ORF dominiert auch künftig DVB-T in Österreich
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Über den bisher betriebenen Multiplex A sind ORF1, ORF2 und ATV zu empfangen. Am 22. Oktober soll der Multiplex B in Betrieb gehen. Über ihn werden zunächst ORF Sport Plus, 3sat (Gemeinschaftsprogramm von ORF, ARD, ZDF und SRG) und der Wiener Stadtsender Puls TV (ProSiebenSat1-Gruppe) verbreitet. Letzterer wird ab 4. Februar 2008 durch das neue Vollprogramm Puls 4 ersetzt. Insgesamt hatten sich 32 Programmanbieter um eine Ausstrahlung über den Multiplex B beworben.
Zum Stichtag 22. Oktober wird der Multiplex A etwa 80 Prozent der Haushalte erreichen, Multiplex B etwa siebzig Prozent. Parallel zur Aktivierung des Multiplex B werden große Teile des analogen Sendernetzes abgeschaltet. Die Senderinfrastruktur wird von der ORS betrieben, die eine Tochter des ORF und des Raiffeisen-Konzerns ist.
Ab dem 22. Oktober gibt es in allen Landeshauptstädten und der Bundeshauptstadt Wien, jeweils samt Umgebung, nur noch digitales terrestrisches Fernsehen. In weiteren Schritten werden kleinere analoge Sender außerhalb der Ballungsräume deaktiviert. 2010 soll der letzte österreichische analoge TV-Sender außer Betrieb gestellt werden.
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Hintergrund ist der Ausbau zu
DVB-T2 (H.264) und damit HDTV terrestrisch und mit wesentlich mehr Kanälen und dem damit verbundenen selbstgewählten Warten der privaten TV Sender ins DVB-T Netz eingespeist zu werden. Die Kosten sind so, daß es leistbar ist sich einspeisen zu lassen. Die Kontrolle über die Verwaltung der DVB-T Resourcen an eine private Gesellschaft abzugeben hat schon stattgefunden. Das übersehen die privaten Sender geflissentlich, sodaß der ORF die Hauptlast und noch etwas dazu zu tragen hätte, wenn sich die privaten Sender durchsetzen und weder für (DVB-T) 1 noch 2 etwas zahlen wollen.