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| So fliegt man richtig! Fragen, Antworten, Diskussionen zum Fliegen von Jets im FS |
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#1 |
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Jr. Member
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Hallo Leute ..
Ich habe mal wieder ne kleine Frage .. Angeregt durch einen Artikel in einer Fliegerzeitschrift, wollte ich mal ein paar non precision approaches üben ,... Ich meine, wie die funktionieren ist mir eigentlich klar, aber zum praktischen Teil habe ich noch ne frage .. Es sind ja zu verschiedenen DME Angaben bestimmte Höhenangaben angegeben, die zu dieser Entfernung erreicht sein sollten, bzw, nicht unterschritten sein sollten ... So, aber wie genau läuft das in der Realität ab??? woher weiss ich, welchen Wert ich für den VS einstellen muss ... und wie genau ist die Anzeige ?? in Hunderter Schritten ??? Theoret. kann man ja, wenn man seine Geschwindigkeit hat, die Entfernung zur Runway und die zu sinkende Höhe, einen Wert ermittel, um wie viel Fuß ich sinken muss, um die entsprechenden Vorlagen zu erfüllen, aber die Piloten werden doch wohl kaum anfangen, groß mit dem Taschenrechner mitten im Approach zu rechnen, oder ??? Wird der Wert einfach, "abgeschätzt", so dass man auf jeden fall in der entsprechenden Entfernung die Höhe erreicht hat, fliegt auf der Höhe weiter, bis zum nächsten Wert und sinkt nach dieser Entfernungsangabe weiter, bis zur nächsten Angabe ,usw..., also quasi Treppenstufenmäßig ??? oder ist es wie beim ILS ein kontinuierlcher Sinkflug, der ohne "Unterbrechung" vom verlassen einer bestimmen Höhe bis zum Touch Down geflogen wird .. Ist ein bisschen schwer, in Worte zu fassen, was ich von euch wissen will, aber ich hoffe, es ist trotzdem klar geworden ... Danke schon mal für eure Hilfe .. bis denne .. Olli |
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#2 |
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Elite
![]() Registriert seit: 17.07.2001
Alter: 54
Beiträge: 1.418
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Hallo !
Bleiben wir doch mal in Deiner Nähe, nähmlich bei dem VORDME Anflug auf die Rwy 23L in EDDL. Bei Erreichen von D10.1 DUS beginnt hier der Final Approach , bei dem Du auf die MDA von hier 850 ` sinken darfst. Um Dir die Berechnung Deines optimalen Gleitpfades zu erleichtern, ist in dem Raster über der MDA Angabe eine Übersicht enthalten, welchen Gradient Du bei welcher Geschwindigkeit einhalten mußt. Hast Du die MDA erreicht , mußt Du Dich bis spätestens zum Missed Approach Point (MAP) , hier bei D2,0 DUS , entschieden haben zu landen oder die Landung mittels Missed Approach abzubrechen. Die Mindestsicht für diesen Non Precisions Approach ist ebenfalls in einem Raster angegeben und reicht hier von 1200m bei Flugzeugkategorie A bis 1800m bei Kategorie D. Die Höhenfreigaben können, wie Du schon gesagt hast, gestaffelt oder kontinuierlich (wie hier) erfolgen. MfG Frank ![]()
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Mit freundlichen Grüßen vom Int. Airport EDBM
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#3 |
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Elite
![]() Registriert seit: 18.01.2000
Alter: 51
Beiträge: 1.264
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Hi Olli,
ich denke, ich weiß in welche Richtung deine Frage geht... > Wird der Wert einfach, "abgeschätzt", so dass man auf jeden > fall in der entsprechenden Entfernung die Höhe erreicht hat, > fliegt auf der Höhe weiter, bis zum nächsten Wert und sinkt > nach dieser Entfernungsangabe weiter, bis zur nächsten > Angabe ,usw..., also quasi Treppenstufenmäßig ??? das ist eine Möglichkeit, eine Non Precision Approach (ich kürz das mit NPA ab) zu fliegen. Man sinkt bei jeder "Stufe" auf die zulässige Mindesthöhe. Der Sinkflug wird alsbald möglich durchgeführt und zwar so, daß man die nächstniedrige Höhe vor dem nächsten Step-Down-Fix erreicht. Wie du schon sagst... ähnlich wie auf einer Treppe. > oder ist es wie beim ILS ein kontinuierlcher Sinkflug, der > ohne "Unterbrechung" vom verlassen einer bestimmen Höhe bis > zum Touch Down geflogen wird .. Das wäre die andere Methode. Man stellt eine bestimmte Vertical Speed (manuell oder Autopilot) ein und fliegt dann quasi wie auf einem Gleitpfad so, daß man kontinuierlich sinkt und bei den bestimmten Fixes die Mindesthöhen erreicht, i.A. aber nicht vorher. Moderne Flugzeug können hier auch einen sog. Flight Path Angle einstellen, der sich bei manchen sehr neuen NPA-Anflügen auch in den Anflugkarten wiederfindet. Beide Methoden haben Vor- und Nachteile und es hängt nicht zuletzt vom Piloten, dessen Ansichten und der Ausrüstungs des Flugzeugs ab, welche Methode die "bessere" ist. Ein alter 747-400 Kapitän (Capt. Tarmack: Mel J. Ott) hat immer die Treppenstufen bevorzugt, da man im Falle schlechten Wetters im Horizontalflug den Missed Approach Point MAP erreicht und vor allem schon deutlich VOR dem MAP auf der Minimum Descent Altitude fliegt. Man hat also ein gewisses Zeitpolster vor dem Go-Around und man muß selbigen nicht aus einem Sinkflug heraus durchführen. Die Anflüge, die mit konstantem Sinkflug geflogen werden, können mit idealem und modernen Flugzeugen eine deutliche Arbeitserleichterung darstellen. Ein modernes Flugzeug mit GPS (wir nehmen mal an: keinen Mapshift), EGPWS, Vertical Situation Display und der Fähigkeit, einen bestimmten vorgegebnen SinkWINKEL zu fliegen, dazu die entsprechende Anflugkarte, es kann einen NPA wirklich einfach machen. Es gibt wirklich keine allgemeingültige Aussage, welche der 2 Methoden besser ist. ![]() Markus
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#4 |
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Jr. Member
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Hey Leute ...
vielen Dank für eure schnelle und ausführlichen Antworten .... hat mir sehr weiter geholfen .. ich denke, ich werde es im FS auch mal ausprobieren, vielleicht finde ich für mich ja die "richtige" Methode heraus ... Auf jeden Fall nochmal einen herzlichen Dank ... Bis denn ... Olli |
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