Nein, nicht der Haß gewinnt irgendetwas, sondern man gewinnt die Einsicht, daß man falsch gehandelt hat. Es mag nur kurz im Gehirn aufblitzen, was man gemacht hat, aber es dämmert einem sehr wohl, was falsch gelaufen ist. Wie gesagt, ehrliche Abbitte ist das Mittel, nicht Selbstgeißelung. Eine Ehe ist unauflöslich, seit Jesus Christus ist die Verwirrung beendet, Moses hat ja noch von einem Scheidebrief des Mannes gesprochen. Das Nichtbetretendürfen des gelobten Landes hat mit dem Zorn Moses auf Gott zu tun, daß er den Israeliten kein Wasser geschickt hat und alle schon gedürstet haben. Das war kurz vor dem Ende des 40jährigen Herumirrens in der Wüste nach dem Auszug aus Ägypten. Die Scheidung als ultima ratio war also nicht der Grund für das schicksalshafte Sich niederlegen - Israel bereits vor Augen habend.
Ich kann jedem nur sagen, daß die vor Gott geschlossene Ehe unauflöslich ist und Schutz verdient, was heute wie schon vor zwei Jahrhunderten nicht mehr vollinhaltlich gelten soll.
Das ist wirklich Lebenssinn, herauskommt sonst Verfehlung und seelische Qual, mehr als in einer angeblich so unglücklichen Ehe ...
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