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Zitat von enjoy2
@lom
Karl kenn EINEN, der sich anscheinend nicht an die Regeln hält, wo schreibt er, dass er alle Bio-Bauern/Händler des Betrugs bezichtigt?
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Ich weiß es auch nicht, ich frage nach.
Man kann vieles reininterpretieren, aber ich denke schon einen gewissen Unterton zu erkennen der alle Bio-Konsumenten und Produzenten abwertet.
Natürlich kann ich mich täuschen.
Aber warum macht er den Kommentar genau an der Stelle ?
Ich fands unpassend.
Genauso unpassend als wenn jemand z.b. das Stichwort Kriminalität fallen lässt und ein anderer sagt "Ich hab unlängst gesehen, wie ein Ausländer meinen Nachbarn verprügelt hat".
Du weisst was ich meine, sozusagen eine gewisse Spur legen, damit man nachher immer zurück kann.
Ich fands jedenfalls unpassend, aber das ist meine persönliche Meinung.
Es gibt sicher auch z.b. genug Leute, die Bio-Produzenten und Kunden wirklich für Betrüger und Dummköpfe halten.
(Nein, das war jetzt keine Unterstellung daß das in diesem Fall auch so sein muss)
Zitat:
Zitat von enjoy2
mir sind ebenfalls "grenzwertige Zustände" diesbezüglich bekannt, auch wenn der Großteil der Leute sich an die Regeln hält, gibt es immer wieder Ausnahmen
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Das Problem bei solchen "grenzwertigen Zuständen":
Entweder man tut als Bürger selbst was dagegen.
Oder es muss eine entsprechende Überwachung passieren.
Oder es passiert eben gar nichts.
Und ja, natürlich wird niemals irgendwas im Leben perfekt funktionieren.
Das muss man leider akzeptieren, man muss aber trotzdem am Leben teilnehmen, so wie es ist.
Zitat:
Zitat von enjoy2
was Karl imho anprangert ist, dass es mittlerweile normal ist, jede Frucht über das ganze Jahr kaufen zu können - weil es eben aus allen Länder der Welt importiert wird, bzw. mittlerweile erwartet wird, dass man dies kann und billig dazu
Wie diese produziert werden, dass interresiert die wenigsten, ein imho ganz guter Artikel dazu http://www.missionsaerztliche-schwes...bensmittel.doc
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Ja, natürlich ist das ein durchaus einleuchtendes Argument und es hat auch was für sich.
Aber wenn man dem wirklich folgen will, dann muss man alles verbieten, was nicht in Nachbars Garten wächst ?
Die Frage ist: Wie weit will man gehen ?
Will man jegliche Transporte verbieten ?
Ich finde mit einer fairen Straßenmaut und Investition der Gelder in Umweltschutz und ökologische Energie-Erzeugung und Energiespar-Maßnahmen wäre ein sinnvoller Kompromiss gefunden.
Zitat:
Zitat von enjoy2
und den Nachweis, dass Trauben (von mir aus auch Bio-Trauben) aus Südafrika/Argentinien, etc. die Umwelt mit weniger CO² belasten, bitte vorlegen, nicht nur Vermutungen
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http://www.global2000.at/pages/footprint.htm
Dabei schlägt der enorm hohe Fleischkonsum am meisten zu Buche.
Wobei ich wie gesagt nicht hoffe daß es mal soweit kommt daß wir kein Fleisch mehr essen können/dürfen.
Aber man sollte die Dinge schon differnziert betrachten und sich nicht auf Boulevard-Niveau herablassen.
Zitat:
Zitat von enjoy2
nicht die Qualität eines Produktes, insbesondere beim Lebensmittelhandel, ist ausschlaggeben, ob es vom Handel eingekauft wird, nur noch der Preis, billiger, billiger, billiger - alles andere ist nebensächlich
Weil auch du dich über zu "hohe" Preise beim Salat beschwerst, wird sich diese Spirale immer weiter drehen, die Qualität der Waren wird weiter sinken und die Landwirtschaft immer weniger dafür bekommen
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Ja, aber wenn es um Preissteigerungen von fast 100% geht, wird man doch nachdenklich ?
Kann auch sein, daß das nur eine kurzfristige Spitze war.
Die wichtigste Frage ist auch, wieviel bekommt der Produzent von den Euro 1,50 für 1 Gurke ?
10 Cent ?
Zitat:
Zitat von enjoy2
und zu Bio, ja ist eine gute Sache, mir sind derzeit keine größeren, erfolgreichen Bio-Läden bekannt, weil das ja alles so teuer ist - was ja eigentlich nicht stimmt.
allerdings kenne ich einige Beispiele dafür, dass mit großen Tam-Tam Bio-Läden eröffnet wurden und nach 1-2 Jahren wieder geschlossen wurden, aufgrund zu geringer Nachfrage
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Die Frage ist, wie ist die Preisgestaltung dort ?
Denn wenn der Produzent 50% mehr erhält, kann das doch kein Grund sei, doppelt so hohe Preise zu verlangen.
Denn die Einkaufspreise sind bei weitem der geringste Teil an den Kosten.
Wenn also die Bio-Ware vielleicht 5% teuerer wäre, würden die Konsumenten das sicher stärker annehmen.
Aber beim doppelten Preis ist es doch verständlich daß die Leute nachfragen was da los ist ?
Zitat:
Zitat von enjoy2
allerdings könnte es sein, dass sich diese Situation in letzter Zeit gebessert hat, imho sind derzeit gute Lebensmittel gefragt und dafür wird auch ein guter Preis bezahlt - dies lockt halt auch schwarze Schafe an
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Ich hoffe inständig, daß die Leute den Wert guter Lebensmittel erkennen.
Denn das ist wirklich etwas für das es sich lohnt sein Geld auszugeben.
Nicht für ein noch stärkeres Auto oder einen noch teureren Urlaub.
Die Leute reden ja schon vom "Haupturlaub" und den diversen "Nebenurlauben".