07.08.2004, 14:20
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Inventar
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ATV Plus - "Tausche Familie"
Zitat:
quelle: derstandard.at
In diesen Wochen dreht ATVplus die neuen Folgen der erfolgreichen Eigenproduktion "Tausche Familie", die ab 7. September, 20:15 Uhr, ausgestrahlt werden. etat.at war beim Dreh der vierten Staffel dabei: Ex-Kinderstar Kurt(i) Elsasser tauscht mit Skandalnudel Nadja, Mitglied der berüchtigten "Schockband" Drahdiwaberl. Ort des Geschehens: Eine Zwei-Zimmer-Wohnung im fünften Wiener Gemeindebezirk, gesprayte Parolen an den Wänden, Dreck und Müll am Boden, dazwischen eine Alkoholleiche und Essensreste.
Rockstar-Klischées´
Im Wohnzimmer: Unmengen an leeren Bierflaschen und "Dopplerflaschen". Eine abgewohnte, grüne siebziger-Jahre Couch steht an der Wand und unter Massen von Zigarettenstummeln lässt sich auch ein dazugehöriger Couchtisch erahnen. Das war es auch schon mit der Möblierung der angeblich besetzten Wohnung. Im Schlafzimmer liegen noch vier Matratzen ohne Decken oder Bezüge herum, worauf die "Drahdiwaberln" Räusche ausschlafen, Sex haben oder sonstige Rockstar-Klischées erfüllen.
Natürlich laufen die Damen des Hauses den ganzen Tag in dunklen Lack und Leder-Gewändern herum und die Herren sind in aparte Kombinationen aus mehr als dreckigen Hosen und ausrangierten T-Shirts gehüllt. Und natürlich gibt es Alkohol in rauen Mengen, Sex steht ganz oben auf der Tagesordnung. So und nicht anders, stellen wir uns das Privatleben einer Anarcho-Punk-Band vor.
Menschgewordene Vorurteile
Mitten in diesem "Sterotypen-Schauraum" sitzt, etwas unbeholfen, ein weiteres menschgewordenes Vorurteil. Schlägt man im Lexikon unter "in die Jahre gekommender Ex-Kinderstar" nach, so ist es gut möglich, unter dieser Beschreibung ein Foto des aktuellen "Familientauschers" zu finden.
Kurt(i) Elsasser, der mit Hits wie "La Montanara" in den frühen achziger Jahren die Wohnzimmer der Schlagerbegeisterten eroberte, tauschte sein unauffälliges Leben im Burgenland gegen ein Rockerleben mit der Chaostruppe rund um Bandchef Stefan Weber.
Am dritten Tag ins Hotel
Der bemitleidenswerte Kurt(i) sieht sich nun also mit der Welt des Stefan Weber & Co konfrontiert und kann, wer hätte das gedacht, herzlich wenig damit anfangen.
Grundsatzdiskussionen zwischen den Drahdiwaberl-Bandmitgliedern und Herrn Elsasser über die Qualität der jeweils vertretenen Musikrichtung sind genauso Programm, wie das fehlende Verständnis für den Lebensstil und das Weltbild des Gastes beziehungsweise der Gastgeber.
Zwei Tage in der Fremde hält Elsasser durch, weil er nach eigenen Aussagen nicht als "Weichei" gelten will. Am dritten Tag zieht er entnervt ins Hotel.
"Nicht wegen der PR"
Auf die Frage, warum er sich auf das Projekt "Tausche Familie" eingelassen hat und ob dies mit dem Wunsch, wieder in den Medien präsent zu sein, zusammen hänge, meint der Schlagersänger: "Ich war schon immer experimentierfreudig, ich mache es nicht wegen der PR!" Allerdings hatte er mit etwas weniger "extravaganten" Tauschpartnern gerechnet. Er dachte mehr an Dagi Koller und Helmut Zilk. Angesichts seiner neuen "Familie" ist er doch einigermaßen entsetzt.
Der "Schlagerfuzzi" und das wahre Leben
Stefan Webers Anspruch ist es, dem "Schlagerfuzzi", wie er Kurt Elsasser nennt, kritisches Denken einzuimpfen und ihm eine Welt abseits vom "Herzeln malen mit der Mama im Burgenland" zu zeigen. Weber zeigt Elsasser, laut eigenen Angaben, das wahre Leben.
Kurti meets das "wahre Leben"
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hier ein paar bilder

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A.C.A.B.
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