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-   -   MA14 - Magistratsabteilung 14 (http://www.wcm.at/forum/showthread.php?t=232120)

roispu 04.12.2008 08:35

MA14 - Magistratsabteilung 14
 
Es gibt derzeit ja eine Stellenanzeige für einen Anwendungsentwickler bei der MA14.
Arbeitet jemand von euch bei der MA14 oder hat schon einmal ein Praktikum dort gemacht, und kann mir seine (ihre) Eindrücke etwas schildern?
Das wäre echt nett von euch!

pirate man 04.12.2008 10:37

ferialpraktikum hab ich gmacht, notebooks an diverse bezirksämter ausliefern und ins netzwerk der stadt wien integrieren
für mehr als ein praktikum war ich zu deppat, die "edv-tests" san nix für mich, scheiß logisches denken :D

Alex1 04.12.2008 11:11

Den EDV-Aufnahmetest habe ich mal gemacht, war gar nicht so ohne (dennoch mit Bravour gemeistert ;) ).

roispu 05.12.2008 07:50

Kannst du etwas mehr über die Erfahrungen im Praktikum erzählen?

roispu 14.12.2008 08:32

Gibt es wirklich niemanden, der schon einmal in der MA14 gearbeitet hat oder arbeitet?

Alex1 14.12.2008 09:47

Hier wird sich kaum jemand outen. Niemand will sich die dummen Kommentare diverser hier anwesenden Beamtenhasser antun.

roispu 14.12.2008 15:43

Ginge ja auch per Private Message...
Außerdem ist man in der MA14, meines Wissens nach, kein Beamter, außer vielleicht einige Führungskräfte.

zigeina 14.12.2008 17:14

was isn die MA14 ????

kenn nur die MA42--> mistkübler :p

FendiMan 14.12.2008 18:46

Zur Weiterbildung für zigeina:
Die Organisation der Stadt Wien.
Damit so was falsches nicht einfach stehen bleibt.

zigeina 15.12.2008 20:45

Zitat:

Zitat von zigeina (Beitrag 2331083)
was isn die MA14 ????

kenn nur die MA42--> mistkübler :p

blede gschicht, wenn ma fernschaut, mit den kindern quatscht, die ehefrau anlächelt und im forum postet

do wird schnell aus einem 48 ein 42


42 des war die bim, mit der ich als jungspund immer heimgfahrn bin :lol::bier:

iG0r 15.12.2008 21:47

MA14 müsste das Rechenzentrum der Stadt Wien sein.

The_Lord_of_Midnight 15.12.2008 22:01

Zitat:

Zitat von Alex1 (Beitrag 2330998)
Hier wird sich kaum jemand outen. Niemand will sich die dummen Kommentare diverser hier anwesenden Beamtenhasser antun.

Wobei man auch nicht vorschnell urteilen sollte.
Denn nicht jeder, der das System nicht gut findet, hasst deswegen die Menschen persönlich.
Und selbstverständlich ist sicher auch immer Neid und Missgunst dabei, denn natürlich würden viele Menschen gerne Beamte sein.
Nur ist die Frage, ob das den anderen gefällt, die diese Vorteile nicht haben und dafür geradestehen müssen ;)

Baron 15.12.2008 23:07

Zitat:

Zitat von The_Lord_of_Midnight (Beitrag 2331426)
natürlich würden viele Menschen gerne Beamte sein.

Kann nur sagen -Danke schon genossen-keine ordentliche Bezahlung - Aufstiegschancen gleich Null-vorrückung nach Schema f - Dienstjahre , Leistungserbringung über den Standard sehr verpönt (da hätten die Kollegen a vielleicht noch ein bisserl "ahnzahren" müssen!) und nicht honoriert! Am besten schön brav alles nach "Vurschrift"!:mad:
3 verschissene Jahre dem willen meines Vatern gefolgt-dann ab in die Privatwirtschaft gleich auf Anhieb 3000.-ATS mehr verdient-konnte ich endlich ausziehen ! Pragmatiesierung-drauf geschissen sag ich nur -schau was mit die Postler machen-arbeitsagenturen :(

The_Lord_of_Midnight 16.12.2008 09:06

Das ist das System-Problem.
In dem Moment, wo die Gehaltserhöhungen an Leistungsbeurteilungen gebunden wären, würde sich sehr schnell sehr viel ändern.

Aber das wollen "wir" ja nicht.
Es gibt ja auch Leute, die sich einfach nur bewusst für die Sicherheit entscheiden und damit zufrieden sind.
Ich finds auch furchtbar, aber sowas ist auf Lebenszeit garantiert.
Zurücknehmen kann man das nie wieder.
Die Verantwortung für solche Entscheidungen übernimmt natürlich genauso wie bei der Finanzkrise niemand.
Wäre ja noch schöner, wenn jemand dafür haftbar gemacht werden würde, was er zwar zu seinem Nutzen, aber auf Kosten der Allgemeinheit entscheidet.

Alex1 16.12.2008 09:14

Zitat:

Zitat von Baron (Beitrag 2331443)
Kann nur sagen -Danke schon genossen-keine ordentliche Bezahlung - Aufstiegschancen gleich Null-vorrückung nach Schema f - Dienstjahre , Leistungserbringung über den Standard sehr verpönt (da hätten die Kollegen a vielleicht noch ein bisserl "ahnzahren" müssen!) und nicht honoriert! Am besten schön brav alles nach "Vurschrift"!:mad:
3 verschissene Jahre dem willen meines Vatern gefolgt-dann ab in die Privatwirtschaft gleich auf Anhieb 3000.-ATS mehr verdient-konnte ich endlich ausziehen ! Pragmatiesierung-drauf geschissen sag ich nur -schau was mit die Postler machen-arbeitsagenturen :(

Nicht gleich ALLE Vorteile aufzählen :D

TONI_B 16.12.2008 10:10

Zitat:

Zitat von The_Lord_of_Midnight (Beitrag 2331494)
Das ist das System-Problem.
In dem Moment, wo die Gehaltserhöhungen an Leistungsbeurteilungen gebunden wären, würde sich sehr schnell sehr viel ändern.

Du kannst diese Vorurteile hundertmal wiederholen - damit werden sie auch nicht wahrer!

1. Gibt es genug Firmen, wo es auch automatische Vorrückungen gibt - ohne "Leistungsbeurteilung".

2. Was würde sich ändern?

3. Wenn das System der Leistungsbeurteilung so perfekt wäre, wie du es hinstellst, fragt man sich jedoch, warum man (gerade?) in der Privatwirtschaft immer wieder auf Leute trifft, die völlig ahnungslos sind. Und zwar vom "Kinettengraber" bis zum Topmanager.

holzi 16.12.2008 10:14

Zu Tonis Posting fallen mir immer wieder die Blödelmänner ein, die sich entweder vor den Kunden verstecken, um in Ruhe weiterschlafen zu können oder soviel Unsinn erzählen, dass man sich fragen muss, ob die jemals ein elektronisches Gerät bedient haben...

TONI_B 16.12.2008 10:33

Zitat:

Zitat von holzi (Beitrag 2331507)
Zu Tonis Posting fallen mir immer wieder die Blödelmänner ein, die sich entweder vor den Kunden verstecken, um in Ruhe weiterschlafen zu können oder soviel Unsinn erzählen, dass man sich fragen muss, ob die jemals ein elektronisches Gerät bedient haben...

Die sind sicher pragmatisiert! Beim Obi oder beim Saturn...:p

Aber wahrscheinlich verdienen sie gar nichts - aufgrund der Leistungsbeurteilung. :lol:

The_Lord_of_Midnight 21.12.2008 00:21

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 2331506)
Du kannst diese Vorurteile hundertmal wiederholen - damit werden sie auch nicht wahrer!

Du kannst deine Vorurteile hundertmal wiederholen - damit werden sie auch nicht wahrer!

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 2331506)
1. Gibt es genug Firmen, wo es auch automatische Vorrückungen gibt - ohne "Leistungsbeurteilung".

z.b. ?
In welchen Jobs ?

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 2331506)
2. Was würde sich ändern?

Ändern würde sich dann das, daß die Leute mit guten Beurteilungen um ein paar Hundert Euro im Monat mehr verdienen würden.
Und andere mit weniger guten Beurteilungen entsprechend weniger.
Damit kann man Leistungsträger gerecht bezahlen und halten.
Die anderen wandern eher ab oder sind mit einem geringeren Gehalt zufrieden.
Und das kann durchaus auch in Ordnung sein.
Es muss nicht jeder "alles niederreissen".
Aber gerecht sollte die Bezahlung sein.
Wenn alle das gleiche kriegen, das kanns nicht sein.
Da muss man sich nicht wundern, wenn Leute dann irgendwann "Dienst nach Vorschrift" machen.

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 2331506)
3. Wenn das System der Leistungsbeurteilung so perfekt wäre, wie du es hinstellst, fragt man sich jedoch, warum man (gerade?) in der Privatwirtschaft immer wieder auf Leute trifft, die völlig ahnungslos sind. Und zwar vom "Kinettengraber" bis zum Topmanager.

Perfekt ist gar nichts.
Und selbstverständlich gibts überall Leute mit besseren oder weniger guten Leistungen.
Nur liegt das im auch im Auge des Betrachters, was Leistung ist und was nicht.
Oder wer "informiert" oder "ahnungslos" ist.
Entscheiden tut das immer derjenige der zahlt, und nicht du oder ich.

The_Lord_of_Midnight 21.12.2008 00:24

Zitat:

Zitat von holzi (Beitrag 2331507)
Zu Tonis Posting fallen mir immer wieder die Blödelmänner ein, die sich entweder vor den Kunden verstecken, um in Ruhe weiterschlafen zu können oder soviel Unsinn erzählen, dass man sich fragen muss, ob die jemals ein elektronisches Gerät bedient haben...

Ich nehme an, dort wird das System wohl ähnlich sein ?
Alle kriegen je nach Stellenbeschreibung dasselbe und das wird nicht viel sein ?

TONI_B 21.12.2008 11:17

Zitat:

Zitat von The_Lord_of_Midnight (Beitrag 2332752)
Du kannst deine Vorurteile hundertmal wiederholen - damit werden sie auch nicht wahrer!

...primitiv...


Zitat:

z.b. ?
In welchen Jobs ?
Banken, Siemens, Elin...


Zitat:

...Perfekt ist gar nichts.
Und selbstverständlich gibts überall Leute mit besseren oder weniger guten Leistungen.
Nur liegt das im auch im Auge des Betrachters, was Leistung ist und was nicht.
Oder wer "informiert" oder "ahnungslos" ist.
Entscheiden tut das immer derjenige der zahlt, und nicht du oder ich.
Ganz richtig! Und dann leg deine salbungsvollen Worte 1:1 auf den öffentlichen Dienst um - da gilt es genau so!

The_Lord_of_Midnight 21.12.2008 15:21

Weisst du, wenn man alles immer auf Klischeedenken reduziert, kommt natürlich nie was dabei heraus.
Man muss sich schon davon lösen und selbständig denken.
Man nennt das auch pragmatisch vorgehen, sowas kann unglaublich befreiend wirken.

Also ich versuchs mal mit pragmatischen Argumenten:
Geld alleine ist nicht alles.
Aber es ist ein wichtiger Bestandteil fairer Behandlung.
Leute die sich anstrengen und Leistung bringen, haben einfach ein Recht auf bessere Bezahlung, als andere die sich zurücklehnen.
Und sag jetzt nicht, daß es keine Leute mit unterschiedlichem Engagement und unterschiedlichen Leistungen gibt.

Das Problem ist auch:
Wie soll ein Vorgesetzter irgendwelchen Einfluss nehmen, wenn er sowieso mit seiner Beurteilung nichts verändern kann ?
Wenn der die Gehälter seiner Mitarbeiter nicht beeinflussen kann und sie nicht mal kündigen kann ?
Da kann man ja gleich alles bleiben lassen und eine Standardbeurteilung für alle loslassen.
Und ich unterstelle mal, daß es in der Praxis genauso abläuft ?
Furchtbar.

Lasse mich aber gerne belehren, was du als Vorgesetzter mit jemand machen würdest, dem alles egal ist ?
Und zwar ohne, daß du diesem Mitarbeiter auch nur das geringste anhaben kannst, weil seine Gehaltserhöhungen und sein Job und seine Pension sowieso für den Rest des Lebens vorgerechnet und garantiert sind.
Für mich wäre sowas die Hölle, aber ich akzeptiere daß es Menschen gibt, die genau das wollen.
Obs für uns als Steuerzahler das richtige ist, bezweifle ich sehr stark.

Ps:
Das Argument mit den Banken hättest du besser nicht gebracht, denn was da abgeht haben wir ja gesehen.
Bezüglich Siemens:
Mein Bruder hat mal bei Siemens gearbeitet also weiß ich definitiv daß die nicht unkündbar sind.
Denn da wurden genug Leute gekündigt.
(Er selbst wurde nicht gekündigt, hat sich aber was besseres gesucht, weil er gesehen hat, daß schon so viele seiner Kollegen weg waren)
Nicht wirklich ein passender Vergleich also.
Bezüglich des Gehaltes kann ich versuchen rauszukriegen, ob dort wirklich alle das gleiche bekommen, egal welche Beurteilung sie hatten.
Selbstverständlich gibts auch bei allen Gehaltsspannen Grenzen.
Aber es reicht, wenn man je nach Beurteilung ein deutlich besseres oder schlechteres Gehalt bekommt.
Das ist fair.

TONI_B 21.12.2008 16:36

Zitat:

Zitat von The_Lord_of_Midnight (Beitrag 2332892)
Weisst du, wenn man alles immer auf Klischeedenken reduziert, kommt natürlich nie was dabei heraus.
Man muss sich schon davon lösen und selbständig denken.
Man nennt das auch pragmatisch vorgehen, sowas kann unglaublich befreiend wirken.

Danke für die Belehrung! Wende es ganz einfach einmal bei dir selber an...;)

Zitat:

Leute die sich anstrengen und Leistung bringen, haben einfach ein Recht auf bessere Bezahlung, als andere die sich zurücklehnen.
Und sag jetzt nicht, daß es keine Leute mit unterschiedlichem Engagement und unterschiedlichen Leistungen gibt.
Doch! Und zwar überall: sowohl in der Privatwirtschaft als auch im öffentlichen Dienst! Also zum x-ten Male: tu nicht so als ob deine Argumente nur in einem Bereich gelten würden.

Zitat:

Wie soll ein Vorgesetzter irgendwelchen Einfluss nehmen, wenn er sowieso mit seiner Beurteilung nichts verändern kann ?
Wenn der die Gehälter seiner Mitarbeiter nicht beeinflussen kann und sie nicht mal kündigen kann ?
Da kann man ja gleich alles bleiben lassen und eine Standardbeurteilung für alle loslassen.
Und ich unterstelle mal, daß es in der Praxis genauso abläuft ?
Furchtbar.
Richtig: Unterstellungen!

Zitat:

Bezüglich Siemens:
Mein Bruder hat mal bei Siemens gearbeitet also weiß ich definitiv daß die nicht unkündbar sind.
Hat wer was von unkündbar geschrieben bei Siemens???? Lies dir doch meinen Beitrag nochmals durch: um automatische Vorrückung ging es da!

Zitat:

Bezüglich des Gehaltes kann ich versuchen rauszukriegen, ob dort wirklich alle das gleiche bekommen, egal welche Beurteilung sie hatten...
Auch das habe ich nie behauptet! Liest du eigentlich die Beiträge bevor du antwortest? Es ging nur um automatische Vorrückung - nicht um Einstufungen!

The_Lord_of_Midnight 21.12.2008 17:09

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 2332941)
Danke für die Belehrung! Wende es ganz einfach einmal bei dir selber an...;)

Ich wende es an, gebe dir laufend Beispiele wies geht ;)

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 2332941)
Doch! Und zwar überall: sowohl in der Privatwirtschaft als auch im öffentlichen Dienst! Also zum x-ten Male: tu nicht so als ob deine Argumente nur in einem Bereich gelten würden

Dann sind wir ja einer Meinung.
Ich sage, daß es auch im öffentlichen Dienst funktionieren würde und bist ja auch der Meinung, daß die Argument sowohl für Privatwirtschaft als auch für den öffentlichen Dienst gelten.


Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 2332941)
Richtig: Unterstellungen!

Kannst es ja richtigstellen.

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 2332941)
Hat wer was von unkündbar geschrieben bei Siemens???? Lies dir doch meinen Beitrag nochmals durch: um automatische Vorrückung ging es da!

Das ist aber der entscheidende Punkt.
Wenn jemand nicht mehr reinpasst ins Karriereschema, muss und kann er gekündigt werden.
Up or out.
Mit Unkündbarkeit verhindert man das und das ganze ist sinnlos.
Oder man schafft die Möglichkeit einer Gehaltsspanne, wo man auf unterschiedliche Leistungen in gewissem Rahmen Rücksicht nehmen kann.
Das ist es, was ich fair nenne.

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 2332941)
Auch das habe ich nie behauptet! Liest du eigentlich die Beiträge bevor du antwortest? Es ging nur um automatische Vorrückung - nicht um Einstufungen!

Auch das kann Sinn machen, wenn die Gehälter der Mitarbeiter am unteresten Rand sind.
Nur wie gesagt:
Wenn der Vorgesetzte kein Mitspracherecht bei den Gehaltserhöhungen hat, ist das eine sehr starke Einschränkung seiner Möglichkeiten.
Und genau darum gehts dir doch, oder nicht ?
Der Vorgesetzte soll keinerlei Entscheidungsmöglichkeiten haben, damit du als Mitarbeiter "unabhängig" bist.
Oder nicht ?
Ja ich weiß, das ist wieder mal eine Unterstellung.
Kannst es ja klarstellen, wenn du willst.

Noch was, auch wenn du das aus irgendeinem Grunde nicht sehen willst:
Im bin für faire Bezahlung und faire Gehälter.
Das heisst die Leistungsträger sollen deutlich höhere Gehälter haben als sie es jetzt haben.
Nur den Punkt willst du nicht als positiv sehen ?
Warum nicht ?
Weil das heisst, daß man sich dann als Mitarbeiter anstrengen müsste, um zu den Leistungsträgern zu gehören ?
Das ist genau der Grund, warum die öffentliche Meinung bei diesem Thema Vorurteile hat.
Und die stimmen zu einem gewissen Grad ganz bestimmt.
Nur ich betone nochmals:
Es geht ums System und nicht um die handelnde Person.
Denn die handelnden Personen würden sich sehr schnell auf die verbesserten Verdienstmöglichkeiten einstellen und das sehr gerne in Anspruch nehmen.
Da würde sicher keiner nein sagen.
Außer die, die sich eben nicht anstrengen möchten, weil sie bei dem System verlieren würden.

TONI_B 21.12.2008 17:28

Ich gebs auf...:rolleyes: :(

oitt 21.12.2008 18:05

vl hat toni bei all den verallgemeinerungen der 2 seitendenkerei auch nur die soziale ader in sich....was wenn menschen nicht so viel leisten _können_ wie die anderen? ab in die frühpension wie in der privatisierungsgesellschaft üblich? auch keine lösung imo.

ganz so einfach ist es nicht, daß eine elitäre leistungsgesellschaft den himmel bringt, kann ich nicht glauben, besonders bei den WHO-zertifizierten psychokonzernen welche eh seit jahrzehnten de leute vor allem in den westlichen ländern der reihe nach entlassen und abzocken...
denen gehts nicht um arbeit nach leistung sondern um billige arbeiter.

andersrum ist das staatliche system ausghölt worden, aber anstatt es zu reformieren wurde es abgeschafft.
meine mutter als AKH-pragmatisierte bedienstete kann ein lied davon singen...
im job vom neuen chef, welcher strafversetzt worden ist und das akh mit seinen hirnwix... revolutionieren wollte, wogegen sich die abteilung und meine mutter als hoch_gearbeitete_ chefin dieser abteilung stellte, wurde sie in die frühzeitige pension gemobbt...sie ist eben eine ängstliche frau welche da nicht gleich zur zuständigen mobbingstele läuft..
und jetzt in der pension hat sie noch weniger geld als zuvor natürlich und wartet auf die wohl nie kommenden inflationsanpassungen bzw pensionserhöhungen.
gut wenn dann ein bessereinkommenaufweiser in der familie manchmal etwas aushelfen kann finanziell, denn die österreicher sind eh schon zu genüge privat-hoch-verschuldet.

fazit imo: keine der beiden wege welche ihr dem anderen vorwerft haben gerechten sinn...

Alex1 21.12.2008 18:15

Zitat:

Zitat von oitt (Beitrag 2332970)
vl hat toni bei all den verallgemeinerungen der 2 seitendenkerei auch nur die soziale ader in sich....was wenn menschen nicht so viel leisten _können_ wie die anderen? ab in die frühpension wie in der privatisierungsgesellschaft üblich? auch keine lösung imo....

Aber du hast es ja gerade gelesen: up or out! Leute, die nicht andauern aufsteigen, brauchen wir nicht!

iG0r 21.12.2008 18:40

Also das Beamte nichts arbeiten, kann so nicht stimmen, sonst würden die Ämter ja komplett stillstehen ;) Aber aus persönlicher Erfahrung würde ich da schon einen 50% Anteil jener Beamten sehen, die noch keinen einzigen Stressigen Tag in ihrem Beamtenleben hatten. Die andere Hälte, vorallem weibliche Sachbeatbeiter sehe ich oft in Bergen von Akten versinken. Wer aber glaubt, dass es besser würde, wenn Beamte Beamte beurteilen, der glaubt warscheinlich auch noch an den Osterhasen. Wenn ich nur einen Punkt rauspicke: fragt man sich warum jemand Beamter werden will, dann kommt da oft die Motivation nach Sicherheit und wenn auch vor vorgehaltener Hand, die Motivation möglichst gemütliches Arbeitsleben. Allerdings kommt es da nicht nur auf die persönliche Motivation und auf die Beamtenarbeitsstelle an, sondern auch immer auf das Arbeitsumfeld und den Aufgabenbereich an.

Merkwürdig finde ich nur, dass hier einige anscheinend noch nicht mitbekommen haben, dass wir nich in einer perfekten Welt leben, die Natur grausam ist und nur die stärksten und cleversten überleben. Gerade international oparierende Konzerne sind im Krieg, auch wenn nicht immer die Panzer auffahren werden. Idealistische Züge in den Arbeitsalltag zu integrieren ist ja ein Versuch wert, allerdings gerade bei den Beamten zu beginnen ist meiner Meinung nach ein unsoziales Beispiel.

oitt 21.12.2008 18:43

Zitat:

In dem Moment, wo die Gehaltserhöhungen an Leistungsbeurteilungen gebunden wären, würde sich sehr schnell sehr viel ändern.

Aber es reicht, wenn man je nach Beurteilung ein deutlich besseres oder schlechteres Gehalt bekommt.

Perfekt ist gar nichts.
Und selbstverständlich gibts überall Leute mit besseren oder weniger guten Leistungen.
Nur liegt das im auch im Auge des Betrachters, was Leistung ist und was nicht.
Oder wer "informiert" oder "ahnungslos" ist.
Entscheiden tut das immer derjenige der zahlt, und nicht du oder ich.
das da?...also ich verstehe eigentlich nicht worums hier bei diesen diskussionen immer geht...hab früher auch wegen desinteresse nicht mitgelesen.

könnten sich Toni und TLOM mal zu ihren fixen standpunkten irgendwie äußern....diese diskussion hat nämlich einen fehler: das fehlen von klaren ausführlich dargelegten standpunkten IMHO!

egal, hätte wohl eher früher schon mitlesen sollen...ich checks ned...

oder doch? wenn TLOM ein privatisierungsverfechter ist, dems um die kohle geht und der keine soziale ader hat in bezug auf schwächere menschen....ich komm mit den aussagen hier absolut nicht klar...haben für mich keinen sinn ohne grundsatzstandpunkterläuterung....

ich bin zb gegen privatisierung von infrastruktur wie oben erwähnt, da die geldgeil-konzerne mit ihren topmanagern alles ruinieren...
ich wäre für eine sinnvollere magistratsreform gewesen...
ich bin für soziale gerechtigkeit und menschenrechte...
ich bin für aufklärung der mißstände...
ich bin für eine verbesserung dieser...
ich bin gegen den mammon...


ARGHS! der ganze thread verwirrt mich nur mehr! FO....weg hier! :D

The_Lord_of_Midnight 22.12.2008 00:53

Zitat:

Zitat von oitt (Beitrag 2332976)
oder doch? wenn TLOM ein privatisierungsverfechter ist, dems um die kohle geht und der keine soziale ader hat in bezug auf schwächere menschen....ich komm mit den aussagen hier absolut nicht klar...haben für mich keinen sinn ohne grundsatzstandpunkterläuterung....

Das hat nur dann keinen Sinn, wenn man auf alle Menschen ein "Kastldenken" anwendet.
Wenn man aber zulassen kann, daß sich jemand sowohl zur Leistung als auch zur gerechten Bezahlung bekennen kann, dann eröffnen sich ganz neue Dimensionen.
Und man muss den anderen nicht mehr als Dummkopf oder Leuteschinder oder Feind sehen.

The_Lord_of_Midnight 22.12.2008 00:56

Zitat:

Zitat von Alex1 (Beitrag 2332972)
Aber du hast es ja gerade gelesen: up or out! Leute, die nicht andauern aufsteigen, brauchen wir nicht!

Nicht ganz.
Aber wenn Leute ein fixes Gehaltsschema haben, dann kann man auf unterschiedliche Leistungen keine Rücksicht mehr nehmen.
Derjenige der die Anforderungen nicht erfüllt muss gehen.
Wenn ich eine Gehaltsbandbreite habe, dann haben auch Leute mit geringeren Leistungen eine Zukunft und weiterhin einen Job.
Nur eben mit weniger Gehalt als andere die an der Spitze der Leistungszahlen stehen.
Es kann und muss nicht jeder ein Direktor oder was weiß ich werden.

Bei mir ist es z.b. so, daß einige Mitarbeiter deutlich mehr als ich verdienen.
Denn es gibt bei allen Leuten eine Gehaltsbandbreite.
Da kann jemand der fachlich herausragend ist, auch ein angenehmens Gehalt bekommen.
Mit einem starren Gehaltsschema bleiben nur die Führungskräfte übrig, die anderen sollen schauen wo sie bleiben.

So gesehen ist meine Denkweise sozial weit gerechter als die der "Eintopf-Betonköpfe".

The_Lord_of_Midnight 22.12.2008 01:01

Zitat:

Zitat von oitt (Beitrag 2332970)
fazit imo: keine der beiden wege welche ihr dem anderen vorwerft haben gerechten sinn...

Aber auch nur dann, wenn man alle Leute nach "Schema F" einteilt.
Aha, der hat das gesagt, also muss er so sein.
Wenn man davon nicht wegkommt, dann darf man sich nicht wundern daß die Welt nur nach Tod und Verderben aussieht.
Wenn man allerdings auch den Standpunkt zulässt, daß andere Menschen mehr drauf haben, als nur jedem anderen die Pest an den Hals zu wünschen, dann kann man auch viele verschiedene Wege sehen.
Nicht nur den "extrem schwarzen" und "extrem weißen" Weg.

iG0r 22.12.2008 02:52

Aber ein Hauptargument für neue Beamte ist gerade dieses Schama F. Es gibt Menschen die stehen da total drauf ;) Bin ich froh, dann muss ich wenigstens nicht für wenig Geld, meist eintönige Arbeit machen. Ich glaube der schlechte Ruf der Beamten kommt von denen, die Bürgerkontakt haben. Da treffen vielleicht weniger clevere Bürger auf auch nicht gerade die hellsten Beamten, die dann bestimmt auch noch schlecht drauf sind, weil sie jeden Tag die selben Sachen machen, die selben Fragen hören und Antworten geben müssen. Und nach paar Jahren können sich diese Beamte aus der Unterschicht auch keinen anderen spannenderen Job suchen, weil sie dann höchstens Regalwart beim Hofa werden können. Ein Teufelskreis :D

The_Lord_of_Midnight 22.12.2008 03:00

Sicher, das ist ein großes Problem.
Aber man darf auch wieder nicht alle nach Schema F einteilen.
Ich hatte auch mit total freundlichen und kundenorientierten Leuten im öffentlichen Dienst zu tun.
Aber auch genauso mit dem schlimmsten Kotzbrocken die man sich vorstellen kann.
Es ist beides möglich, so wie überall.
Ob das Beamte waren oder "nur" Vertragsbedienstete, die eben keinen sicheren Job haben, ist eine andere Frage ;)

Tendenziell wird es aber sicher so sein, daß genau die Leute total auf sowas abfahren, die eben schon im Hinterkopf haben, daß sie abgesichert sein wollen.
Aus welchen Gründen auch immer.
Werden sicher nicht immer die besten sein, aber das werden diejenigen natürlich niemals zugeben.

Alex1 22.12.2008 08:53

Also meine Erfahrung ist: wenn ich auf ein Amt muss (meistens Bezirksamt), werde ich höflicher und kompetenter bedient als in den allermeisten Handwerksbetrieben. Und bin jedesmal heilfroh, dass ich nicht die Arbeit der Magistratsbeamten machen muss und dass es Leute gibt, die diese Tätigkeit dennoch machen. Nach unserer Hausrenovierung voriges Jahr kann ich ein Lied davon singen ... schnell, pünktlich und zuverlässig: Amtswege. Langsam, unzuverlässig und inkompetent (und teuer!!!!! mit 5 Rufzeichen): Handwerker.

Ist mein persönlicher Eindruck, dass sich auf Ämtern mittlerweile(!) mehr in punkto Kundenfreundlichkeit tut als in der freien Wirtschaft.

iG0r 22.12.2008 13:39

Zitat:

Zitat von The_Lord_of_Midnight (Beitrag 2333121)
Tendenziell wird es aber sicher so sein, daß genau die Leute total auf sowas abfahren, die eben schon im Hinterkopf haben, daß sie abgesichert sein wollen.
Aus welchen Gründen auch immer.
Werden sicher nicht immer die besten sein, aber das werden diejenigen natürlich niemals zugeben.

Es gibt schon Spitzenleute bei den Beamten, allerdings keine die der kleine Bürger normal zu Gesicht bekommt. Aber allgemein kann ich nur sagen, dass man die Menschen nicht ändern kann, nicht jeder kann eine Spitzenkraft sein, da müssten wir unsere Geburten schon genetisch überarbeiten lassen, damit das mal so wird :lol: - uhh - ganz heikles Thema!

Zitat:

Zitat von Alex1 (Beitrag 2333147)
Also meine Erfahrung ist: wenn ich auf ein Amt muss (meistens Bezirksamt), werde ich höflicher und kompetenter bedient als in den allermeisten Handwerksbetrieben.

Das stimmt zum Teil auch, es ist ja nicht jedes Amt gleich. Unser Bezirksamt ist super, vorallem die Damen wo man seine Pässe, Personalausweise, ... beantragt, kompetent, schnell, unkompliziert; Mein zuständiges Bauamt in Wien, ist allerdings wieder ein perfektes Negativbeispiel ;) Der enorm große Vorteil in der Privatwirtschaft ist nun mal dieser, dass man sich in beinahe jedem Fall die Firma und somit die Leute, mit denen man es zu tun hat, aussuchen kann. Wählt man falsch, hat man Pech, aber Beamte kann man sich leider nicht aussuchen.

Alex1 22.12.2008 13:52

Zitat:

Zitat von iG0r (Beitrag 2333217)
Es gibt schon Spitzenleute bei den Beamten, allerdings keine die der kleine Bürger normal zu Gesicht bekommt. Aber allgemein kann ich nur sagen, dass man die Menschen nicht ändern kann, nicht jeder kann eine Spitzenkraft sein, da müssten wir unsere Geburten schon genetisch überarbeiten lassen, damit das mal so wird :lol: - uhh - ganz heikles Thema!...

Gattaca?

iG0r 22.12.2008 15:45

Im Grunde werden in unserem Schulsystem sowieso potenzielle Beamte gezüchtet, da würde ein Eingriff in die DNS auch nur noch Feintuning sein ;)


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 14:45 Uhr.

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