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So fliegt man richtig! Fragen, Antworten, Diskussionen zum Fliegen von Jets im FS

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Alt 16.07.2003, 22:54   #1
Thomas321
Veteran
 
Registriert seit: 01.05.2003
Alter: 48
Beiträge: 478


Standard 2 Fragen z. Startwetter

Hallo,

1. Bei welchen Wetterbedingungen darf ein
a) JET
b) Prop (Cessna)

NICHT mehr starten/landen ?

2. Wenn ein Jet auf Reiseflughöhe ist und vor ihm braut sich ein Gewitter auf,wird er versuchen auszuweichen.
Was ist,wenn er aber DURCH muss?

Danke im Voraus

Thomas
Thomas321 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.07.2003, 00:13   #2
Lexif
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Registriert seit: 28.05.2002
Alter: 42
Beiträge: 1.222


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Hallo Leute!

Thomas, wenn es Dir nix macht, würde ich den letzten Teil deiner Frage noch ergänzen: Was macht ein Jet eigentlich bei solcheb Wärmegewittern wie heute direkt über dem Airport? Warten? Trotzdem landen? Ich meine, normal heißt es doch bei CBs: nicht durchfliegen (Flugzeug kann buchstäblich zerfetzt werden), nicht drunter durch fliegen, nicht drüber fliegen (geht manchmal gar nicht, mit CBs über 10 oder 11 km!), und Abstand halten (20 oder 30nm...?).
Da bleibt ja eigentlich für einen Jet nur der Ausweichflughafen. Aber bei so einer Wetterlage, wo es überall rummst?

Bei Instrumentenanflügen sind ja minimale Wetterbedingungen angegeben (gibt echt viele Threads im Forum dazu!), Dazu kommen Bedingungen, die nur für einen Flugzeugtyp gelten und IMMER eingehalten werden müssen. Auszug aus dem AOM des PSS A319/A320/A321:



OPERATION LIMITS

Maximum 90° crosswind component incl. Gusts for Takeoff and Landing: 29 kts
(maximale Seitenwindkomponente mit Böen für Start und Landung)

Maximum 90° crosswind component incl. Gusts for Takeoff and Landing, CAT II/III: 15 kts
(maximale Seitenwindkomponente mit Böen für Start und Landung mit vollautomatischem Präzisionsanflug)

Limiting Tail Wind Component for Takeoff and Landing: 10 kts
(maximale Rückenwindkomponente für Start und Landung)


Das sind so typische Werte für Jets, die dann auch echte Beschränkungen darstellen (letztere natürlich nur, wenn man nicht ohne Rückenwindkomponente starten / landen kann).
Ob die dann in der Realität von den Piloten auch eingehalten werden, ist natürlich auch so eine Sache...

Gruss, Felix
____________________________________
Felix

Proud contributor to the Ultimate GA project.
AI Repaints und Flugpläne von mir in einigen Releases von Ultimate GA und bei avsim.
Lexif ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.07.2003, 01:43   #3
D-MIKA
Inventar
 
Registriert seit: 28.09.2000
Alter: 74
Beiträge: 3.511


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Ist nicht so schwer zu beantworten:
Start erlaubt, wenn das Wetter in den zulässigen Grenzen für den Flieger liegt, Sichten hab ich momentan nicht zur Hand (hängt auch von Ausrüstung des Fliegers aus bzw den Qualifikationen der Ploten).
Durch ein Gewitter MUSS keiner. Drunter gehts wohl noch oder ausweichen bzw warten oder alternativen Flugplatz anfliegen.
____________________________________
Michael Kappe

http://condor.ephemeride.com/i/bdg/490.jpg
D-MIKA ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2003, 13:34   #4
FraPre
Elite
 
Registriert seit: 17.07.2001
Alter: 54
Beiträge: 1.418


Beitrag

Hallo !

Bezüglich der Sicht sollte man auch beachten, daß man, sofern der Flughafen,das Flugzeug und man selber entsprechend ausgerüstet/ausgebildet ist auch einen LVTO (Low Visibility Take Off)
durchführen könnte. Die Sicht liegt ja hierbei unter 400 Meter, was für eine Landung schon CAT II darstellt. Kommt man also nach dem Start in Schwierigkeiten, kann man als CAT I Pilot nicht mehr landen und sollte schon bei der Flugplanung einen entsprechenden Alternate einplanen (abgesehen vom Alternate für den Zielairport).

Was das Verhalten bei Gewitterfronten angeht, gibt es mehrere Möglichkeiten:
1. Unter Berücksichtigung von Höhenuntergrenzen und
Niederschlagsgebieten die Höhenfront unterfliegen, außer bei
Kaltfronten
2. in freien Bereichen zwischen den Obergrenzen der Cumulonimben
durchfliegen (Abstand zu den Wolken mind. 800 m
3. Bei vorhandenem Wetterradar, sucht sich der Pilot die Bereiche mit
den geringsten Aktivitäten (Blitz, Niederschläge) und durchquert
diese mit verminderter Geschwindigkeit und auf dem kürzesten Wege.
Da Vereisungsgefahr und Turbulenzen wohl kaum zu vermeiden sind,
werden die entsprechenden Vorkehrungen getroffen ( Anschnallen,
ANTI ICE für Wings, Engine, Pitot, Window ein, Ignition auf CONT)
ggf. sogar die Funkgeräte für den Durchflug ausschalten (ob dies
heute auch noch praktiziert werden muß, kann ich nicht sagen.
4. Ohne Wetterradar muß der Pilot sich selber die günstigste Stelle
für den Durchflug suchen (was tagsüber wohl wesentlich einfacher
sein sollte, als bei Dunkelheit . Die zu treffenden Maßnahmen
währen mit Pkt. 3 identisch.

Ich hoffe, meine Auflistung stimmt und das ich Dir etwas geholfen habe.

MfG Frank
____________________________________
Mit freundlichen Grüßen vom Int. Airport EDBM
FraPre ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2003, 23:13   #5
Thomas321
Veteran
 
Registriert seit: 01.05.2003
Alter: 48
Beiträge: 478


Standard

Hallo,

danke für die Antworten.

Eine Frage hätt ich noch.
Hat mir sehr geholfen!

Gruss
Thomas
Thomas321 ist offline   Mit Zitat antworten
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