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| So fliegt man richtig! Fragen, Antworten, Diskussionen zum Fliegen von Jets im FS |
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#1 |
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Hero
![]() Registriert seit: 08.04.2000
Beiträge: 849
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Hallo zusammen!
Jetzt muß ich mich mal an die realen Flieger wenden. Ist dieser ausgeprägte Linksdrall bei der Archer von DF auch bei realen Maschinen so? Man muß immer mit Querruder nach rechts ausgleichen. Da muß ich ganz ordentlich trimmen, damit ich das wieder ausgleiche. Das ich trimmen muß ist mir klar, dass das aber so stark ist, hätte ich nicht geglaubt. Grüße Martin |
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#2 |
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Senior Member
![]() Registriert seit: 19.04.2001
Alter: 53
Beiträge: 185
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Mir ist aufgefallen, das einige andere Flugzeuge bei mir auch immer nach links ausbrechen. Hierbei auch Zweimots. Z.B. eine ATR-42,die King Air und einige Andere.
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Snoergi |
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#3 |
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Veteran
![]() Registriert seit: 03.02.2001
Beiträge: 212
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Hallo martin,
ja, das ist realistisch, zumindest dann, wenn Du mit Vollgas fliegst. Am stärksten tritt dieser Effekt im Steigflug auf. Der Grund liegt darin, daß durch den (in diesem Falle) rechtsdrehenden Prop das Seitenruder vom Propellerluftstrahl, der sich spiralförmig um das Flugzeug windet, angeblasen wird. Getroffen wird dabei die linke Seite des Seitenruders, was eben jenen Giereffekt nach links verursacht. Um den auszugleichen und die Kugel im Fluglageanzeiger in der Mitte zu halten muß kräftig ins rechte Seitenruder getreten werden. Bei einem Steigflug bis auf 4000 ft oder mehr kann einem da schon glatt das Bein zittern, weil die Kraft, die dafür nötig ist, schon ganz heftig sein kann. Im Reiseflug bei korrekt eingestelltem Schub tritt dieser Effekt dann nicht mehr auf, das Flugzeug bleibt schön brav "in der Spur" Der Grund liegt darin, daß die Flugzeuge auf den Reiseflug optimert gebaut sind, d.h. z.B. daß das Seitenruder nicht genau in der Mitte sitzt, sondern leicht versetzt angebracht ist, genau so wie der Motor nicht genau entlang der Längsachse angebracht ist, sondern leicht schräg eingebaut wird. Nur beziehen sich diese Maßnahmen ausschließlich auf den Reiseflug. Im Steigflug muß dann halt rechts reingetreten werden, im Sinkflug dagegen ist linkes Seitenruder erforderlich (allerdings wesentlich weniger, die größten Kräfte entstehen im Steiglfug) Viele Grüße, Marcus |
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#4 |
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Inventar
![]() Registriert seit: 26.12.2001
Beiträge: 1.677
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Hi,
wenn Ihr zum Thema Linksdrall noch tiefer in die Materie gehen wollt, benutzt die Suchen-Funktion. Es gab hierzu schon sehr lebhafte Diskussionen, insbesondere weil es so was wie zwei Arten von Linkdrall gibt. Torque-Effekt und noch eins. ![]() |
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#5 |
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Veteran
![]() Registriert seit: 03.02.2001
Beiträge: 212
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Moin Moin,
es sind nicht wirklich 2 Arten von Linksdrall, auch das wird gerne fälschlicherweise in einen Topf geworfen. Der Torque Effekt wird durch die Drehbewegung des Propellers erzeugt und verursacht genaugenommen keinen Linksdrall, denn damit meint man ein Gieren links links um die Hochachse. Der Torque Effekt verursacht ein Rollen nach links um die Längsachse. Das wird mit dem Querruder ausgeglichen. Kann man in wesentlich verschärfter Form beim Hubschrauber beobachten. Wäre nicht der Heckrotor, der genau diesen Effekt verhindert, würde die Zelle in Gegenrichtung zum Hauptrotor drehen. Das Gleiche ist es auch beim Flugzeug, da aber *wesentlich* geringer, denn der Prop ist viel kleiner und das LFZ wird durch die Tragflächen stabilisiert. Aber vom Verständnis her ist das sehr schön als Vergleich heranzuziehen. Letztlich entstehen die heftigen Diskussionen meist nur durch das Durcheinanderwerfen der einzelnen Fachbegriffe. Wie gesagt, den Begriff "Linksdrall" gibt es für diese Effekte nicht. Bewegungen von Luftfahrzeugen sind Nicken (um die Querachse), Rollen (um die Längsachse) und Gieren (um die Hochachse) ... (Oberlehrer off,... ![]() ) Sorry, soll keine Klugsch....erei sein.Viele Grüße, Marcus |
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#6 |
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Hero
![]() Registriert seit: 08.04.2000
Beiträge: 849
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Servus Marcus!
Herzlichen Dank für deine umfassende Erklärung. Dieses Problem kannte ich nicht, da die Archer II meine erste kleinere Maschine dieser Güteklasse ist. Bei den Default-Maschinen gibt's solche Effekte gar nicht. Verschlimmert hat sich dieses nach links ziehen außerdem, da ich im Load Editor nur mich als Piloten ohne Passagiere und Gepäck eingegeben habe. Wobei es wirklich interessant ist, wie sie diese Beladung schon auswirkt (sind ja "nur" 78kg). Standardmäßig ist nämlich eine gleichmäßige Beladung mit Passagieren und Gepäck eingestellt. Schöne Grüße aus LOWW Martin |
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#7 |
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Veteran
![]() Registriert seit: 03.02.2001
Beiträge: 212
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Hi Martin,
wenn man's gaaanz genau nimmt, war meine Erklärung noch arg verkürzt, denn insgesamt sind es drei Kräfte, die gerne (auch in Fachbüchern) unter der Bez. Torque Effekt genannt werden. Aber zum generellen Verständnis hat es gewiß gelangt. Das mit der Beladung ist in der Tat sehr gravierend bei diesen kleinen Mühlen, man soll sich wirklich wundern. Mit 4 Personen schafft sie grad mal 500ft/min Steigleistung und fliegt wie eine fette Gummikuh , ist man aber alleine drin geht sie ab wie'n Zäpfchen. Und tatsächlich, sie legt sich immer auf die Seite und man darf immer schön gegenhalten, bzw. trimmen.Hab mir auch schon angewöhnt, immer einen Passagier auf den rechten Sitz zu setzen (Bei der DF-Archer ja prima gemacht, ist ja alles schon vorkonfiguriert, das ist wirklich ein herrliches Gerät. FLiege hier in Flensburg auch eine Archer II und ich muß sagen, ich bin beeindruckt, die sieht wirklich bis aufs letzte Detail genau so aus, wirklich gut gelungen). Wenn Du die Default C172 nimmst und in den Einstellungen den Torque- Effekt eingeschaltet hast, kannst Du zumindest ein klein wenig davon bemerken. Aber wirklich realistisch ist das bei Der DF-Archer. Vielr Grüße, Marcus |
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#8 |
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Inventar
![]() Registriert seit: 26.12.2001
Beiträge: 1.677
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Hallo nochmal,
die geschilderte Erklärung ist richtig. Es ist der -spiralförmige Nachstrom. Zu dem "Spiraling Slipstream" gibt es auch die von mir genannten: -Torque: die Gegenkraft des Motordrehmoments bewirkt die Drehung des Rumpfes und -P-Faktor: asymmetrischer Schub bei positivem Anstellwinkel. Bei dieser Konstellation greift das rechte Propellerblatt effektiver in die Luft und erzeugt mehr Vortrieb als das Linke. -möglich ist auch ein von links wehender Wind |
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