Zitat:
Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
wegen unbegrenzter pensionen:
ich glaube dir ist der unterschied zwischen unendlich und unbegrenzt nicht klar ! ich sehe jedenfalls absolut nicht ein, warum es für meine pension eine absolute grenze gibt, für die der beamten aber nicht. wenn es unbedingt erforderlich ist, grenzen für die pensionen zu ziehen, dann müssen die unbedingt für alle gelten. alles andere ist ein schlag ins gesicht der schwer arbeitenden menschen, die unseren wohlstand erst "erschaffen" haben.
ps: nein, damit behaupte ich nicht, daß die beamten nicht auch wichtig sind, um eine florierende wirtschaft zu haben. dieser umkehrschluss würde zu weit gehen. aber das ändert nichts daran, daß ich mich wie ein mensch zweiter klasse fühle, wenn ich auf der einen seite schamlos abkassiert werde, wenn ich dann aber alt bin und mein ganzes leben lang arbeiten musste, heisst es dann: bis hier her und nicht weiter.
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Also Guru würde das schon etwas differenzierter betrachten - Beamte haben klar vorgegebene Höchstverdienstgrenzen in ihren Gehaltsschemata, was in der Privatwirtschaft einfach nicht der Fall ist. Daher ist übrigens die Lebensverdienstsumme eines Beamten (also Aktiv- und Ruhebezug) noch immer deutlich unter der Lebensverdienstsumme eines privatwirtschaftlich angestellten mit vergleichbarer Tätigkeit und Ausbildung. Zusätzlich haben Beamte noch den Nachteil, einen ziemlichen Anteil dieser Lebensverdienstsumme erst sehr spät zu erhalten.
Übrigens: es ist eigentlich vollkommen egal, wie hoch der Anteil des Staates an den Pensionen der Beamten ist. Nachdem der Staat als Arbeitgeber dafür garantiert, dass er für Aktiv- und Ruhestandsbezüge garantiert (und diese auch zahlt), könnten es auch theoretisch 100% sein (was sie nicht sind, da auch Beamte einen noch immer höheren Pensionsbeitrag als ASVG-Versicherte zahlen).
Worauf Guru hinweist: der Staat kann nicht Leute anstellen, Verträge eingehen und sich dann aus der Verantwortung stehlen. Und das ist eigentlich das Kernthema.
Was spricht denn eigentlich dagegen, jeden so lange arbeiten zu lassen, wie er es selbst will? Jemand, der früh in Pension geht, erhält halt weniger, jemand, der länger arbeiten möchte, erhält mehr. In den USA war das überhaupt kein Problem - dort gibt es Leute, die nach 20 Jahren Beruf in die Pension gehen (und dafür vom Staat eine Pension erhalten --> US Army). Und wenn derjenige mehr Geld haben möchte, kann er auch woanders arbeiten, er muss es einfach nur versteuern.
Guru