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frazzz 11.04.2003 18:21

tja, was glaubst du, was eine einfache arbeiterin verdient?


@1000.-? :rolleyes:

davon können die meisten nur träumen...


etwas weltfremd, nicht wahr.
wenn der staat es einer alleinverdienerin mit kind zumutet mit
ats 8600.- auszukommen, kann für andere nur dasselbe gelten.

das ist genau das auf was ich hinauswill :p

das verbreitete unverständnis und der unwille gegen veränderungen, ist es.

sicher, wäre ich bauer würde ich u.u. genauso auf uralten pseudo-argumenten sitzen.
so aber stehe ich voll im leben, durch welches ich mit offenen augen gehe, und bekomme einiges mit, was sich rund um mich abspielt.

imho kann es nicht angehen, zu sagen:
eine alleinstehende mutter kann mit € 8750 pro jahr auskommen und der kann man nochwas wegnehmen.
andererseits gebe ich einem (groß)grundbesitzer, der noch dazu über diverse gebäude und einen maschinenpark verfügt und somit mehr als ausreichend für seinen lebensunterhalt sorgetragen kann, noch mehr als das dreifache von dem, wovon mutter und kind leben sollen können, dazu.

was aber jetzt wieder nur ein beispiel von vielen ist.
die armut nimmt leider zu, so mancher ehrliche fleissige arbeiter hat keine ahnung, wovon er nach dem 15. seine familie ernähren soll...

fredl 11.04.2003 18:21

@enjoy2

gib`s auf, manche können oder wollen es net begreifen.
Motto: "Was brauch ma bauern? gibts`s eh allas beim billa":ms:

(i denk da an meinen cousin, einen gemüsebauern aus dem seewinkel, der als einziges auto einen x-jahre alten VWbus hat, dessen frau wegen rückenproblemen jedes jahr im spital is, der macht urlaub höchstens a paar tag in loipersdorf weil ihm des gut tut, ...) i möcht net tauschen mit ihm, aber die frischen paradeiser, paprika,.. die haben alle gern.

frazzz 11.04.2003 18:26

Zitat:

Original geschrieben von fredl
@enjoy2

gib`s auf, manche können oder wollen es net begreifen.
Motto: "Was brauch ma bauern? gibts`s eh allas beim billa":ms:

(i denk da an meinen cousin, einen gemüsebauern aus dem seewinkel, der als einziges auto einen x-jahre alten VWbus hat, dessen frau wegen rückenproblemen jedes jahr im spital is, der macht urlaub höchstens a paar tag in loipersdorf weil ihm des gut tut, ...) i möcht net tauschen mit ihm, aber die frischen paradeiser, paprika,.. die haben alle gern.

wo sind denn die frischen paradeiser, paprika,.. ?

das wird doch alles nur noch für den eigenbedarf hergestellt, was an den handel geliefert wird ist nur noch genmanipulierter giftverseuchter industriemüll, der in seiner konsistenz und geschmacklicher qualität auch aus erdöl-abfallprodukten hergestellt sein könnte.

frazzz 11.04.2003 18:39

Zitat:

Original geschrieben von spunz

diesen fall gibts sicher des öffteren, nur macht das die gemeinde und nicht der landwirt.

macht das die gemeinde?

und wer ist das, die gemeinde?

meist die "grösten" bauern...

frazzz 11.04.2003 18:47

einer ist immer noch g´angen:

wollen wir die zehntausenden nebenerwerbs-landwirte nicht vergessen,
die denen, die sie wirklich bräuchten die jobs wegnehmen nur weil sie billiger arbeiten können da sie das geld nicht wirklich brauchen.

zitat:
"ich geh ja nur hackeln, weil ich den winter über meine alte z´hause ned aushalt"
zitat ende


weinbauer aus dem bereich wu

spunz 11.04.2003 18:48

Zitat:

Original geschrieben von frazzz


macht das die gemeinde?

und wer ist das, die gemeinde?

meist die "grösten" bauern...

:lol: sorry, wieder mal ne ärger lächerliche aussage.

spunz 11.04.2003 18:49

Zitat:

Original geschrieben von frazzz


wo sind denn die frischen paradeiser, paprika,.. ?

das wird doch alles nur noch für den eigenbedarf hergestellt, was an den handel geliefert wird ist nur noch genmanipulierter giftverseuchter industriemüll, der in seiner konsistenz und geschmacklicher qualität auch aus erdöl-abfallprodukten hergestellt sein könnte.

wer billig kauft bekommt billig.

btw: du trauerst "täglich alles" sicher ärgstens nach gell ;)

spunz 11.04.2003 18:54

Zitat:

Original geschrieben von frazzz
tja, was glaubst du, was eine einfache arbeiterin verdient?


@1000.-? :rolleyes:

davon können die meisten nur träumen...


etwas weltfremd, nicht wahr.
wenn der staat es einer alleinverdienerin mit kind zumutet mit
ats 8600.- auszukommen, kann für andere nur dasselbe gelten.

das ist genau das auf was ich hinauswill :p

das verbreitete unverständnis und der unwille gegen veränderungen, ist es.

sicher, wäre ich bauer würde ich u.u. genauso auf uralten pseudo-argumenten sitzen.
so aber stehe ich voll im leben, durch welches ich mit offenen augen gehe, und bekomme einiges mit, was sich rund um mich abspielt.

imho kann es nicht angehen, zu sagen:
eine alleinstehende mutter kann mit € 8750 pro jahr auskommen und der kann man nochwas wegnehmen.
andererseits gebe ich einem (groß)grundbesitzer, der noch dazu über diverse gebäude und einen maschinenpark verfügt und somit mehr als ausreichend für seinen lebensunterhalt sorgetragen kann, noch mehr als das dreifache von dem, wovon mutter und kind leben sollen können, dazu.

was aber jetzt wieder nur ein beispiel von vielen ist.
die armut nimmt leider zu, so mancher ehrliche fleissige arbeiter hat keine ahnung, wovon er nach dem 15. seine familie ernähren soll...

:confused:

du vergleichst jetzt irgendeine alleinerziehende mit nem großbauern? was ist mit presseförderungen, wohnbauförderungen,.... wer sowas bekommt hat dann auch genug zum leben?
unwille gegen veränderungen? du meinst typische arbeiter, beamte und angestellte? weil kaum eine branche hat sich in den letzten jahren so verändern und anpassen müssen wie die landwirtschaft.

fazit: du bringst keine wirklichen fakten, postest zeug das du mal irgendwo gelesen hast (täglich alles? :D ) welches entweder nicht war ist oder total veraltet.

fazit: da die förderungen bereits gegen null gehen und man damit alleine nichtmal kostendeckend arbeiten kann ist der gesamte thread ärger unnötig ;)

frazzz 11.04.2003 19:06

Zitat:

Original geschrieben von spunz


:confused:

du vergleichst jetzt irgendeine alleinerziehende mit nem großbauern? was ist mit presseförderungen, wohnbauförderungen,.... wer sowas bekommt hat dann auch genug zum leben?
unwille gegen veränderungen? du meinst typische arbeiter, beamte und angestellte? weil kaum eine branche hat sich in den letzten jahren so verändern und anpassen müssen wie die landwirtschaft.

fazit: du bringst keine wirklichen fakten, postest zeug das du mal irgendwo gelesen hast (täglich alles? :D ) welches entweder nicht war ist oder total veraltet.

fazit: da die förderungen bereits gegen null gehen und man damit alleine nichtmal kostendeckend arbeiten kann ist der gesamte thread ärger unnötig ;)

ich vergleiche gebürtige österreicher mit ebensolchen.
siehst du einen unterschied?
ich nicht.

bauern haben sich angepasst, ja, an höher einkommen und dementsprechende ansprüche. die goldenen zeiten sind auch für landwirte vorbei :rolleyes:

fakt ist, meine zahlen stimmen, stammen nicht aus deiner täglichen lektüre, und könnt ihr im bald erscheinenden budget-bericht 2002 nachprüfen.

hab schon öfter gepostet:
ich sitze beruflich im schnittpunkt einiger der umfangreichsten datenbanken österreichs (wenn nicht eu-weit) und sql ist meine zweite muttersprache :D

und das förderungen im ausmaß von mehr als € 20000.- pro jahr für dich als nachkomme eines landwirts peanuts sind, kann ich mir gut vorstellen. so quasi 20000 sind eh fast null, gell :eek:

Hermander 11.04.2003 19:24

Zitat:

Original geschrieben von Netsuya

Aber gerne doch, für 1 Quadratmeter Ackergrund bekommst du in meiner Gegend grade mal 75 CENT!

und wennst ihn umwidmest €75.- !

Hermander 11.04.2003 19:27

Zitat:

Original geschrieben von enjoy2
aber wenn der Wille des Volkes es so will, schaffen wir die Förderungen ab

was wird die Folge dessen sein:

die kl. Landwirte werden verschwinden, die Arbeitslosenzahlen steigen

(

geh bitte.
wenn alle kein fleisch mehr essen gibts millionen arbeitslose.
das ist eine milchmädchenrechnung,die mir schon zum hals raushängt.
heisst das ,das wir jetzt zum fleischfressen verdammt sind?
ebenso zum autofahren? denn wenn keiner mehr fährt gibts milliarden arbeitslose.
die arbeit verlagert sich nur,muss sich der bauer halt was anderes suchen.

Hermander 11.04.2003 19:31

Zitat:

Original geschrieben von frazzz
tja, was glaubst du, was eine einfache arbeiterin verdient?


@1000.-? :rolleyes:

davon können die meisten nur träumen...


etwas weltfremd, nicht wahr.
wenn der staat es einer alleinverdienerin mit kind zumutet mit
ats 8600.- auszukommen, kann für andere nur dasselbe gelten.




aber nach abzug aller kosten(miete,etc.)

wie geht das bitte,nur ATS 8600.- im monat?
wo ist der kindsvater mit seinen allimenten(mind. ATS 2500.-)?
wenn der nix zahlt,gibts des jugendamt.
ich kenne genug fälle wo,die frau nach der scheidung mit 2 kindern incl. kinderbeihilfe,allimente,etc. auf ATS 12-14tsd. kommt!
und des ist eigentlich der witz!

frazzz 11.04.2003 19:45

Zitat:

Original geschrieben von Hermander


aber nach abzug aller kosten(miete,etc.)

wie geht das bitte,nur ATS 8600.- im monat?
wo ist der kindsvater mit seinen allimenten(mind. ATS 2500.-)?
wenn der nix zahlt,gibts des jugendamt.
ich kenne genug fälle wo,die frau nach der scheidung mit 2 kindern incl. kinderbeihilfe,allimente,etc. auf ATS 12-14tsd. kommt!
und des ist eigentlich der witz!

ja da spreche ich nur vom einkommen.
alimente sind meiner meinung nach eigentum des kindes und könne daher nicht als einkommen gesehen werden, imho.

davon geht der anteil des kindes für miete etc. ab, also auch kein einkommen, ein durchlaufposten :rolleyes:

und die 8600.- ats sind das netto-monatseinkommen bei div. sub-firmen,
war da nichtmal was von ats 10000.- mindestgehalt???
war wahrscheinlich brutto...:(

Hermander 11.04.2003 19:49

Zitat:

Original geschrieben von frazzz


und die 8600.- ats sind das netto-monatseinkommen bei div. sub-firmen,
war da nichtmal was von ats 10000.- mindestgehalt???
war wahrscheinlich brutto...:(

10000.- brutto,ist eigentlich logisch.
aber die ersten ~ 8500.- sind eh steuerfrei,lediglich sozialvers. ist fällig.

Cindy 11.04.2003 19:57

Zitat:

Original geschrieben von Hermander
ich kenne genug fälle wo,die frau nach der scheidung mit 2 kindern incl. kinderbeihilfe,allimente,etc. auf ATS 12-14tsd. kommt!
und des ist eigentlich der witz!

ah ja, und des is leicht zu viel?

Hermander 11.04.2003 20:03

Zitat:

Original geschrieben von Cindy

ah ja, und des is leicht zu viel?

eigentlich schon,wenn dann der lebensgefährte auch noch dazuverdient?!

fürs jugendamt bleibt sie ja trotzdem "alleinverdiener" :mad:

fredl 11.04.2003 20:25

und wenn sich der herr lebensgefährte dann einmal vertschüsst? was is dann, kriegts wieder mehr??
[OT]
@hermander
stimmt eigentlich das in deinem profil angegeben geburtsdatum?
deine ansichten sprechen imho manchmal eher dagegen
Zitat:

der krieg ist ja noch nicht aus.
hoffe das irgendeiner chem. waffen in USA einsetzt,und den Bush vom hohen Ross runterholt.
:eek:

[/OT]

enjoy2 11.04.2003 20:25

Zitat:

Original gepostet von Frazzz:

Fakt ist, meine zahlen stimmen, stammen nicht aus deiner täglichen lektüre, und könnt ihr im bald erscheinenden budget-bericht 2002 nachprüfen. hab schon öfter gepostet: ich sitze beruflich im schnittpunkt einiger der umfangreichsten datenbanken österreichs (wenn nicht eu-weit) und sql ist meine zweite muttersprache

trau nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

eine Beurteilung von einen Computer aus, eine Beurteilung die nur auf Zahlen beruht, so umfangreich auch immer, da fehlt immer eine Seite.

du schreibst, dass du mit beiden Beinen im Leben stehst und allerhand mitbekommst um dich herum, aber hast du schon mal Erfahrungen mit der Arbeit auf einen landw. Betrieb gemacht?
Nicht jetzt auf einen Betrieb im Marchfeld umbedingt, denke da mehr an kl. Betrieb, mit Milchvieh, muss gar nicht ein Bergbauernhof sein.

Denke mal nein, diese Erfahrung hast du noch nicht gemacht, du vertraust nur den Zahlen im Computer


Zitat:

Zitat:

Original geschrieben von enjoy2
aber wenn der Wille des Volkes es so will, schaffen wir die Förderungen ab
was wird die Folge dessen sein:
die kl. Landwirte werden verschwinden, die Arbeitslosenzahlen steigen
Original gepostet von Hermander:

geh bitte.
wenn alle kein fleisch mehr essen gibts millionen arbeitslose.
das ist eine milchmädchenrechnung,die mir schon zum hals raushängt.
heisst das ,das wir jetzt zum fleischfressen verdammt sind? ebenso zum autofahren? denn wenn keiner mehr fährt gibts milliarden arbeitslose.
die arbeit verlagert sich nur,muss sich der bauer halt was anderes suchen.
kann dir leider nicht folgen, meine Aussage bezog sich darauf, dass die Arbeitlosenzahlen steigen werden, wenn auf einmal die Förderungen abgeschafft werden sollten, hast du ja mit deinem letzten Satz bestätigt. "Etwas anderes suchen" machen schon einige Personen in Österreich, warum sollte ein Landwirt leichter Arbeit finden?

Was das mit der Verdammnis zum Fleischessen zu tun haben soll, weiß ich nicht. Nicht nur Fleisch ist ein Produkt der Landwirtschaft.

PS: bin mir nicht ganz sicher, ob nicht wieder ein Troll mehrfach seine Meinung kund tun, somit meinerseits ein *plonk* zu diesem Thread

fredl 11.04.2003 20:32

enjoy, is glaub i gscheiter.
schliess mich an.

enjoy2 11.04.2003 20:36

Zitat:

Original geschrieben von frazzz

ich vergleiche gebürtige österreicher mit ebensolchen.
siehst du einen unterschied?
ich nicht.

schnipp-schnapp

fakt ist, meine zahlen stimmen, stammen nicht aus deiner täglichen lektüre, und könnt ihr im bald erscheinenden budget-bericht 2002 nachprüfen.

hab schon öfter gepostet:
ich sitze beruflich im schnittpunkt einiger der umfangreichsten datenbanken österreichs (wenn nicht eu-weit) und sql ist meine zweite muttersprache :D

und das förderungen im ausmaß von mehr als € 20000.- pro jahr für dich als nachkomme eines landwirts peanuts sind, kann ich mir gut vorstellen. so quasi 20000 sind eh fast null, gell :eek:

bitte korrigiere mich frazzz, wenn ich dich missverstehe:

deinen Posting nach bekommt jeder Landwirt in Österreich 20000 Euro pro Jahr Förderung?

die Größe seines Betriebes spielt dabei keine Rolle?

Imho hast du die Gesamtsumme der Förderungen genommen und durch die Anzahl der Bauern dividiert

mache ich dasselbe mit der Gesamtsumme der Gehälter von Arbeitern und dividiere diese durch die Anzahl, so würde imho auch eine Summe über 1000 Euro pro Arbeiter herrauskommen, deswegen stimmt eine Aussage, jeder Arbeiter verdient mehr als 1000 Euro noch lange nicht.

PS: wenn du mir bitte die Möglichkeit mitteilst, wie man Unabhängig von der Betriebsgröße des landw. Betriebes 20000 Euro an Förderungen bekommen kann, am Montag bin ich bei der Bank um einen Kredit aufzunehmen und mit ein paar ha meinen eigenen landw. Betrieb zu gründen

PPS: ´verdammt, nicht mal mein eigenes Plonk beachte ich ... :rolleyes:

Cindy 11.04.2003 20:51

und weils den bauern ja allen sooooo gut geht, hören laufend so viele mit ihren betrieben auf gell?

Hermander 12.04.2003 09:41

Zitat:

Original geschrieben von enjoy2



Was das mit der Verdammnis zum Fleischessen zu tun haben soll, weiß ich nicht. Nicht nur Fleisch ist ein Produkt der Landwirtschaft.


du sagst ja,das wenn bauern nicht gefördert werden sterben sie aus.
wer bitte fördert dich u. deine arbeit?
wenn deine arbeit nichts einbringt,musst aufhören od. wirst gekündigt.
nur bei den armen bauern soll das andrs sein?

ich werde sicher nicht nur fleisch essen ,nur damit ein "armer" bauer weiterwursteln kann.

bei der verstaatlichen wurde auch laut nach kürzung der förderungen,weil ein fass ohne boden,geschrien.

und ich denke ,das dies der richtige weg ist.

Theoden 12.04.2003 12:59

Frazzz...du hast ja sowas von KEINER Ahnung. Seit dem EU-Beitritt können die meißten Kleinbauern froh sein wenn sie an kleinen Gewinn erwirtschaften.
Du solltest dich mal informieren, und nicht in deine stupiden Datenbanken reinschauen und daraufhin alle Bauern Österreichs als faule Schmarotzer hinstellen. :mad:

wol 12.04.2003 13:16

Jetzt muss ich mal was dazuschreiben:
Ich hab selbst nix mit Landwirtschaft zu tun, wohne aber in einer landwirtschaftlich genützten Gegend bei Wien. Diese Großbauern, bei denen man das Geld förmlich wachsen sieht, gibts natürlich wirklich. In Raasdorf bei Wien haben sich einige von denen ihre alten Bauernhäuser in wahre Paläste umbauen lassen, wo man richtig merkt, das beste war grade gut genug. Aber das kann man doch nicht verallgemeinern. Außerdem liefern die dort meines Wissens alle an Iglo-Tiefkühlgemüse. Scheinen also recht gut zu wirtschaften. Ob der offensichtliche Reichtum aus Förderungen oder aus echter Wirtschaft stammt, kann ich nicht beurteilen.
So und jetzt die andere Seite:
Ich kenn einen kleinen Ort im Marchfeld, wo 1960 die meisten Leute Landwirte waren. Alle hatten ein paar Felder, Schweine, Hühner, usw. Heute gibts da fast keine Bauern mehr, nur noch Pendler. Kann also in den letzten 40 Jahren nicht sehr rentabel gewesen sein das Geschäft.
Frazz und Hermander sehen die Sache meiner Meinung nach zu polemisch, es gibt diese Bauern sicher, denen sollte man natürlich die Förderungen streichen oder kürzen, aber man kann nicht sagen: Alle Bauern sind Schmarotzer, die nur von Förderungen leben, sicher sind außer den erwähnten Bergbauern viele dabei, die bei weitem nicht so reich sind und wie erwähnt, sich für wenig Geld abschuften.
Das ist so , als würde man behaupten, alle Schauspieler seinen Milliardäre, nur weil ein paar von denen stinkreich sind.

enjoy2 12.04.2003 15:18

Zitat:

Original geschrieben von Hermander


du sagst ja,das wenn bauern nicht gefördert werden sterben sie aus.
wer bitte fördert dich u. deine arbeit?
wenn deine arbeit nichts einbringt,musst aufhören od. wirst gekündigt.
nur bei den armen bauern soll das andrs sein?

ich werde sicher nicht nur fleisch essen ,nur damit ein "armer" bauer weiterwursteln kann.

bei der verstaatlichen wurde auch laut nach kürzung der förderungen,weil ein fass ohne boden,geschrien.

und ich denke ,das dies der richtige weg ist.

ich sage nicht, dass die Bauern aussterben, ich habe gesagt, dass die kl. Betriebe zusperren werden, welche den Arbeitsmarkt wieder belasten.

bezüglich notwendiger Förderungen, vor einen EU Beitritt waren diese für die Landwirschaft nicht erforderlich.

bin trotzdem, wie auch mein Vater der Meinung, dass ein EU Beitritt für Österreich erforderlich war, nur für die Landwirtschaft waren es sehr große Einschnitte

Hab schon mal angedeutet, was imho passieren wird, wenn man die Förderungen für die Landwirtschaft streicht, die kl. Betriebe werden verschwinden und einige Großbetriebe übrig bleiben.

Diese werden, da es ja nicht rentabel ist, schwierig, bzw. nicht maschinell zu bearbeiteten Flächen bewirtschaften, bzw. der Einsatz von Zusatzstoffen bei der Mast von Tieren, sowie der Einsatz von Spritzmittel wird sicherlich von Großbetrieben "minimiert werden", Beispiel USA, England als Schlagwörter.

die Folgen davon, Ökoflächen, Almflächen werden verschwinden, oder man wird für deren Instandhaltung bezahlen, nur ich bin mir sicher, dass dies nicht so billig wie von den Bauern gemacht werden wird.

bzw. der Ertrag von 1 ha besten Ackerboden im Vergleich zu einem 1 ha Grünfläche eines Bergbauernbetriebes, bzw. der Vergleich, wieviel Arbeit erforderlich ist um ein 1 ha steile Wiese zu bearbeiten im Gegensatz zu einen ebenen Acker, warum sollte dieser Unterschied nicht durch eine Förderung entgolten werden? In Abstufungen, je schwieriger zu bearbeiten, desto weniger Förderung. ABER oh Wunder, dass gibt es ja schon ....

zu den Ökoflächen, kritisiert ist auch worden, dass Bauern für brach liegengelassene Flächen Förderungen bekommen, nun genau solche Flächen sind aus Sicht des Naturschutzes wertvolle Flächen, die man nicht, bzw. nicht intensiv nutzen soll, um die Ökologische Nische zu erhalten, bzw. zu fördern.
Andererseits gibt es Wiesen, welche Landwirte am liebsten nicht mähnen würden, weil es sehr arbeitsintensiv ist, allerdings ist es auch im Sinne des Naturschutzes wichtig, dass solche Flächen 1-2 mal gemäht werden, auch dafür gibt es Förderungen.


allerdings werden all die Argumente nur auf Trollfutter reduziert werden :(

utakurt 12.04.2003 15:41

Zitat:

Original geschrieben von frazzz
ist das thema bis auf den spunz (der keine fragen beantworten kann, sondern nur das altbekannte "bäuerlein raunz" singt) jedem wurscht?

leute, da geht es in summe um 3,6 milliarden euros von unserem steuergeld, das da verpulvert wird.

einbezahlt werden von landwirten genau 78 millionen :eek:

würde diese summe anders eingesetzt, könnten wir alle weniger beiträge zahlen. :eek:

Nein ist mir nicht wurscht und ich stimme Dir dazu im Prinziop auch zu:

meine Meinung ist - eine Förderung für die, die es nötig haben (und dazu zähle ich Bergbauern allein wegen Landschaftspflege) soll sein.

Ich hatte das mit den bauern schon mal erwähnt, aber ich hasse es zu agieren - trotzdem stößt mir dieses Ungleichgewicht schon auf (habe ich schon mal gethreaded: http://www.wcm.at/vb2/showthread.php?threadid=93028 )

Ich bin lange Zeit auf einem Einzahlungsschalter gesessen:

Die Bauern zahlen zB im Vergleich zu anderen Einkommensgruppen extrem niedrige Kirchenbeiträge. Irgendwie muß dieser Beitrag ja berechnet werden.

Damals (ist schon ein paar Jahre her) gab's noch 1000 ATS Förderung, wenn ein Bauer Buchhaltung führte - wenn's nach mir gegengen wäre, hätte das jeder führen müssen - ohne Förderung!

Bestes Beispiel war damals auch so "kl." Bauer (nebenbei natürlich Vizebürgermeister), der sich RadioTV und Tel. befreien lassen wollte - ich habe den Anbtrag weitergeschickt, konnte mir aber nicht verkneifen, ihn darauf hinzuweisen, dass er ca. netto um 1/3 mehr verdiente als ich.

Ok- das war die Vergangenheit - jetzt ist sicher alles gerechter geworden:

Die Angestellen und Arbeiter dürfen ja in Kürze von einer 500 - 700 Mio Steuerreform profitieren, während zeitgleich die Ölsteuer angehoben wird.

Für die Bauern soll es angeblich ein 3Milliarden Förderpaket geben, während gleichzeitig der für die Landwirtschaft notwendige Diesel auf Heizölpreisniveau runtersubventioniert wird (die werden auch nur die Traktoren damit betreiben)!

Die Pendler kriegen einen tritt in den Allerwertesten.

Ein derartiges Förderpaket auf eine Einkommensgruppe, welche so einen geringen Anteil hat, aufzuteilen, während wir derzeit gerade eine Rekordarbeitslosigkeit durchmachen ist gelinde gesagt eine der größten Frechheiten der 2.ten Republik.

Gut - ich höre um meinetwillen lieber auf - ich will niemanden etwas neidig sein - letztendlich muß man eh auf sich selbst schauen - aber verstehen und gutheißen kann ich das Ganze wirklich nicht!

frazzz 12.04.2003 21:31

da ich ja wirklich keine ahnung habe...


einer meiner verwandten ist burgenländischer weinbauer aus der gegend um rust.

so kool wie der ist, hat der doch glatt seinen betrieb umgebaut und dafür ats 36mio.- eu-förderung kassiert :eek:

ein anderer im norden wiens ist nicht so schlau, geht arbeiten und kann sein anwesen nebenbei führen. ihm bleiben halt nebenbei mehr als € 30tsd.- aus´m weinbau über :rolleyes:

und beide kassieren weiterhin fleissig fördergelder...

der dritte im bunde im bereich wr. neustadt hat das große geld mit einer industrizone gemacht, lacht uns alle aus und lebt von den zinsen...





weiters wenn so viele bauern aufgeben, weshalb gibt es dann keine höfe in vernünftiger größe zu einem angebrachten preis zu pachten?
und wo kommt die kohle dann hin?

wollt ihr sagen, unsere tolle regierung sackelt das ein?

nebstbei: der durchschnittliche eu-bauer nennt 67ha sein eigentum.
nur zur rechnung mit 200tsd €


für alle nichtlandwirte:
habt ihr eine ahnung was nur ein traktor wert ist?

Cindy 13.04.2003 00:03

ja dann werd bitte bauer, und reden wir in einem jahr weiter

enjoy2 13.04.2003 11:00

Zitat:

Original geschrieben von frazzz
weiters wenn so viele bauern aufgeben, weshalb gibt es dann keine höfe in vernünftiger größe zu einem angebrachten preis zu pachten?
und wo kommt die kohle dann hin?

http://www.google.at/search?hl=de&ie...cr%3DcountryAT

bzw.im Bauernbündler werden sicher auch Angebote stehen, bzw. auf der Bauernkammer nachfragen

PS: ich biete dir sogar meine Arbeitskraft für ein paar Tage an, für Umbauarbeiten, usw. wenn du dir einen Hof kaufen solltest und wirklich Landwirt werden würdest, du wirst jede Unterstützung brauchen.

wol 13.04.2003 11:58

Worums hier in dem Thread eigentlich geht, ist der heute so beliebte Neidkomplex. Jede Berufsgruppe neidet der anderen irgendwas. Normalerweise gehts immer gegen Beamte, die ja alle so faul mit Ärmelschonern ihren Büroschlaf pflegen. Unter denen wieder besonders ist man gegen Lehrer, wegen der Ferien, gegen Polizisten, weil sie mehr Macht haben als der Durchschnittsmensch. Dann gehts hin und wieder gegen die Ärzte, wenn mal wieder wo was schief läuft bei einer Operation. Die Eisenbahner kommen dran wegen ihres frühen Pensionseintrittsalters, usw, usf. Eine allgemeine Entsolidarisierung ist zu beobachten. Dass auf diese Weise JEDE Berufsgruppe früher oder später drankommt mit Kürzungen und Verschlechterungen, das bedenkt man leider nicht. Es wird jeder gegen jeden ausgespielt, zum Schluss stehen alle ärmer da. Ich versteh ja, wenn es extrem ist, dass man schimpft, aber es geht ja nicht nur gegen die Spitzenverdiener der jeweiligen Berufsgruppe, sondern gegen jeden.
Und das Traurige ist, dass die sogenannten unabhängigen Medien fleißig mitmachen, besonders diese Schundheftln wie News usw. Egal welche Verleumdungen gebracht werden, Hauptsache das Drecksheft verkauft sich gut. Ich kann mich noch gut erinnern, welcher Durchschnittsverdienst der Lehrer damals gebracht wurde, als es vor einiger Zeit wieder mal gegen diese ging. War ein totaler Humbug, hat überhaupt nicht gestimmt, die haben einfach einen Spitzenverdiener mit X Überstunden genommen und dann behauptet, das sei der Durchschnittsverdienst.
Wir sollten besser zusammenhalten und uns nicht auseinanderdividieren lassen. Und diese Mistzeitschriften sollte man auch nicht kaufen, zumindest nicht, wenn sie wieder mal gegen eineBerufsgruppe herziehen. Dann würden sie es sehr schnell aufgeben.

Hermander 13.04.2003 16:32

Zitat:

Original geschrieben von wol

Wir sollten besser zusammenhalten und uns nicht auseinanderdividieren lassen. Und diese Mistzeitschriften sollte man auch nicht kaufen, zumindest nicht, wenn sie wieder mal gegen eineBerufsgruppe herziehen. Dann würden sie es sehr schnell aufgeben.

ja wie denn?
wenn meine steuergelder solche berufsgruppen finanzieren?
aber wirklich nicht,solln sehen wies zu ihrem geld kommen.
wenn einer nix leistet,weg mit ihm!

gaelic 13.04.2003 16:49

@hermander: genau du bist einer der menschen, von denen wol gesprochen hat. oder hab ich in deinem posting den zynismus übersehen?

Hermander 13.04.2003 17:41

Zitat:

Original geschrieben von gaelic
@hermander: genau du bist einer der menschen, von denen wol gesprochen hat. oder hab ich in deinem posting den zynismus übersehen?
hast du nicht,weil nix da.

ich sehe nicht ein,das gewisse gruppen sich auf andere verlassen.
das man auf einige berufsgruppen losgeht kommt nicht von ungefähr.
wenn beamte,in welchen bereich auch immer,selbstherrlich agieren,die aber von uns aller beiträge zwangsgestützt werden,dann wird er sofort bei nichtgebrauch vertschüsst.
fragt dich vielleicht deine kundschaft,ob sie dich am leben erhalten darf,wenn sie aber von dir nichts mehr kaufen will?
sicher nicht,daher gäbe es bei mir 0 förderungen,für wen auch immer.
nur so kann marktwirtschaft bestehen,wenn alle gleich behandelt werden.

wol 13.04.2003 22:02

*seufz* Hermander, warum musst du immer mit dem verbalen Brecheisen agieren? Kompromissler kann man dich sicher nicht schimpfen.

a.a 14.04.2003 13:09

Die Konsequenz bei der Streichung von Fördergeldern ist entweder:

- Waren werden teurer (Die meisten Menschen sind ja nicht einmal bereit für Artgerechte Tierhaltung mehr zu bezahlen)

- Waren müssen billiger produziert werden (Was viele kleine Betriebe nicht überleben werden)

- Die Produkte sind mit Waren aus dem Ausland nicht mehr konkurrenzfähig. ( In den USA gibt es höhere Förderungen, vor allem seit George W. am Werk ist)

Auch für große Betriebe wäre es ohne Förderung nur schwer möglich positiv zu wirtschaften, jedoch sind diese flexibler und können sich leichter der Förderlandschaft anpassen. Den große Betriebe müssen das Personal je jeden Monat bezahlen, und natürlich auch alle Lohnnebenkosten tragen. Dafür müssen schon eine Menge Produkte verkauft werden.

Viele Betriebe können ohne dem Einsatz ausländischer Erntehelfer die um 3-4 € arbeiten, nur schwer überleben.

Jedoch gibt es natürlich wie überall Nutznießer, die es verstehen als Landwirt mit den Förderungen gut zu leben.

Viele davon arbeiten natürlich auch hart dafür, und haben es sich dadurch auch verdient.

The_Lord_of_Midnight 17.04.2003 15:09

Man sollte bei der ganzen Diskussion nicht vergessen, daß gerade sozial schwache von geförderter Lebensmittelproduktion profitieren. Den Reichen ist es egal, die können sich sowieso alles leisten.

Die Leute, die in diesem wirklich empfindlichen Bereich "Marktwirschaft um jeden Preis" fordern, sollten z.b. bedenken welche massiven Auswirkungen das auf unsere Gesundheit haben könnte:
http://www.chem.ox.ac.uk/mom/ddt/ddt.html
Jaja, ist doch gar nicht schlimm, a bissal DDT am Salat, nicht ?

Es wurde zwar schon so oft gesagt, aber ich möchte es nochmal "verstärken": Es gibt in Österreich keine Zugangsbeschränkungen zur Landwirtschaft. Der landwirtschaftliche Grund und Boden ist spottbillig. Da kann jeder einsteigen. Ich weiß nur eines: Ich bin doch nicht blöd, daß ich mir diese Schwerstarbeit antue. (Zumindest solange ich irgendeine andere Arbeit habe)

Und ich bin mir ganz sicher, daß niemand der sich so lauthals über die Förderungen beklagt, wirklich bereit wäre, diese Arbeit auf sich zu nehmen. Umgekehrt wäre ich z.b. sehr gerne Mitglied anderer Berufsgruppen, mit Pensionsprivilegien, langer Freizeit und Ferienzeit, Frühschluss am Freitag, Arbeisplatzgarantie usw. Nur mit dem kleinen aber feinen Unterschied, daß der Zugang zu diesen Berufen NICHT frei ist...

frazzz 17.04.2003 15:24

geradeheraus:
ja ich möchte landwirt sein!
ich inseriere seit ca 2 jahren in jedem bauernblatt das online ist.
ich biete pach/kaufpacht/leib- oder zeitrente.
ich biete familienanschluss & diplomierte altenpflege, so gewünscht.

effekt: verkaufsangebote von heruntergekommenen häusern ohne einen ha grund
kein einziges pachtangebot, von leibrente ganz zu schweigen.
ahso, ja, 2000m² wald wurden mir zum kauf angeboten...


KANN MIR DAS BITTE JEMAND ERKLÄREN???
wo es doch so viele bauern gibt, die aufgeben müssen

The_Lord_of_Midnight 17.04.2003 16:16

und wieviel zahlst du ?
in welcher gegend ?

spunz 17.04.2003 16:19

wo inserierst du?

Lord Frederik 17.04.2003 16:58

Zitat:

Original geschrieben von frazzz
geradeheraus:
ja ich möchte landwirt sein!
ich inseriere seit ca 2 jahren in jedem bauernblatt das online ist.
ich biete pach/kaufpacht/leib- oder zeitrente.
ich biete familienanschluss & diplomierte altenpflege, so gewünscht.

effekt: verkaufsangebote von heruntergekommenen häusern ohne einen ha grund
kein einziges pachtangebot, von leibrente ganz zu schweigen.
ahso, ja, 2000m² wald wurden mir zum kauf angeboten...


KANN MIR DAS BITTE JEMAND ERKLÄREN???
wo es doch so viele bauern gibt, die aufgeben müssen


h e i r a t e n ;)


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