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So fliegt man richtig! Fragen, Antworten, Diskussionen zum Fliegen von Jets im FS

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Alt 08.01.2002, 21:34   #1
ULli
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Frage Gyrokopter

Hallo,

bei Flightsim.com (bin tatsächlich reingekommen) gibt es einen Ultralight Auto Gyro für den FS2002 von K. Johnson. Es handelt sich um eine GyroBee.

Gyrokopter sind einfache Fluggeräte mit einem Rotor, der ausschliesslich durch anströmende Luft angetrieben wird (Autorotation) und die Tragflächen ersetzt, und einem Druckpropeller, der für den Vortrieb sorgt. Mit diesen Dingern kann man scheinbar "helikopterähnlich" fliegen, ab zu wesentlich geringeren Kosten und mit einem technisch weniger anfälligen System. In Deutschland ist Gyrokopterfliegen jetzt mit UL-Schein und Einwesiung erlaubt.

Meine Frage: hat irgendjemand Erfahrung mit diesen Geräten? Wie realistisch sind die Flugeigenschaften der Version für den FS2002?

Ehrlich gesagt, ich erwarte eigentlich nicht wirklich eine Antwort, aber soll die Hoffnung ja nicht aufgeben .

Gruss,

ULli
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Alt 08.01.2002, 21:55   #2
Newsmaker
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mhh, ich wiess nicht ob es dir hilft, aber bei x-plane gab/gibt es son ein Gyrocopter, aber ich fand es eigentlich recht beschwerlich damit zu fliegen, da fliegt meiner Meinung selbst noch der gute alte Bell aus dem FS besser
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Schöne Grüße aus Hannover,

Philipp
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Alt 08.01.2002, 23:01   #3
ULli
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Hallo nochmal,

in der November-Ausgabe des Fliegermagazins gab es einen Bericht über einen UL-Gyrokopter (Tandem von Air Command). Die dort beschriebenen Start- und Flugmanöver bekomme ich nicht hin, was aber nichts heissen will.

So etwas kann wahrscheinlich nur einer beantworten, der so einen Gyrokopter real fliegen kann, oder einer, der die Fähigkeiten des FS2002 in diesem Zusammenhang (Autorotation etc.) theoretisch beurteilen kann.

Gruss,

ULli
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Alt 16.01.2002, 21:07   #4
Lörch
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Hi Ulli,
kannst du mir mal diese beschriebenen Flugmanöver beschreiben. Ich bin gerade am saugen (bin reingekommen) und die Konstruktion erinnerte mich an einen älteren James Bond. Da ich mit der Autorotation keine Probleme hatte frue ich mich schon drauf, aber wie kriegt man das Teil ohne Motor in die Luft?

Mfg
Lörch
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Viele Grüße
Hinrich

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Alt 16.01.2002, 21:44   #5
Lörch
Wherever he is, ...
 
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Daumen hoch Mensch!!!

Von dem Ding erzählst du mir jetzt erst! Dieser Gyrokopter macht höllischen Spaß! Ich warte immer noch auf diese sagenumwobenen Flugmanöver. Zur Flugdynamik und damit zu deiner eigentlichen Frage: Eindeutig eine verkappte Cessna, macht aber trotzdem Spaß; Eine Weltumrundung damit wäre lustig.
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Viele Grüße
Hinrich

>> FXP-AIR
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Alt 16.01.2002, 23:46   #6
TiAr
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Stimmt, der Gyrocopter macht höllisch Spass. Die Flugdynamik stimmt natürlich nur annähernd mit der Realität überein (wie halt bei allen Flusimodellen), aber dennoch gut umgesetzt.

@ Lörch Die verkappte Cessna habe ich nicht gelesen.

Beim Start muß man aber wie das reale Vorbild auf dem Boden erst einmal Fahrt aufnehmen (ein paar Meter reichen) und dann abheben. Einen klassischen Senkrecht-(Heli)-Start kann man nicht durchführen, da der Gyro nur mit Vorwärtsbewegung (durch den Schubpropeller) den nötigen Auftrieb bekommt. Ähnlich auch die Landung.

Mit ein bisschen Übung kann man aber auch "sagenumwogene" - sprich gewagtere Flugmanöver durchführen. Man braucht halt immer Vorwärtsbewegung - wie in der Realität. Auch die Landung ist etwas gewöhnungsbedürtig - am besten funktioniert die aber mit ein bisschen Gegenwind - wie halt bei allen Flusi-Chopper.

Toll ist auch die Aussenansicht. Deutlich zu erkennen: der Pilot steuert tatsächlich mit dem Pitch. Klasse gemacht. 10 von 10 Punkte.
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Alt 17.01.2002, 01:49   #7
ULli
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Hallo,

Freut mich, dass euch meine Entdeckung Spaß macht.

Tja, die Flugmanöver. Ich schreibe jetzt ausschließlich und schamlos aus dem Fliegermagazin ab. Ich selbst habe nicht die geringste Ahnung von den Geräten (aber interessieren tun sie mich schon...)

Also zunächst mal zur Aerodynamik. Bei Flächenflugzeugen bewirkt das Ziehen des Knüppels eine Vergrößerung des Anstellwinkels und damit des Auftriebs (aber auch des Widerstandes). Beim Gyro bewirkt Ziehen ein Kippen der Rotorachse und ausschließlich eine Vergrößerung des Widerstandes, nicht des Auftriebs. Höherer Auftrieb entsteht allein durch schneller rotierende Blätter, und das wiederum bewirkt man durch mehr Fahrt, die ihrerseits nun wieder durch den Druckpropeller erzeugt wird. Stellt man zu steil an, steigt der Widerstand so irrsinnig schnell, dass man das Teil unweigerlich in den Boden rammt... (offensichtlich gab es schon zahlreiche Unfälle deswegen).

Gestartet wird der im FM beschriebene Tandem wie folgt. In die Bremsen steigen, Motor auf 2100 U/min bringen, Rotor mit Hebel (den vermisse ich im Flusi) über Reibrad mit dem Motor zwecks „Vorrotation“ verbinden. Langsam den Hebel nachlassen, Motordrehzahl erhöhen auf 2600, bei Rotordrehzahl 180 ganz loslassen. Wie gesagt, das alles funktioniert im Flusi nicht. Der Rotor dreht bei bloßem Gasgeben gleich volle Pulle... Jetzt erst wird mit Vollgas losgerollt, das Gas wird aber dann gleich wieder zurückgenommen, um zu starke Unterschiede in der Anströmgeschwindigkeit zwischen vor- und zurücklaufendem Blatt zu vermeiden. Nach ungefähr 100m Rollstrecke und bei einer Geschwindigkeit von 65 km/h wird abgehoben (das schaffe ich auch mit einem UL, aber weniger kompliziert... ).

So, jetzt kommt das erste Manöver: kurz nach dem Start kann man das Teil mittels Seitenruder 70 Grad quer zur Bahn stellen und über der Mittellinie weiterfliegen (das schaffe ich mit dem UL nicht..., leider auch noch nicht mit dem Flusi-Gyro). Es gibt übrigens nur ein starres Höhenruder zur Stabilisierung. Einen Heckrotor braucht man nicht, klar, wir haben ja Autorotation.

Dann weitere Manöver: aus Überfahrt stehen bleiben, auf der Stelle drehen und in die Gegenrichtung weiterfliegen. Steigen und Sinken mit hoher Vertikalgeschwindigkeit. Standgas: runter mit 10m/sec (na ja, bekomme ich locker auch im UL hin, sogar noch viel mehr, kurz bevor ich dann den Schirm ziehe...), rauf mit Vario im Anschlag (ca 7-8m/sec, da muss ich im UL passen).

Landung: anfliegen mit 100 km/h, kurz über dem Boden auf fast null Fahrt abbremsen und mit Sporn zuerst aufsetzen... Tja in der Tat, da wird die Wiese vorm Haus zum verlockenden Landeplatz... (aber Pustekuchen, Flugplatzzwang in der Republik... ).

Tscha, so is dat man mit dem Gyro. Im Flusi habe ich aber noch das wenigste von diesen Manövern hinbekommen, deshalb ursprünglich meine Frage. Gar nicht ausgeschlossen, dass ich das mal in echt ausprobiere.....

Alles klar? Nachfrage ist zwecklos, siehe oben.

Gruss,

ULli
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Alt 17.01.2002, 13:33   #8
Lörch
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So, werde mir das jetzt gleich mal durchlesen, aber noch kurz was zur verkappten Cessna: Es ist eindeutig, dass der Flusi meint, hier ein Flächenflugzeug in den Händen zu halten. Wäre er intelligent (und das ist er nun wirklich nicht) müßte er sich über die strark gewölbten Tragflächen mit dem hohen Widersatand wundern; vermute ich einfach mal.
Das fängt hier an:
Zitat:
Stellt man zu steil an, steigt der Widerstand so irrsinnig schnell, dass man das Teil unweigerlich in den Boden rammt.
Im FS erhöht sich auch der Auftrieb, irgendwan kommt dann der Strömungsabriss. Nein, nicht irgendwannn, ziemlich schnell.

Zitat:
Dann weitere Manöver: aus Überfahrt stehen bleiben, auf der Stelle drehen und in die Gegenrichtung weiterfliegen.
Geht natürlich auch nicht, da es für den Flusi ein Flächenflugzeug ist!

Zitat:
@ Lörch Die verkappte Cessna habe ich nicht gelesen
Warum denn nicht?
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Viele Grüße
Hinrich

>> FXP-AIR
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Alt 17.01.2002, 16:35   #9
Lörch
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Es kann doch keine verkappte Cessna sein, oder habt ihr das schon mit einer geschaft?
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Viele Grüße
Hinrich

>> FXP-AIR
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