Sturm im Wasserglas
Nun, die Aufregung zum AI-Kommentar war eigentlich völlig unbegründet. Gibt es da eben einen neuen Film mit dem Titel AI, in dem ein Roboterjunge "Mensch" werden möchte. Sprich - diese Computermaschine kann denken und wollen. Im Film. Und die geschriebenen Zeilen wollen den Lesern nur die berechtigte Angst vor "denkenden" Computern nehmen. Diese tun es nicht und werden es, mangels Voraussetzungen, nie tun. So einfach ist das.
Der Beanstander stellt selbst im 3. Absatz fest: "Derzeitig konzentriert sich die Forschung keineswegs darauf "denkende Maschinen" zu kreieren, wie dies der Artikel suggeriert. Vielmehr geht es darum (vorhandene) Software mit "intelligenten" Routinen aufzuwerten. Aufgaben die für den Anwender zu komplex oder zu zeitaufwendig sind, übernimmt dabei ein Algorithmus ..."
Womit sich die AI-Jünger "derzeitig" tatsächlich beschäftigen - offensichtlich nur mehr damit, klevere, pseudointelligente Routinen zu programmieren - ist aber in diesem Zusammenhang unerheblich. AI, der Film, aber auch die Bezeichnung selbst - "Künstliche Intelligenz" - suggerieren eben, dass es dabei um künstliches Denken geht. Die Meinung der Insider ist da nicht von belang, weil öffentlich unbekannt. Aber das gekonntes, überlegtes Programmieren bereits AI-Status erreicht hat, ist doch auch zumindest bemerkenswert.
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