Kassette aufgenommene Schallplatte ist also im Sinne des Urheberrechts keine geringwertigere Duplikation als eine kopierte CD – im Gegenteil: Es kommt einzig auf den Wert der geistigen Schöpfung an. Und genau hier verkennt eine Unterscheidung „Klon / Kopie“ dies.

Besonderer Witz: Eine solche „Klon / Kopie“ Unterscheidung geht am dringlichsten Problem der Musikindustrie vorbei: MP3s wären aufgrund der starken, verlustbehafteten Kompression ja gar kein Klon, sondern bloß eine vermeintlich weniger schlimme Kopie.

Das Problem ist, dass das Urheberrecht kein einseitig gutes oder schlechtes Recht ist. Urheberrecht schützt in unserer heutigen Gesellschaft sicherlich die Urheber. Aber andererseits schützt es immer mehr die industrielle Verwertung eines Gutes, von der die ursprünglichen Urheber nicht sonderlich profitieren. Und in Kombination mit technischen „big-brother“ Methoden ist es schon fraglich, wie weit sich der Bürger als Teil der Wissensgesellschaft von seinem Staat (Demokratie!) gängeln lassen sollte, um die kommerziellen Interessen einzelner zu schützen.
Marc ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2003, 02:46   #30
Marc
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Es bleibt einfach bei der Gretchenfrage des Kompromisses. Sicher kann die Industrie durch P2P, MP3 & Co mehr verlieren als durch simples Abkritzeln einer Partitur. Andererseits hat die Industrie heute aber auch viel mehr Möglichkeiten, neue Medien in ihrem Interesse zu nutzen. Und nun sieht es doch schon etwas befremdlich aus, wenn neue Techniken plötzlich als „böse“ gebrandmarkt werden sollen. Warum akzeptiert die Industrie nicht eine Steigerung der unrechtmäßigen Kopien einerseits und freut sich über die neuen Marktchancen andererseits.

Nun unisono nach einer Gesetzesänderung im eigenen Interesse zu rufen, erweckt doch einfach den Eindruck, als hätte man die technische Realität verschlafen und möchte nun einseitig die Regeln des Spieles ändern.

Zu der allgemeinen Diskussion der Identifizierung. Sicher sind vom Prinzip her IP Adressen mit KFZ Kennzeichen oder Fahrgestellnummern vergleichbar. Geht ein Internet-User eine eventuell strafbare Handlung, dann ist seine Identifikation recht problemlos möglich: Der Service-Provider speichert die Verbindung zwischen IP und Person, und der Content-Provider (z.B. der Forumsbetreiber) speichert die Verbindung als Content und IP. Sollte wirklich ein Verfahren erforderlich sein, so sind alle Beteiligten verpflichtet, die Daten herauszugeben, was sie angesichts der sonst drohenden Konsequenzen auch regelmäßig machen. So rechtsfrei und anonym ist das Internet also nicht.

Das Grundproblem der Argumentation ist aber folgender Satz von Satan_666:
„Ich mache nichts illegales, also habe ich kein Problem damit.“

Das ist das vermeintliche k.o. Argument, was in Wahrheit gar nichts taugt. Juristisch gesprochen wird hier die Beweislast umgekehrt: Ich lebe als freier Mensch (Grundrecht) in meinem eigenen Staat (Demokratie). Warum um alles in der Welt soll ich nun der Industrie durch aufgezwungene Überwachungsmaßnahmen permanent beweisen müssen, „nix schlimmes“ anzustellen? Es würde an meiner Menschenwürde als freies Subjekt schon sehr kratzen, mich zum hoffentlich funktionierenden Objekt einer allmächtigen Überwachung zu machen.

Wer etwas von mir will, der soll es darlegen. Ich muss aber der Industrie nicht permanent zeigen, nicht deren Gewinninteressen zu beeinträchtigen.

Insgesamt ist das Thema sicherlich von verschiedenen Ansichten und Ideologien geprägt. Was richtig und was falsch ist, kann kaum abschießend gesagt werden. Wichtig ist viel eher, eine eigene Meinung… Daher ist die Diskussion hier sicherlich sehr schön.

Schöne Grüße
Marc
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