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Hamburg (ots) - Fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) plädiert in einer EARSandEYES-Umfrage für ein gesetzliches Rauchverbot am Steuer.Die Rushhour in der Stadt, der Kampf auf deutschen Autobahnen oder Tempo bis zum Limit - wer lenkt braucht keine Ablenkung. Nachdem im Februar dieses Jahres das Handy-Verbot am Steuer verabschiedet wurde, diskutiert der Bundestag jetzt auch die Zigarette als Risikofaktor. Eine aktuelle Online-Umfrage des Hamburger Marktforschungsinstituts EARSandEYES zeigt, dass die Sicherheitsbedenken weit verbreitet sind: Fast die Hälfte (46 Prozent) der 1108 Befragten zwischen 18 und 49 Jahren ist für ein juristisch verankertes Rauchverbot. Erwartungsgemäß sind es vor allem die Nichtraucher (bzw. die ehemaligen Raucher), die mit 67 Prozent (bzw. 50 Prozent) für ein Verbot sind. Doch auch viele Raucher wollen das gesetzliche No-Smoking - bei ihnen spricht sich jeder Fünfte (20 Prozent) für ein Rauchverbot im Auto aus. Die junge Generation (18 bis 29 Jahre) unterstützt die Gesetzesverordnung überraschenderweise mit 50 Prozent sehr viel stärker als die 30- bis 49-Jährigen (40 Prozent).
Als Begründung für ein Verbot nennen die meisten Fürsprecher (44 Prozent), dass Rauchen beim Autofahren genauso ablenke wie die Handy-Nutzung. 29 Prozent sehen ebenfalls die reduzierte Konzentration als wichtigstes Argument an, ohne dabei auf das Handy-Verbot einzugehen. Dass Autofahrer durch das Rauchen sich und andere Verkehrsteilnehmer gefährden, meint fast jeder Sechste (16 Prozent). Sechs Prozent wiederum führen an, dass die Zigarette am Steuer immer wieder Ursache für schwere Unfälle sei.
Die Raucher-Bastion Auto wird jedoch auch verteidigt: Über zwei Drittel (69 Prozent) der Verbotsgegner sagen, dass auch Radiohören bzw. die Sendereinstellung den Fahrer ablenken. Kein erhöhtes Risiko beim Rauchen am Steuer sehen 15 Prozent. Fünf Prozent lehnen ab, da Raucher in anderen Bereichen schon eingeschränkt würden. Und immerhin vier Prozent meinen sogar, dass Rauchen die Konzentration beim Fahren fördere - ein Argument, das mit fünf Prozent vor allem die Raucher ins Feld führen (ehemalige Raucher: drei Prozent, Nichtraucher: ein Prozent).