...und hier der 2. teil
zum thema in bestehende verträge eingreifen: wenn die regierung wollte, hat sie immer einen weg gefunden. wozu gibt es eigentlich die sozialpartner, die eine entsprechende interessensvertretung auch für pensionisten darstellen sollten? damit gibt es ja die möglichkeit den vertrag nicht einseitig zu ändern, sondern am verhandlungsweg auch eine lösung zu finden, die beiden schmeckt. klar will keiner freiwillig auf seine ansprüche verzichten, aber wenn sich die ansprüche auf ein unfinanzierbares system stützen, kann es doch nicht sein, dass aufgrund eines geringen prozentsatz an höchstpensionbeziehern (wobei höchst in diesem fall nach oben offen bedeutet...) ein weitaus größerer (erdreiste mich das größere auf einen faktor von 10-15 zu benenne, d.h. für 2% => 20-30%) prozentsatz an "normal"pensionbeziehern zur kasse gebeten wird.
das thema pensionsantrittsalter war für mich immer schon ein rotes tuch: wieso gibt es so viele frühpensionsbezieher? wir haben ein gesetzlich festgelegtes mindestpensionsantrittsalter, warum wird das nicht eingehalten und nur in ausnahmefällen (invalidität, real bestehende gesundheitliche probleme) frühpension bewilligt? warum is in der jetzigen reform wieder eine ausnahmeregelung für lehrer enthalten? in jeder berufsgruppe ist es mittlerweile üblich, dass sich die beruflichen aufgaben innerhalb einer lebensarbeitszeit durchaus mehrmals wandeln können. wenn der/die lehrende nicht mehr unterrichten kann/will, dann muss eine andere arbeitsstelle gefunden werden. dass das nicht einfach ist bestreite ich nicht, ist aber teil einer verantwortungsvollen beschäftigungspolitik (anm.: ich distanziere mich entschieden von diversen aussagen bzgl. ebendieser im dritten reich) für die die regierung eigentlich eintreten sollte. sämtliche arbeitskräfte die nicht mehr vermittelt wwerden können oder wollen in die frühpension abzuschieben finde ich gesellschaftspolitisch nicht nur unnötig sondern sogar gefährlich.
puh...das wars fürs erste, sonst wirds vielleicht etwas zu lang zum lesen...*g*
btw: ich werd am di. nicht streiken gehen, kann aber die streikenden verstehen. ich war selbst auf einigen demos (donnerstag, anti krieg) und finde eine demo bzw. ein streik sind in einer demokratie ein probates mittel um seine ablehnung gegenüber einer sache zu zeigen (oder zu demonstrieren ...*g*). die verantwortung für streiks sollte meiner meinung nach die regierung übernehmen, denn gerade in österreich ist ein streik meist das resultat einer nötigung, nämlich wenn sich der mächtigere verhandlungspartnber (regierung, arbeitgeber...) dem gespräch entzieht und der arbeitnehmer (bzw. dessen vertretung) keine chance mehr hat auf vernünftigen weg zu kommunizieren.
ahja, und nochwas, zur aufklärung:
habe die regierung nicht gewählt, aber auch nicht rot
bin akademiker, studium in mindestzeit abgeschlossen
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