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#11 | |
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Inventar
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Ort: Graz
Alter: 72
Beiträge: 3.567
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Zitat:
Natürlich ist Intel die Messlatte. Und zwar noch viel mehr, als man sich das in der Regel vorstellt. Man denkt bei Intel in erster Linie an die Prozessoren. Die kennt jeder, und viele denken noch an die damit eng verbundenen Chipsätze. Aber die meisten vergessen schon darauf, dass Intel praktisch auf jedem Sektor der PC-Technik führende Produkte anbietet. Ich nenne da einmal die Hauptplatinen und Netzwerkprodukte, die keine Konkurrenz zu scheuen brauchen (und ja - ich weiß, dass sie zwar die meisten Graphikchips produzieren, aber auf diesem Sektor noch nichts wirklich Aufregendes zustande gebracht haben; da haben ATI und nVidia in ihrem Wettlauf den Rest der Welt bis auf Weiteres abgehängt). Aber die wenigsten sind sich bewusst, in welchem Maße Intel der Motor der gesamten Halbleiterindustrie ist. Intel ist mit seiner Finanzkraft der einzige Konzern weltweit, der in der Lage ist, jegliche neue Entwicklung in der Halbleitertechnik im großen Stil bis zur Serienreife voranzutreiben (man denke z.B. an die permanente Vorreiterrolle Intels in der Weiterentwicklung der Wafer-Technologie - alle anderen hecheln nur hinterher...). Egal, was auf dem Halbleitersektor Neues in Entwicklung ist, wenn es darum geht, vielversprechende Neuerungen für den Markt aufzubereiten, wird irgendwann Intel mit einsteigen. Denn ohne deren Power geht fast gar nichts heutzutage. Ohne Intel wäre die heutige Halbleiterwelt nicht annähernd so weit, wie sie es jetzt ist. Und jetzt kommst mit deiner lächerlichen Meinung daher, der Riese Intel hätte es rein technologisch nötig, den Zwerg AMD oder auch andere mit unlauteren Methoden am Boden zu halten. Dümmer geht es kaum noch. Nein, die beiden Dinge haben natürlich kaum etwas miteinander zu tun. In Wirklichkeit geht es um ganz etwas anderes. Lernen Sie Geschichte! - das war einmal die Antwort eines prominenten Österreichers auf eine dümmliche Reporter-Frage. Was Intel hier gelegentlich - oder auch öfters - inszeniert, ist nichts anderes als der Ausdruck der menschlichen Natur. Der Mächtige will noch mächtiger werden und der Reiche will noch reicher werden. Das war immer so und wird immer so bleiben. Das ist bei Intel so, war ganz gleich bei IBM, ist bei Microsoft nicht anders und ähnliche Beispiele lassen sich beliebig auf allen Gebieten finden (da fällt mir gleich ein aktuell heißer Fall ein: General Motors war in seiner Hochblüte in Amerika ein schlimmer Monopolist, aber wie man sieht - auch Riesen können fallen!). Das Problem dabei ist, wenn jemand reich und mächtig genug ist, stehen ihm Mittel zur Verfügung, wie weder moralisch noch wirklich legal sind - und sie werden gnadenlos ausgenützt. Das ist leider so mit der menschlichen Natur.... Daher ist es ganz wichtig, dass man diesen Wirtschaftsriesen genau auf die Finger schaut und nach Möglichkeit auch auf dieselben klopft. Diese Kontrolle ist sinnvoll und nötig, denn sonst werden sie noch größenwahnsinnig. Aber die kleinkarierten Vorwürfe, Intel baue keine guten und preiswerten Produkte, sind unhaltbar. Ganz im Gegenteil, ohne gute und preiswerte Produkte hätten sie niemals ihre Stellung erreicht, geschweige denn gehalten. Sie sind sehr oft nicht so billig, wie es die Kunden gerne hätten und wie es möglich wäre, aber es ist das gute Recht jeder Firma, möglichst hohen Gewinn zu erzielen. Das ist nicht zu bekritteln, im Gegenteil, ohne dieses Ziel ist eine Firma langfristig nicht erfolgreich zu betreiben. Illegale Auswüchse jeder Art sind aber energisch zu bekämpfen. ![]()
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Ciao |
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