Richtig. Durch das kleinere Volumen ergeben sich Ersparnisse durch das effizientere Nutzen von Laderaum, was natürlich grundsätzlich wünschenswert ist. Falsch ist jedoch das Märchen von den "teuren Transportkosten". Gerade die lächerlich niedrigen Transportkosten sind für viel absurde Auswüchse unserer Wirtschaftswelt verantwortlich. So ist es z.B. billiger, Güter mit mehrstufiger Verarbeitung zwei oder dreimal quer durch Europa von einem Billigland zum anderen zu transportieren, als in einem Hochpreisland an einem einzigen Standort ohne zusätzliche Transportkosten zu produzieren. Und auch der Schiffstransport von Fernost nach Europa ist erschreckend billig. Solange Gütertransport so unverhältnismäßig günstig ist, werden derartige Sparmaßnahmen nicht wirklich greifen. Wie wenig der Transport die Endkosten beeinflusst, sieht man an den oft lächerlich überdimensionierten Verpackungen von kleinen Artikeln, nur damit sie im Regal auffallen.
Da erachte ich die Aktivitäten von Amazon für recht sinnvoll, die mir erst kürzlich untergekommen sind. Die arbeiten mit Zulieferern an neuen Verpackungssystemen. Da werden teilweise die Verpackungsvolumina drastisch reduziert und weiters die verschweißten Plastikcontainer durch leicht zu öffnende Systeme ersetzt. Für einen Versender macht das Sinn, da für ihn die Verpackung kein Verkaufsargument ist, Stauraum aber sehr wohl einen Kostenfaktor darstellt. Außerdem ändert sich dabei das Produkt nicht, so dass der Käufer zumindest theoretisch tatsächlich daraus Vorteile ziehen kann...
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Ciao
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