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The_Lord_of_Midnight 05.03.2003 23:03

Zitat:

Original geschrieben von maxb


Tatsache ist - so Wiens Finanzstadtrat Dr. Sepp Rieder zur Rathauskorrespondenz, dass Wien als einzige Region Österreichs unter den zehn kaufkräftigsten Regionen Europas ist, die Wienerinnen und Wiener mit pro Kopf 14.585 Euro die weitaus höchste Steuerleistung aller Österreich erbringen (Platz 2 Salzburg mit 7.584 Euro) und mit 32.900 Euro das höchste Bruttoregionalprodukt pro Kopf erwirtschaften. Darüber hinaus trägt Wien als größter Nettozahler überdurchschnittlich zum gesamtösterreichischen Finanzausgleich bei. (RK 29.5.)


Überhaupt nicht verdächtig, daß das Wiens Finanzstadtrat sagt oder ?

Klar ist der Durschnittsverdienst eines Wieners am höchsten. Das ist aber auch klar, weil praktisch alle großen Firmen und Institutionen in Wien ihre Hauptsitze haben. Aber die Kunden und Steuerzahler, die diese Firmen finanzieren, sitzen schon in ganz Österreich. Tatsächlich aber beherbergt Wien nur einen Bruchteil der Menschen in Österreich !

Nochmals: Wenn ich das gleiche wie ein Wiener verdiene, zahle ich die gleichen Steuern. Wien bekommt aber PRO KOPF doppelt so viel Steuern zugeteilt als kleine Gemeinden. Also zusätzlich zu dem, daß sie durch die große Anzahl an Menschen sowieso schon Vorteile haben, wird jeder "Headcount" auch noch doppelt so hoch bewertet.

Das derjenige, der mehr verdient auch mehr zum allgemeinen Steueraufkommen beitragen soll, werden wohl die allerwenigsten anzweifeln. Ich bin kein Bezieher eines Mindestlohnes und zahle auch eine Menge Steuern, aber das ist ok. Denn soll z.B. ein pensionierter Landwirt, der 500 Euro pro Monat Mindestrente bekommt, unsere Steuern zahlen ? Der hat sicher härter als sehr viele andere gearbeitet, nur der Lohn war karg. Wichtig war nur, daß wir alle unsere Karotten oder was weiß ich noch billig beim Billa einkaufen konnten.

Ich bleib dabei: Ein Wiener ist nicht dadurch, daß er in dieser Stadt geboren ist, von Haus aus ein besserer oder tüchtigerer Mensch. Es ist sogar umgekehrt, denn weil man es "draußen" schwerer hat, ist man in der Regel auch fleißiger.

pc.net 05.03.2003 23:13

@maxb
und am land wird auch eine u-bahn mit bundesmitteln mitfinanziert?

also, allein das ist schon eine enorme investition, die bei rieders berechnung einfach 'vergessen' wurde ...

Henry 05.03.2003 23:16

Make http://www.handykult.de/plaudersmili...e/ladysman.gif not http://www.handykult.de/plaudersmili...ugh/sword2.gif

Natürlich haben wieder einmal ALLE recht ;)

The_Lord_of_Midnight 05.03.2003 23:25

Zitat:

Original geschrieben von Henry
Make http://www.handykult.de/plaudersmili...e/ladysman.gif not http://www.handykult.de/plaudersmili...ugh/sword2.gif

Natürlich haben wieder einmal ALLE recht ;)

naja, die liebe lässt sich so schwer übers internet parktizieren. ;) aber angeregt diskutieren, das kann man prächtig.

maxb 06.03.2003 15:52

Zitat:

Original geschrieben von pc.net
@maxb
und am land wird auch eine u-bahn mit bundesmitteln mitfinanziert?

und in kärten gibt es keine BUNDESstrassen, BUNDESbahn, usw. :confused:

maxb 06.03.2003 16:15

Zitat:

Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
Nochmals: Wenn ich das gleiche wie ein Wiener verdiene, zahle ich die gleichen Steuern. Wien bekommt aber PRO KOPF doppelt so viel Steuern zugeteilt als kleine Gemeinden. Also zusätzlich zu dem, daß sie durch die große Anzahl an Menschen sowieso schon Vorteile haben, wird jeder "Headcount" auch noch doppelt so hoch bewertet.
Zur Aufklärung:

a)
Gemeinschaftliche Bundesabgaben (Einkommensteuer, Umsatzsteuer,...) werden zu rund 78,3% nach der Volkszahl verteilt und nur zu einem geringen Teil, nämlich zu rd. 2,2%, nach dem regionalen Steueraufkommen.

-> "Benachteiligung" von Ländern mit hoher Steuerleistung per Kopf.

b)
Bei der Verteilung der Ertragsanteile der Gemeinden sieht eine umso stärkere Gewichtung der Einwohner vor, je höher die Volkszahl der Gemeinde ist. Konkret wird eine "veredelte Volkszahl" jeder einzelnen Gemeinde gebildet:

bei Gemeinden mit höchstens 10 000 Einwohnern mit 1 1/3,
bei Gemeinden mit 10 001 bis 20 000 Einwohnern mit 1 2/3,
bei Gemeinden mit 20 001 bis 50 000 Einwohnern mit 2
und bei Gemeinden mit über 50 000 Einwohnern und der Stadt Wien mit 2 1/3

Trotz dieses Aufteilungsschlüssels bei den Gemeindesteuern bleibt Wien "Nettozahler". Ein Begriff und dessen Auswirkung seit dem EU Beitritt hinlänglich bekannt sein sollte.

Und die Mär, dass wirtschaftlich schwache Regionen von den großen Städten noch ausgebeutet werden, die kannst wem anderen erzählen ;)

gaelic 06.03.2003 18:14

abgesehen von der infrastruktur,...

glaub ich nicht das die infrastruktur jetzt 1:1 mit der anzahl der internetanschlüsse, telefonanschlüsse,... zusammenhängt.

ich glaub nicht weil in z.b kärnten 15% der haushalte keinen festnetzanschluss hat, das mit der netzversorgung zu tun hat.

The_Lord_of_Midnight 06.03.2003 21:39

@maxb
du bist nicht wirklich darauf eingegangen, warum ein stadtmensch ca. doppelt so viel geld sozusagen "veredelt" zugeteilt bekommt. (das multipliziert sich ja auch noch, duch die größere anzahl an menschen.)

du bist auch nicht wirklich darauf eingegangen, warum man in wien viel mehr verdient. ist das wirklich deshalb, weil alle leute dort viel produktiver als die "draussrigen" sind ? oder vielleicht weil durch den von allen finanzierten zentralismus dort natürlich auch wesentlich mehr arbeitsplätze vorhanden sind ?

miezekatze 07.03.2003 08:57

was beschwerts euch denn eigantlich? fg.. wenn wer meint dasa in wien mehr vadient solla hinziehn :D so einfach is das ;)

WA5 07.03.2003 22:23

Soviel Geld könnte das gar nicht sein :ms: :D


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