Hallo,
@Gerson und Jan:
Die Triebwerke verlieren keine Leistung, da das Wasser nicht in die Brennkammer kommt.

Moderne Triebwerke sind sogenannte Zweiwellen-Zweistrom-Triebwerke, auf der ersten Welle(Drehzahl "N1" im Cockpit) laufen Fan, Niederdruckverdichter und Niederdruckturbine, auf der zweiten(umschließt die erste, ist aber nicht mechanisch verbunden, Drehzahl "N2") Hochdurckverdichter und Hochdruckturbine. Die Elemente sind folgendermaßen hintereinander angeordnet: Ganz vorne am Lufteinlass ist das große Schaufelrad, der "Fan", den man auch von aussen sehen kann, dann folgen Niederdruckverdichter, Hochdruckverdichter, Brennkammer, Hochdruckturbine, Niederdruckturbine und Luftauslass. Es gibt den so genannten "kalten Kreis" und den "warmen Kreis". Ca. 80 Prozent des Schubs erzeugt der Fan. Der Großteil der Luft wird gleich nach dem Fan ausgestoßen, nur ein geringer Teil der angesaugten Luft geht den warmen Kreis über Verdichter, Brennkammer und Turbinen. Letztere sind weniger dazu da um Schub, sondern viel mehr um die Antriebskraft für den Fan zu erzeugen.
Bevor ein Flugzeug, z.B. ein Airbus oder eine Boeing, mit einem bestimmten Triebwerk, z.B. von Pratt & Whitney, Rolls-Royce oder CFM(Boeing und Airbus stellen selber keine Triebwerke her) zugelassen wird, muss ein aufwendiges Testprogramm erfolgreich absolviert werden. Dazu gehört u.a. auch ein Test, bei dem der Flieger mit für Start/Landung üblichen Geschwindigkeiten über eine unter Wasser gesetzte Piste rollt. Es darf hierbei nicht zum sogenannten "Flame-Out" kommen. Das passiert auch nicht da das Wasser, genauso wie andere Gegenstände die vom Triebwerk angesaugt werden könnten(z.B. Vögel), durch die Zentrifugalkraft am Fan nach aussen gedrückt und über den kalten Kreis ausgestoßen wird.