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Alt 20.07.2003, 12:34   #4
FraPre
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Hallo !

Bezüglich der Sicht sollte man auch beachten, daß man, sofern der Flughafen,das Flugzeug und man selber entsprechend ausgerüstet/ausgebildet ist auch einen LVTO (Low Visibility Take Off)
durchführen könnte. Die Sicht liegt ja hierbei unter 400 Meter, was für eine Landung schon CAT II darstellt. Kommt man also nach dem Start in Schwierigkeiten, kann man als CAT I Pilot nicht mehr landen und sollte schon bei der Flugplanung einen entsprechenden Alternate einplanen (abgesehen vom Alternate für den Zielairport).

Was das Verhalten bei Gewitterfronten angeht, gibt es mehrere Möglichkeiten:
1. Unter Berücksichtigung von Höhenuntergrenzen und
Niederschlagsgebieten die Höhenfront unterfliegen, außer bei
Kaltfronten
2. in freien Bereichen zwischen den Obergrenzen der Cumulonimben
durchfliegen (Abstand zu den Wolken mind. 800 m
3. Bei vorhandenem Wetterradar, sucht sich der Pilot die Bereiche mit
den geringsten Aktivitäten (Blitz, Niederschläge) und durchquert
diese mit verminderter Geschwindigkeit und auf dem kürzesten Wege.
Da Vereisungsgefahr und Turbulenzen wohl kaum zu vermeiden sind,
werden die entsprechenden Vorkehrungen getroffen ( Anschnallen,
ANTI ICE für Wings, Engine, Pitot, Window ein, Ignition auf CONT)
ggf. sogar die Funkgeräte für den Durchflug ausschalten (ob dies
heute auch noch praktiziert werden muß, kann ich nicht sagen.
4. Ohne Wetterradar muß der Pilot sich selber die günstigste Stelle
für den Durchflug suchen (was tagsüber wohl wesentlich einfacher
sein sollte, als bei Dunkelheit . Die zu treffenden Maßnahmen
währen mit Pkt. 3 identisch.

Ich hoffe, meine Auflistung stimmt und das ich Dir etwas geholfen habe.

MfG Frank
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Mit freundlichen Grüßen vom Int. Airport EDBM
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