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Hermander 11.04.2003 11:04

Zitat:

Original geschrieben von frazzz
@ hermander:


hast zum thema auch was zusagen?

nicht genau gelesen?

förderungen sind nicht ok!

frazzz 11.04.2003 11:07

passt schon, wollte nur keine polemik hier :D

spunz 11.04.2003 12:37

Zitat:

Original geschrieben von Hermander
jaja,das alte "bauernproblem".

jammern immer diese "bauern",sind aber steinreich,förderungen für stillgelegte,also "nonhackenfelder", einstreifen,dicke mercedes fahren,
und noch immer net satt.

wer bitte braucht diese "gülleschleuderer",die alle luft verpestet?

hendeln kommen eh aus legebatterien.

tjo, hermander der motschgera :rolleyes:

1. steinreich => gschichtl
2. lerne was eine brache (stillgelegte) fläche ist und wennst klar denken kannst wirst du auch den sinn dahinter erkennen (öpol programm) dies wurde schon angewandt als es kein geld dafür gegeben hat seit wwi wievielen tausenden jahren
3. autos verpesten die luft, gülle im gegensatz dazu nich => autos verbieten?
4. legebatterien gibts weil der KONSUMENT danach verlangt

Hermander 11.04.2003 12:49

Zitat:

Original geschrieben von spunz



1. steinreich => gschichtl

aha,aber den grundbesitz müsstest du mal in bares umrechnen

Zitat:

3. autos verpesten die luft, gülle im gegensatz dazu nich => autos verbieten?
aber nicht riechbar ;) ,ausser diesel.

Zitat:

4. legebatterien gibts weil der KONSUMENT danach verlangt
aha?
ich habe niemals danach verlangt,wurden uns aufgedrängt,weil mehr profit dadurch.

Tamarah 11.04.2003 13:01

Zitat:

Original geschrieben von Hermander
aha,aber den grundbesitz müsstest du mal in bares umrechnen
Aber gerne doch, für 1 Quadratmeter Ackergrund bekommst du in meiner Gegend grade mal 75 CENT!

frazzz 11.04.2003 13:43

Zitat:

Original geschrieben von Netsuya

Aber gerne doch, für 1 Quadratmeter Ackergrund bekommst du in meiner Gegend grade mal 75 CENT!


ja, genau :D

aus ackerland wird ackerland mit landwirtschaftlichem baurecht
aus ackerland mit landwirtschaftlichem baurecht wird baurechthoffnungsland
und aus baurechthoffnungsland wird ?
na wer weis es?

und schon hat sich der wert vervielfacht :mad:


geh bitte, das spielen die bauern in der umgebung wiens erst seit jahrzehnten...da ein einkaufstempel, dort eine industriezone oder eine wohnsiedlung -> geld brauch ma? hauen wir halt eine furche am markt (oft gehört)

spunz 11.04.2003 14:22

Zitat:

Original geschrieben von frazzz

geh bitte, das spielen die bauern in der umgebung wiens erst seit jahrzehnten...da ein einkaufstempel, dort eine industriezone oder eine wohnsiedlung -> geld brauch ma? hauen wir halt eine furche am markt (oft gehört)

oft gehört, so wie gülleausbringung ist verboten gell ;) :rolleyes: :lol:

diesen fall gibts sicher des öffteren, nur macht das die gemeinde und nicht der landwirt. auf grünland (ackerland) darf ein landwirt wirtschaftsgebäude nach genauer überprüfung bauen, daraus später einfach bauland zu machen ist NICHT möglich.
und weils ein paar in wien umgebung gemacht haben sind alle reich gell ;)

btw: die meisten pachten den grund dazu und besitzen tuns normale leute => zb normale hackler => die sind reich gell ;) :p

gaelic 11.04.2003 15:10

ich glaub nicht das "am arsch der welt" irgendein einkaufstempel entsteht, oder das grundstück auf einmal so an wert gewinnt.

wenns so ist gäbe es in ganz ö keine bauern mehr, da hätten alle verkauft und ganz ö wäre eine shopping city.

enjoy2 11.04.2003 16:43

Zitat:

Original geschrieben von frazzz
wohlgemerkt, echte bergbauern sollen auch weiter ein mindesteinkommen aus fördermittel haben!

Mich würde interresieren, was für dich ein "Mindesteinkommen" ist

1000 Euro/Monat z.B. ?

für 1000 Euro/Monat beginnt dein Arbeitstag dann ab ca. 3 Uhr früh, Kühe melken, ausmisten, Milch einige km weit zur Sammelstelle bringen, auf steilen Wiesen immer wieder einen Unfall mit dem Mähwerk, Traktor, Anhänger riskieren, einige Wiesen per Hand mähen, seine Gesundheit durch das Gewicht der Heubündel auf den Rücken schädigen, bzw. ein Unfall durch ausrutschen ....

dazu muss man eine Überprüfung über sich ergehen lassen, warum die Wiese nicht 3 mal gemäht wurde, das Vieh nicht so und so viel Auslauf hatte, von jemanden, der am Computer sich wunderbare Richtlinien ausdenkt....

aber unsere Bergbauern brauchen sich ja keine Sorgen machen, die Konsumenten "wollen" alle die gesunde Bergbauernmilch kaufen, dass diese Milch den doppelten und mehr kostet, damit dieser Bauer auch kostendeckend wirtschaften kann (redet irdendjemand von Gewinn auch mal?), macht nichts, bezahlt man ja gerne für gute Qualität....

Thema Urlaub, ein Urlaub ist leider als Bergbauer nicht drinnen, da man die Tiere leider nicht mittels Schalter ein/ausschalten kann, diese brauche täglich Betreuung. Ja dann machen das die Kinder halt, kein Problem, nur hmm, warum verlassen alle Kinder den Hof, weil man mit 1000 Euro/Monat nicht große Sprünge machen kann? Weil sich diese auch sagen, warum soll ich mich abrackern, wenn ich mit weniger Arbeit und bei weiten weniger Antrengungen mehr verdienen kann?

und ja es gibt sie auch, die reichen Bauern, die du beschrieben hast, damit sind alle Bauern, die nicht "echte Bergbauern" sind, genau so ?

zu den Reichtum der Bauern, dem Grund, Wirtschaftsgebäude, Maschinen, ja, sind teilweise schön anzuzschauende Zahlen
z.B. 20 ha Ackerland gerundet 1 Euro/m2 => 200.000 Euro
na bumm, also doch die steinreichen Bauern, wenn da nicht ein kl. Denkfehler wäre.

Angenommen, alle Landwirte wollen den Hut drauf hauen und sich mit dem Reichtum ein schönes Leben machen, der Preis für Grundstücke würde ins Bodenlose sinken, genau dasselbe wäre, wenn die Landwirtschaft für viele nicht mehr rentabel ist, der "Reichtum" rinnt einen durch die Finger...

Meine Eltern betreiben eine Landwirtschaft, sie züchten Ferkel für Schweinemast. Zur Zeit liegt der Erlös von ca. 65 Euro und Kosten pro Ferkel von 37 Euro. Allerdings muss man von diesem Gewinn noch Rücklagen erstellen, mit denen man die Ställe, Geräte, usw. in einigen Jahren erneuert, bzw. neu aufbaut. Einen Unternehmerlohn wäre allerdings auch nett, wenn dieser irgendwo sich noch ausgehen würde.

Nur was macht mein Vater z.B., wenn er, wie es vor 2 Jahren der Fall war, statt 65 Euro nur 29 Euro bekommt? Das bedeutet pro Ferkel 8 Euro Verlust, nur die Ferkel nicht verkaufen geht auch net, was machen damit, auf Lager legen is auch nicht drin. Die 65 Euro ändern sich leider auch immer wieder, zum Glück aber sinkt er nicht immer. Allerdings sind die Schweinemastbetriebe zur Zeit sehr unter Druck, da der Erlös zur Zeit gerade die Unkosten deckt, von Rücklagen redet man hier nicht mehr....

dieser Preiskampf ist nicht nur bei Schweinen so, auch bei Rindern, Milchprodukten, Ackerfrüchten, usw. verdient man als Landwirt nicht mehr als z.B. vor dem EU Beitritt Österreichs. Ein gutes Beispiel dafür ist der Weizenpreis, für Qualtitätsweizen wurde ein Preis von 4,30 öS erziehlt, nach dem EU Beitritt Österreichs waren es 1,60 öS.

Sollte jemand meinen, ich jammere (was den Bauern gerne vorgeworfen wird), so kann ich dazu nur sagen, ich bin gerne auf einen Bauernhof aufgewachsen, auch wenn das ein Urlaub in der Kindheit immer nur auf wenige Tage beschränkt war, auch wenn es harte Arbeit ist, es ist aber auch eine schöne Tätigkeit.

was imho nicht ok ist, wenn man aufgrund einer Sichtweise, bzw. einer Informationsquelle eine Meinung bildet, ohne sich wirklich über die Hintergründe zu informieren

enjoy2 11.04.2003 17:04

aber wenn der Wille des Volkes es so will, schaffen wir die Förderungen ab

was wird die Folge dessen sein:

die kl. Landwirte werden verschwinden, die Arbeitslosenzahlen steigen und große landwirtschaftliche Produktionsstätten, auch in jenen Gegenden, in der zu Zeit noch kleinere Strukturen zu finden sind.
Großbetriebe, mit welchen die industrielle Erzeugung von landwirtschaftlichen Produkten nicht nur eine Behauptung sein wird, werden anstelle dieser treten. Ich hoffe jedenfalls, dass dies nicht passieren wird, auf Produktionsstätten, a la Niederlande, England, USA, usw. kann ich gerne verzichten. Auch auf Fleischproduktion auf Schiffen, welche zwischen Europa und Südamerika pendeln, verzichte ich gerne, dass genau solche "Produktionsstätten" den Schweinepreis drücken und ein Bauer in Österreich nicht zu demselben Preis seine Ware verkaufen kann, wird gerne verschwiegen.

Landschaften, welche für eine Großproduktion nicht nutzbar gemacht werden können, mittels "Landschaftsgestaltung" per Bulldozer und Bagger, werden eben versteppen, bzw. verkarsten, oder man wird Bundesangestellte bezahlen müssen, welche diese Flächen pflegen....

damit du dir ein Bild von Förderungen in der Landwirtschaft zumindest in NÖ machen kannst
http://www.noe.gv.at/service/lf/LF3/OEPUL.htm
http://www.noe.gv.at/service/lf/LF4/...wirtschaft.htm
http://www.noe.gv.at/Service/RU/RU5/...erderungen.htm

bzw. allen jenen, welche behaupten:
Ich möchte ja gerne "natürliche" Produkte kaufen, bzw. ich kaufe ja natürliche Produkte zu höheren Preisen"

Warum wurden so viele Bioläden, bzw. Bauernläden wieder geschlossen? Richtig, weil sie nicht rentabel waren. Sicherlich gibt es Marktnischen, welche auch einige gut nutzen können. Aber diese Nischen bringen nur einigen etwas.

aber all die Worte werden ein Vorurteil nicht ändern können :(


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