High-Tech-Gruseln mit Klaus Knopper
Was das stetige konstruktive Streiten mit den Medienproduzenten bewirkt hat, ist ein kleiner Schritt - DRM lose Musik und Filme.
Dabei kann es aber nicht bleiben. Eine umfassende Sicherung der Privatsphäre bei immer grösser werdenden technischen Möglichkeiten in Bezug auf Überwachung ist nur dann gegeben, wenn man diese (das Recht auf Privatsphäre) auch tatsächlich anerkennt.
Das funktioniert nur vernünftig, wenn es eine pauschale Urheberpauschale pro Haushalt, moderate Medienpreise und die Absenz (=das Nichtvorhandensein) von technischen Restriktionsmaßnahmen zur Anfertigung einer Privatkopie eines gekauften Mediums gibt.
Andernfalls leiert jeder nur mehr das Selbe herunter, das Hohelied auf das geistige Eigentum.
Zitat:
Spaß mit High-Tech-Provokationen
Logischerweise werde in 50 Jahren niemand mehr einen Computer bedienen können, aber "auch das ist nicht so schlimm, weil es in 100 Jahren sowieso keine Menschen mehr gibt", sagte Knopper seiner verblüfften Zuhörerschaft.
Durch einen "Freak-Accident", also irgendeinen echt blöden Zufall, ausgelöst durch einen Fehler im Programm, werde sich die Menschheit selbst vernichten, die Maschinen aber würden sicher noch lange weiterlaufen.
Pinguine aus dem Weltraum
Dann hatte der Linux-Evangelist doch ein Einsehen und setzte fort: "Und dann werden die Aliens landen und die Welt durch freie Software retten." Derlei Nachtgedanken überkämen einen halt typischerweise nach drei durchprogrammierten Nächten - Gelächter, Applaus.
|
Der Versuch eines Ausgleichs zwischen der vorherrschenden Meinung (bei manchen Entscheidern), gefälligst alles niederzuüberwachen, und dem Ansatz, nicht zu überwachen, sondern die digitale Landschaft nicht zu mehr zu machen als es analoge Medien und digitale Medien mit physischem Datenträger sind.