Mehr Beschwerden über unseriöse Internetanbieter
Veröffentlicht am: 26.03.2007 09:56:11

Beschwerden über unseriöse Internetangebote haben 2006 stark zugenommen. Laut Internet-Ombudsmann hat es im vergangenen Jahr 4.730 Fälle gegeben, bei denen Konsumenten beim Online-Shopping auf Probleme stießen, so das Sozialministerium in einer Aussendung. Im Vergleich dazu habe es 2005 nur 1.460 Beschwerden gegeben. Streitfälle im Wert von 609.000 Euro wurden 2006 vom Internet-Ombudsmann für Verbraucher gelöst.

Die Aufklärung über Risiken und Rechte bei Internetgeschäften müsse weiter ausgebaut werden, so Erwin Buchinger in seiner Funktion als Konsumentenschutzminister. Aber auch die rechtlichen Rahmenbedingungen gelte es zu Gunsten der Verbraucher zu verschärfen. Eine Gewinnabschöpfung bei unlauteren Anbietern, kundenfreundlichere Zahlungsmodalitäten und eine bessere Informationspflichten sind die Ziele des Ministers. Denn die Gestaltung einer Website führe Konsumenten oft in die Irre oder verleite zu unbedachten Geschäftsabschlüssen.

Probleme beim Vertragsrücktritt, vor allem bei vermeintlichen Gratis-Angeboten, Lieferverweigerungen oder Verspätungen sowie verzögerte Rückzahlungen zählten 2006 zu den Hauptgründen für Beschwerden. 23,3 Prozent der Fälle betrafen österreichische Unternehmen. Der Großteil klagte allerdings über Firmen aus Deutschland (64,5 Prozent). Elf Prozent beschwerten sich über Schweizer Betriebe. Durch die grenzüberschreitenden Geschäfte im Internet müssten rechtliche Problem europaweit gelöst werden, so Buchinger.

(apa)


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