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So fliegt man richtig! Fragen, Antworten, Diskussionen zum Fliegen von Jets im FS

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Alt 14.03.2000, 22:24   #11
Rene3
Inventar
 
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Beiträge: 1.941


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Hallo Hans,

keine Angst, ich werde nicht groß üben! Ich wollte einfach mal ein klein bisschen erfahren, was da auf einen zukommt.

Von wegen Schei... üben: hätte John Kennedy jr. diesen Sch... geübt, wäre er und die beiden Begleiterinnen vielleicht noch am Leben!! Nur so by the way.
Vielleicht bin ich ein Hasenfuß - aber ohne VOR oder mind. ADF würde ich nur bei klaren und sicheren Sichtverhältnissen abheben. Natürlich ist das Fliegen nach Sicht auch eine Übungssache - aber wie schnell hat man sich doch verfranst. Ich denke in diesem Zusammenhang (Orientierung) ist das Fliegen auch nicht viel anders als das Autofahren. Sobald man seine Trampelpfade verlässt, ist die Gefahr sich zu verirren doch erheblich.
Gruß
René
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Alt 14.03.2000, 23:35   #12
Hans Tobolla
Veteran
 
Registriert seit: 05.12.1999
Beiträge: 406


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Hallo Rene,

vielleicht haben wir uns auch mißverstanden. Natürlich soll man üben ohne Sicht, also nach Instrumenten zu fliegen. Nur nicht in Bodennähe und in Nebelbänken, das ist echt Quatsch. Außerdem: Der Simulator ist besonders auch dazu da, mal Dinge anzupacken, die in der Realität so ihre Tücken und Gefahren haben. Fliege doch mal von Berlin zu irgend einen Platz an der Ostsee, so wie ich es vorgeschlagen habe. Da hast Du die Ostseeküste als Auffanglinie.
Nur Mut! Schaue Dir die Landkarte genau an, und überlege, wie man die Sache auch ohne Sicht von Pol zu Pol schaffen könnte.

Gruß!

Hans
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Alt 15.03.2000, 19:10   #13
Leo
Elite
 
Registriert seit: 24.02.2000
Beiträge: 1.328


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Hi Leute!

bin der Meinung, dass so etwas nie passieren darf. Aber wie es im Leben ab und zu ist, erwischt es dich dann ganz unverhofft.
Meines erachtens gibt es leider viele Leute die in die billig gemietete Cessna einsteigen, das GPS aufdrehen und glauben sie wären von nun an unsterblich.
Das Systeme gerade dann ausfallen wenn man sie am meisten braucht, ist fast eine Regel.
Ich bin der Ansicht, dass jeder VFR PPL eine gewisse sogenannte Basic IFR Schulung haben sollte. Nicht um bei schlechtem Wetter fliegen zu gehen, sondern eher um in einer Notsituation wie in IMC nicht gleich in den berühmt berüchtigten Spiralsturz zu kommen.
Wie viele Leute kenne auch ich leider welche, die leider ihr Hobby mit dem Leben bezahlt haben.Jedoch sollten dann natürlich die Flieger mit etwas besserem Equipment ausgerüstet sein. Kostet dann halt wieder mehr. Wenn ich nicht vorhabe, einen Langstreckenflug zu machen, reichts aber auch schon wenn ich ein ADF und VOR Empfänger habe den ich dann auch richtig interpretieren kann. Wichtig ist auch zu wissen , dass ich immer einen Freund und Helfer habe, der unten am Boden sitzt und in einer Notsituation sicher aushelfen kenn.

Grüße


Grüße
Leo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.03.2000, 22:22   #14
Peter Gloor
Veteran
 
Registriert seit: 11.12.1999
Beiträge: 268


Cool

Hallo Benedikt,

Du spielst sicher auf Kennedy Jr. an. Der ist so umgekommen.
Peter

Hallo Hans!!!

Ich habe mal in einem Buch gelesen, dass ein VFR Flieger den Verlust der Bodensicht keine 5 Minuten überlebt. Kannst du das bestätigen?

Gruß Benedikt
[/quote]

Peter Gloor ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.03.2000, 23:57   #15
Benedikt
Veteran
 
Registriert seit: 28.03.2000
Alter: 40
Beiträge: 459


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Hallo Peter!!!

Naja, nicht wirklich! Ich habe es in irgendeinem Buch von mir gelesen. Das mit Kennedy Jr. trifft hier leider genau zu, aber das hatte noch andere Gründe.

Gruß Benedikt
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Alt 16.03.2000, 00:13   #16
Hans Tobolla
Veteran
 
Registriert seit: 05.12.1999
Beiträge: 406


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Hallo Leute,

Der Leo hat Recht wenn er meint, daß zur VFR-Schulung auch eine Schulung im Instrumentenflug gehören sollte. Aber wie weit soll das gehen? Ich denke, der Pilot sollte feststellen können, auf welchem VOR-Radial er sich befindet und dann auch in der Lage sein, auf einem bestimmten Radial von oder zur Station zu fliegen. Auch mit einem ADF sollte er einigermaßen umgehen können, wenigstens von oder zu einer Station auf einem bestimmten Kurs fliegen können. Das ist schon eine ganze Menge und hier gibt es auch einen Bezug zum FS, denn das kann man mit dem FS hervorragend üben! Ich hätte zur damaligen Zeit einiges dafür gegeben, so ein fantastisches Übungsgerät zu haben, wie es die heutigen FS sind. Zusätzlich sollte der VFR-Flieger in IMC für den Radarlotsen auch kontrollierbar sein, er muß ohne Probleme den Kurs und die Höhe fliegen können, zu dem der Lotse ihn anweist. Auch hier gibt es im FS (Flugabenteuer) einige Übungsmöglichkeiten.
Die Ausrüstung der kleinen Maschinen ist dabei das geringere Problem. Fast alle haben einen künstlichen Horizont, ein VOR und einen Transponder sowieso. Persönlich würde ich statt einem ADF ein zweites Funkgerät vorziehen, denn ohne Kommunikationsmöglichkeit mit der Flugsicherung ist die Sache wirklich übel.

Aber jetzt komme ich zum Wesentlichen. Man darf NIEMALS seine Kenntnisse im Instrumentenflug (und seien sie noch so gut) in die VFR-Flugplanung mit einbeziehen, so nach dem Motto: Komme ich in VMC nicht weiter, gehe ich einfach in IMC (ohne Freigabe) und irgendwie kommt man am Ziel schon wieder raus. Solche Leute gibt es! Abgesehen davon, daß das ein schlimmer Verstoß gegen die LuftVO ist, es ist auch dumm, denn man fliegt dann in IMC ohne Reserve an Können, zusätzliche Belastungen verträgt man dann nicht mehr.
Also, ein VFR-Flieger sollte sich Kenntnisse im Instrumentenflug erarbeiten, diese auch pflegen (mit dem Simulator) und einmal im Jahr real einem IFR-Fluglehrer vorführen, daß er das Notwendige kann. Das dauert nur eine Stunde und bringt viel, eine "eiserne Reserve".
Persönlich habe meine eiserne Reserve während vieler Jahre Fliegerei nur einmal eingesetzt, und da kam es auch ziemlich dick und ich war mit meinem Können fast an der Grenze.
So gesehen ist der FS ist nicht nur ein Spielzeug, sondern auch ein nützliches Gerät.

Viel Erfolg beim Üben!

Hans
Hans Tobolla ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.03.2000, 00:10   #17
Bernie
Veteran
 
Registriert seit: 02.11.1999
Beiträge: 243


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Hallo Leute


Noch mal was ganz grundsätzliches zum Taupunkst wenn die Luft sich auf diese Temperatur abkühlt haben wir die dickste Suppe(Nebel) das heißt es ist soviel wasser in der Luft enthalten wie überhaupt reinpaßt

Und noch eine sehr interresante Variante gibt es für die Luftffahrt (insbesondere die Segelflieger schätzen dies) bei ungestörter Wetterlage Temperatur - Taupunkt x 125 = Cumulusbasis in Metern


Bsp Temp 15 Grad Taupunkt 10 Grad
Cumulusbasis 5 x 125 = 625 m


Gruß Bernie
Bernie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.03.2000, 17:31   #18
Leo
Elite
 
Registriert seit: 24.02.2000
Beiträge: 1.328


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Hi!

Und genau das ist ja schon ein Teil des Instrumentenfluges: Festzustellen wo ich
bin, ohne aus dem Fenster zu schauen.

Wichtig und nicht zu unterschätzen ist auch das Basic Flying. Das Flugzeug nur nach Instrumenten zu fliegen. Dh Höhe,Kurs, Geschwindigkeit halten. Insbesondere die Lage im raum zu halten. Das ist am Anfang besonders schwer und es sind tragische Unfälle passiert in denen die Piloten in der Suppe auf Ihren Hintern gehorcht haben, und nicht auf die Instrumente! Fliegen in IMC ist tückisch und kann zu Illusionen,Schwindel und ähnlichem führen, wenn man es nicht gewohnt ist. deshalb die Anspielung auf den Spiralsturz der eigentlich ein "kontrolliertes" Abstürzen ist, bei dem der Pilot meint, er fliege gerade aus und alles sei OK. Irgendwann spürt er dass etwas nicht stimmt, kann aber auf Grund der mangelden Orientierung das Flugzeug nicht mehr in die ursprüngliche Lage bringen und ist ...!

Hier kann dann die ATC leider auch nicht mehr helfen.
Eines will ich noch erwähnen: Die Instrumente, welche in einem Flugzeug eingbaut sind, sind SAUTEUER!!!
Ein zweites Funkgerät wird da nicht einfach mir nichts dir nichts eingebaut. Auch ein künstlicher Horizont, zB der Marke VDO für das Modell einer Cessna 152 kostet umgerechnet 10.000DM und da ist aber die Zulassung bzw. TÜV noch nicht inkludiert!
Viele Geräte sind Mindestaustattung, andere wünschenswert und viele purer Luxus.
Die Mindestaustattung zu erhöhen hat zwar einen grossen Vorteil, da die Hersteller bzw. Käufer daran gebvunden sind, und die sicherheit verbessert, nur kann man in einem Atemzug auch erwähnen, dass dies auch gleichzeitig wieder das Ende von vielen Privatpiloten darstellt, weil dieses Hobby einfach nicht mehr bezahlbar ist.

Nicht alles was glänzt ist Gold...

Grüße
Leo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.03.2000, 20:07   #19
Hans Tobolla
Veteran
 
Registriert seit: 05.12.1999
Beiträge: 406


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Hi Leo,

das mit dem teuer stimmt, besonders in Ballungszentren, wie z.B. München. In ländlichen Gebieten mag es besser aussehen.
Persönlich habe ich noch keine 152 oder 172 ohne künstlichen Horizont gesehen, jedoch ohne VOR oder ADF.

Für die Leute die es lesen mögen.

Der Schwindel und das Fliegen nach dem Hintern verschwinden nach einiger Zeit. Man kann das aber auch einigermaßen wegtrainieren und das geht so:

Man braucht dazu einen zweiten Flugzeugführer. Der Proband setzt die Haube auf (das ist eine Mütze mit einem riesigen Sonnenschirm) sodaß er nur die Instrumente sehen kann, wirklich keine Sicht nach außen hat. Günstig dabei ist ein bedeckter Himmel, damit auch das Sonnenlicht keine Orientierung bieten kann. Der zweite Pilot übernimmt die Kontrolle und der Proband nimmt den Kopf zwischen die Knie. Der PF versucht nun den Gleichgewichtssinn des Probanden nach allen Regeln der Kunst auszutricksen.
Eine Variante: Langsam und koordiniert eine steile Kurve einleiten, (bei 60° sind es ungefähr 2g, das merkt man schon), dann schnell die Kurve ausleiten und danach mal eben ordentlich am Steuerhorn ziehen.
Auf das Kommando "Jetzt" nimmt der Proband den Kopf etwas hoch und bringt das Flugzeug sofort nach Instrumenten in eine sichere Fluglage.
Ich habe es nie geschafft, mit dem Kopf zwischen den Knien die richtige Fluglage zu ermitteln. der PF hat mich immer ausgetrickst.

Gruß

Hans
Hans Tobolla ist offline   Mit Zitat antworten
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