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So fliegt man richtig! Fragen, Antworten, Diskussionen zum Fliegen von Jets im FS

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Alt 28.02.2004, 01:09   #11
Martin Georg/EDDF
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Hallo,

das Verfahren nennt sich HALS/DTOPS (High-Approach Landing System/Displaced Threshold Operations).

Im praktischen Einsatz hat sich das in EDDF nicht bewährt. Zum einen braucht man gewisse Medium-Heavy Sequenzen, damit die Nutzung Sinn macht, zum anderen ist eine stark erhöhte Personalbesetzung erforderlich, was die Personaldecke der DFS zu stark belastet. Aus diesem Grunde ist das Verfahren nur sehr selten in Betrieb und eine Ausweitung auf andere Airports nicht vorgesehen. Es hat ja auch kein anderer Airport mit einem engen Parallelbahn-System wie EDDF ähnliche Kapazitätsprobleme. Wo irgendwo auch nur etwas Geld, Platz und Grips vorhanden ist baut man eine Parallelbahn mit ausreichend Abstand, damit man die Runways unabhängig voneinander fahren kann. In DE kann das derzeit nur EDDM.
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Martin Georg/EDDF
Teamchef Eurowings VA *** VATSIM Europe Division Director (VATEUD1)
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Alt 28.02.2004, 09:15   #12
Frank_IVAO
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Zitat:
Original geschrieben von Martin Georg/EDDF
In DE kann das derzeit nur EDDM.

Hannover nich auch???? ich denke schon
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Al: \"Wir machen uns ein gemeinsames Weihnachtsgeschenk, Peg! Ich kauf mir eine Knarre und Du bekommst die Kugel!!!\"
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Alt 28.02.2004, 10:53   #13
Martin Georg/EDDF
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Zitat:
Hannover nich auch???? ich denke schon
Auha, an EDDV hab ich jetzt gar nicht gedacht. Wie weit sind die Bahnen dort denn auseinander?
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Martin Georg/EDDF
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Alt 28.02.2004, 11:43   #14
Rolf
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Na auf jeden Fall wesentlich weiter als in Frankfurt. Wenn dass in Hannover zutreffen würde, dürfte in USA jeglicher Verkehr zum erliegen kommen. Zwischen den beiden RWY's liegen Welten (sprich das gesamte Flug hafenareal mit Hotels und Parkhäusern.)
Für Frankfurt ist dieses Problem fatal und läßt sich auch durch eine neue Bahn nur mit Krücken etwas mildern.
Gruß
Rolf
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Alt 28.02.2004, 11:48   #15
Frank_IVAO
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Zitat:
Original geschrieben von Martin Georg/EDDF
Auha, an EDDV hab ich jetzt gar nicht gedacht. Wie weit sind die Bahnen dort denn auseinander?
ca 1300m laut dem maßstab der karte die ich habe
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Al: \"Wir machen uns ein gemeinsames Weihnachtsgeschenk, Peg! Ich kauf mir eine Knarre und Du bekommst die Kugel!!!\"
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Alt 29.02.2004, 12:39   #16
mastersam
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Dann dürfte das ja bei dem neuen BBI in Schönefeld auch der Fall sein oder? Falls er mal gebaut wird...


Sebi
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Alt 29.02.2004, 18:57   #17
MarkusV
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> Es hat ja auch kein anderer Airport mit einem engen Parallelbahn-System wie EDDF
> ähnliche Kapazitätsprobleme.

... ergänzend dazu wollte ich noch anmerken, daß im internationalen Vergleich San Francisco recht interessant ist. Die beiden hauptsächlich für Landungen genutzten Pisten 28L/R liegen noch enger als in EDDF zusammen, aber man erlebt dort oft erstauliches: "closely spaced parallel visual approaches", also effektiv Parallelbetrieb der beiden Pisten, wenn Sichtflugbedingungen herrschen. Im Short Final kann das schon bedeuten, daß sich zwei Flieger praktisch nebeneinander befinden.
Wobei KSFO zugegebenermassen oft besseres Wetter hat als Frankfurt.

Markus
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Alt 29.02.2004, 19:07   #18
Frank_IVAO
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Beiträge: 2.225


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Zitat:
Original geschrieben von MarkusV

Wobei KSFO zugegebenermassen oft besseres Wetter hat als Frankfurt.
Aber oft auch deutlich dickeren Nebel in der Bucht
____________________________________
Al: \"Wir machen uns ein gemeinsames Weihnachtsgeschenk, Peg! Ich kauf mir eine Knarre und Du bekommst die Kugel!!!\"
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Alt 08.03.2004, 15:22   #19
marco ew311
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Beiträge: 643


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Hi

nur ganz kurz, weil hier doch einige Dreher drin sind:

HALS/DTOP wurde erfunden, damit Medium-Aircraft dichter hinter Heavies gestaffelt werden können. Die H landen dann immer auf der Nordbahn, von daher sind Winde aus südlichen Richtungen gewünscht, da sie die Wirbelschleppen der Heavies nach Norden wehen, was die Sache für den Medium auf der Südbahn 26L noch mal sicherer macht.
Zu KSFO: Visual ist ein komplett anderes Business - in Frankfurt ist dann 25R/L in use; da hier der Pilot selbst für die Separation verantwortlich ist, kann er dem vorausfliegenden so dicht auffliegen wie er mag, er darf nur nicht überholen - "do not overtake".

Die geringere Staffelung von HALS soll bei IMC etwas bringen, und zwar bis zu folgenden Minima: Ground visibility 2400m, Ceiling 400ft GND.

HALS erfordert auch keine höhere Personalbesetzung, der limitierende Faktor ist, dass Heavy-Medium Pärchen gar nicht so häufig in der Anflugsequenz sind. "Würgt" man dann krampfhaft einen Medium in die Sequenz von zwei Heavies, kann man beim Vectoring (wenn nicht alles glatt geht) mehr Meilen verlieren, als man durch HALS gewinnen kann.
____________________________________
Ciao,

Marco EDDF
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